Fahren ohne Versicherung und Unfall?

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13 Antworten

Zunächst einmal ist das Fahren ohne Versicherung gem. §§ 1, 6 PflichtVersG eine Straftat, welche mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft wird. Ob und wenn ja welche Strafe hier auf einen zukommt hängt von vielen Umständen ab, insb. der Anzahl der Vorstrafen.

Das Fehlen einer Versicherung wirkt sich dagegen nicht auf die zivilrechtliche "Schuld"-Frage aus. Hier kommt es nur darauf an, wer den Unfall verursacht hat. Grundsätzlich trägt man als Autofahrer aber eine gewisse Mitschuld (ca. 30 %), welche im Einzelfall aber entfallen kann.

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Fahren ohne Versicherung, § 6 Pflichtversicherungsgesetz 

Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer ein Fahrzeug auf öffentlichen Wegen oder Plätzen gebraucht oder den Gebrauch gestattet, obwohl für das Fahrzeug der erforderliche Haftpflichtversicherungsvertrag nicht oder nicht mehr besteht. Ist die Tat vorsätzlich begangen worden, so kann das Fahrzeug eingezogen werden, wenn es dem Täter oder Teilnehmer zur Zeit der Entscheidung gehört. 

Die Strafe für das Fahren ohne Versicherung fällt in der Regel sehr hoch aus.

Gerade in den Fällen, wenn nicht damit gerechnet wird, kann dennoch ein Unfall passieren und ein noch so kleiner Schaden entstehen. Daher ist es wichtig und die Pflicht in Deutschland, eine gültige Kfz-Versicherung zu besitzen.

Ein fremdes Kennzeichen ist strafbar, da dies keinen gültigen Versicherungsschutz darstellt. Bei kleinen Übungsfahrten mit dem Wagen kann so schnell ein Verkehrsunfall entstehen und sollte daher dringend unterlassen werden.

Ansonsten macht sich nicht nur der Fahrer, sondern auch immer der Halter strafbar.

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Das sind zwei verschiedene Schuhe. Erst mal hast du eine Straftat begangen, die auch bestraft werden wird. (sogar Gefängnis ist möglich)

Der Unfallverursacher ist dadurch natürlich NICHT von der Leistung frei.

Er könnte zwar argumentieren, dass es gar nicht zum Unfall gekommen wäre, wenn du dein Fahrzeug stehen gelassen hättest. Das wird aber nicht ziehen.

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Das Fahren ohne Versicherungsschutz ist eine Straftat die mit einem Jahr Freiheitsstrafe oder mit Geldstrafe geahndet wird.

Wenn du nicht schuld an dem Unfall bist, kann der Unfallgegner zivilrechtlich auch keine Ansprüche stellen.

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... wenn denn das gute Stück nicht mehr versichert ist, kommt eben die Pfändung durch die Versicherung und das Bußgeld von der Zulassungsstelle. Es sei denn, die nachträglich Bezahlung erfolgt in der gesetzlichen Frist von 4 Wochen. Viel Glück und ein Verursacher leistet natürlich trotzdem Schadenersatz.

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Kommentar von Apolon
28.09.2016, 10:08

Autsch....

wenn denn das gute Stück nicht mehr versichert ist, kommt eben die Pfändung durch die Versicherung

Von welcher Versicherung?

Die Möglichkeit besteht auch, dass es noch nie versichert war!

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Laß dir in einer Werkstatt einen Kostenvoranschlag erstellen und reiche deine Ansprüche bei der gegnerischen Versicherung ein. Wenn du nicht schuld bist, dann wird der Schaden an deinem Fahrzeug bezahlt. Einschließlich pauschaler Aufwandsentschädigung  für Telefon/Porto/Fahrkosten von 30€.

Also das wird ganz normal behandelt.

Etwas anderes ist der Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Da wird eine Strafe fällig. Jedoch nicht von der gegnerischen Versicherung, sondern von der Polizei/Staatsanwalt.

Ganz blöd ist die Kündigung durch den Versicherer. Es kann schwierig werden einen anderen zu finden. Denn im Antrag wird eine Frage gestellt: Wer hat gekündigt?

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Kommentar von Apolon
28.09.2016, 10:06

Laß dir in einer Werkstatt einen Kostenvoranschlag erstellen und reiche deine Ansprüche bei der gegnerischen Versicherung ein. Wenn du nicht schuld bist, dann wird der Schaden an deinem Fahrzeug bezahlt.

