Warum sind unsere Fenster immer wieder beschlagen?

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6 Antworten

Hm....ich hatte gelesen, dass das mehrfache Lüften bei trockener Aussenluft eine gute Methode wäre. Mehrfach deswegen, weil Möbel etc. ihre Feuchte nach für nach in trockene Luft abgeben. Erscheint logisch. Ausserdem spare man dadurch sogar Gas, da die trockene Luft auch die Wände trocknet und somit weniger Wärmeleitfähig macht! Stoßlüften hätte somit angeblich keine Nachteile.

Luftbefeuchter ist eben so eine Sache, denn ich habe keine Lust das Teil tagtäglich von Zimmer zu Zimmer zu schieben. Generell aber ein interessanter Vorschlag! Jedoch kann man überall nachlesen, dass Luftfeuchtigkeitswerte zwischen 50-55% eigentlich genau richtig sind. Bisher fand ich Online überall nur Empfehlungen für 21° bei 55% zu halten. Küche, Bad und Schlafzimmer dürften sogar etwas höher sein.

Schön und gut aber trotzallem hab ich Kondensat.
Das Haus ist wohl einfach zu dicht. Ich werde wohl versuchen etwas den Kaminofen zu befeuern. Wahrscheinlich hat der genug power um die Feuchtigkeit in der gesamten Wohnung neber dem Lüften zu senken.

Vielen Dank und freundliche Grüße!

Ano

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Kommentar von realistir
20.12.2015, 14:05

Aufpassen, lesen kann man auch vielen Unsinn. Z.B. kann man oft Empfehlungen lesen man solle feuchte Keller trocknen können, wenn man die Kellerfenster im Sommer immer offen hält. 

genau das ist Schwachsinn, aber lesen kann man solcherlei.

Nachtrag zu meiner Antwort:
Die relative Luftfeuchtigkeit gibt an, wieviel Wasser die Luft, im Vergleich zum maximal möglichen Wert, gerade enthält. Diese Angabe ist temperaturabhängig.
Beispiel: Eine relative Luftfeuchtigkeit von 100% bei 10°C bedeutet, dass die Luft 9,4g Wasser enthält und keine weitere Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann. Wird die Luft auf 30°C erhitzt, könnte sie weitere Feuchtigkeit aufnehmen. Wenn sie weiterhin nur 9,4g Wasser enthält, beträgt die relative Luftfeuchtigkeit nur noch 31% (9,4g von 30,4g).

Taupunkt
Der Taupunkt ist ein Maß für die absolute Luftfeuchtigkeit, und daher temperaturunabhängig. Der Taupunkt gibt die Temperatur an, bei der die Luft mit Wasser gesättigt ist, also die relative Luftfeuchtigkeit 100% beträgt. Wird die Luft unter den Taupunkt abgekühlt, kann die Luft nicht mehr das ganze in ihr enthaltene Wasser speichern. Es fällt aus und schlägt sich an (kalten) Oberflächen nieder.
Beispiel: Wenn ein Kubikmeter Luft 9,4g Wasser enthält, dann liegt der Taupunkt bei 10°C.

Angenommen, wir haben unsere Raumluft auf 22°C aufgeheizt, um die “Kältestrahlung” der nicht isolierten Wände zu kompensieren. Während wir schlafen produzieren wir 50g Wasserdampf pro Stunde. Nach einer Nacht mit geschlossenem Fenster beträgt die relative Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer 70%. Der Taupunkt liegt dementsprechend bei 16,3°C. Die Schlafzimmeraußenwand kühlt in kalten Nächten auf unter 15°C ab.

Luft, die hier vorbeistreicht, kühlt unter die Taupunkttemperatur von 16,3°C ab. Das überschüssige Wasser kondensiert an der Wand und wird von der Tapete aufgenommen.