Ob dies sinnvoll ist? 

Denn das Fahrzeug wird vermutlich auch eingezogen - vgl. § 6 Abs. 3 Pflichtvers.Gesetz

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Hi. Ich wollte mal fragen was passiert wenn ich mein Pkw nicht
versichert ist, ich damit trotzdem weiter fahre und dann noch einen
Unfall habe.

Dann hast du gar keine Möglichkeit, deinen Pkw zuzulassen! Du benötigst einen vorläufigen Versicherungsschutz (7-stelliger eVB-Nr.-Code) für die Zulassungsstelle, um überhaupt Kennzeichen zu bekommen!

Gruß siola55

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Kommentar von ronnyarmin
26.09.2016, 20:17

Er ist doch schon zugelassen, das ergibt sich aus der Frage.

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Zwar wird der Unfallverursacher zahlen müssen, aber für dich wird es heftig: Wer ein Fahrzeug auf öffentlichen Wegen oder Plätzen gebraucht oder den Gebrauch gestattet, obwohl für das Fahrzeug der nach § 1 erforderliche Haftpflichtversicherungsvertrag nicht oder nicht mehr besteht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft. Ist die Tat vorsätzlich begangen worden, so kann das Fahrzeug eingezogen werden, wenn es dem Täter oder Teilnehmer zur Zeit der Entscheidung gehört.

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Hallo cimbomlu90,

es kommt darauf an ob du nur Schulden hast oder dein Auto nicht mehr angemeldet ist (durch Meldung der Versicherung).

Bei letzterem wirst du um eine Strafe nicht herumkommen.

Wenn du nicht Schuld bist wirst du auch nicht für den Schaden aufkommen müssen. Es sei denn die Gegenseite hat einen guten Anwalt.

Nathan

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Kommentar von cimbomlu90
26.09.2016, 19:13

Also das Auto war angemeldet. Aber weil ich die Versicherung nicht mehr bezahlen konnte, hat diese dann die Versicherung gekündigt. Das ich ne Strafe bekomme ist mir von Anfang an bewusst gewesen. Nur weiß ich nicht ob ich wirklich für alles aufkommen muss, obwohl ich nicht schuld an dem Unfall war. Der Schaden an meinem Auto ist mir egal. Es geht um den Schaden von dem Unfall Verursacher. Ob ich auch dafür aufkommen muss

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Du musst den Schaden selbst bezahlen und hast vermutlich ein Verfahren am Hals, weil du ohne Haftpflicht gefahren bist. Ohne Versicherung darfst du das Auto nicht mal zulassen, also warst vermutlich auch noch mit einem unangemeldeten Fahrzeug unterwegs.

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Kommentar von ronnyarmin
26.09.2016, 20:19

Aus der Frage ergibt sich, dass das Auto zugelassen ist, nur nicht mehr versichert (weil z.B. der Beitrag nicht gezahlt wurde).

Welchen Schaden soll er selbst bezahlen, wenn der Schadenverursacher dafür aufkommen muss?

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Dann schauen wir doch einfach mal in das zutreffende Gesetz: ergänzend zu den bereits gemachten Antworten, kann auch das Fahrzeug zusätzlich noch eingezogen werden.

Gesetz über die Pflichtversicherung für Kraftfahrzeughalter (Pflichtversicherungsgesetz)
§ 6 

(1) Wer ein Fahrzeug auf öffentlichen Wegen oder Plätzen gebraucht oder den Gebrauch gestattet, obwohl für das Fahrzeug der nach § 1 erforderliche Haftpflichtversicherungsvertrag nicht oder nicht mehr besteht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bis zu einhundertachtzig Tagessätzen.

(3) Ist die Tat vorsätzlich begangen worden, so kann das Fahrzeug eingezogen werden, wenn es dem Täter oder Teilnehmer zur Zeit der Entscheidung gehört.
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Diese Frage ist eine der vollkommen unnötigen "was wäre wenn" Fragen.

Man fährt nicht ohne Versicherungsschutz. Fertig.

Im Zweifelsfall erzählt dir ein Richter was dich erwartet.

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Ohne Versicherung darfst du das Auto Kein Meter bewegen.. Falls doch rechne mit einer Anzeige, und bei Unfall musst du für alles selbst aufkommen, ALLES, eben weil du das Fahrzeug nicht bewegen hättest dürfen

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