Fazit: Die Taupunkttemperatur der Raumluft darf nicht unter die Temperatur der Außenwand fallen. Abhilfe ist mit zwei Maßnahmen möglich: Entweder man erhöht die Wandtemperatur mittels Wärmedämmung, oder man reduziert die Luftfeuchtigkeit mittels kontrollierter Lüftung. Achtung: Zuviel Frischluft, z.B. durch ein gekipptes Fenster schadet auch:

Kalte Luft, die durch ein gekipptes Fenster einströmt, kült die angrenzende Wandfläche stark aus. Auf diese Weise können auch in gut gedämmten Neubauten Wandtemperaturen erreicht werden, die unter dem Taupunkt der Raumluft liegen. Die Folge: Kondensation, Schimmel.



Also auch lüften ist relativ, nicht nur einseitig, positiv!

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Die Erklärung warum das so ist, wurde schon gegeben.
Die Scheiben sind hinsichtlich Kondensation eine Art "Sollbruchstelle". Da diese i.d.R. die niedrigsten Oberflächentemperaturen im Vergleich zu anderen Außenbauteilen aufweisen.

Man könnte über Fensterfalzlüfter nachdenken, wodurch allerdings undefinierte Luftwechsel (Lüftungswärmeverluste) auftreten.
Eine andere Möglichkeit wären Heizkörperlüfter, um die Konvektion an den Scheiben zu erhöhen. Funktioniert wie die Frontscheibenlüftung im Auto.

Allerdings ersetzt Letzteres nicht das notwendige Lüften und Heizen.

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Wenn die Aussenluft die Scheiben derartig herunterkühlt, dass ein sehr großer Temperaturunterschied zwischen drinnen und draussen besteht, kondensiert sich das in der Luft enthaltene Wasser an der Scheibe (wegen des nierigeren Taupunkts).

Warme Luft kann erheblich mehr Wasser aufnehmen als kalte, die Hygrometeranzeige bezieht sich auf die höhere Raumtemperatur, ist für die "Kältebrücke" folglich nicht relevant!

Ändern könntest Du das entweder durch eine bessere Isolierung der Fenster (Doppel-/Dreifachverglasung) oder durch einen Heizkörper unterhalb der Fenster, so das die warme Luft über die Scheibenfläche streift und so die Temperatur über der Scheibe höher hält.

Ein Lüfter, der auf die Fensterfläche gerichtet wird und die wärmere Raumluft dorthin befordert, erfüllt den gleichen Zweck.

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So lange die Luftfeuchtigkeit so hoch ist in der Wohnung, wird es immer feucht werden an den Scheiben. Ausgenommen du hättest 3 fach Verglasung, dann würde das nicht passieren.

An deiner Stelle würde ich einen Luftentfeuchter kaufen. In Baumärkten gibt es welche zu kaufen Heute sind sie recht günstig. Du stellst sowas ins Bad und steckst beim Strom ein. Das eingebaute Hygromerter wird alles regulieren und abstellen wenn es genug trocken ist.

Ca. 40- 45 % sollten es schon werden um keine feuchten Fenster zu bekommen. Duschen, Kochen, Wäsche aufhängen, Bügeln mit Dampf bringt viel Feuchtigkeit ins Haus. Jetzt wo es draussen kalt ist, finde ich, ist diese Methode besser als Lüften und Heizen. Es braucht zuviel Energie und wird ungemütlich. Das bisschen Strom ist günstiger.

Du wirst staunen wieviel Wasser zusammen kommt am Anfang. Es ist nicht nur die Feuchtigkeit in der Luft, es kommt auch viel Wasser aus den Wänden. Erst wenn diese Zimmer-Wände getrocknet sind, wird es gemütlich.

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Was hat lüften mit deinem Problem zu tun?

Wie ist das mit der sogenannten relativen Luftfeuchte, und mit dem Taupunkt, der Sättigungsfeuchte?

Bekannt sein dürfte doch, je wärmer die Luft ist, um so mehr Feuchte kann sie auf nehmen. Hat warme Luft nun einen hohen Feuchtigkeitsgehalt merkt man davon zuerst mal nichts.

Erst wenn die Luft abgekühlt wird, z.B. an den Fensterflächen kommt diese an oder gar unter die Taupunkttemperatur, also taut es dort, wird es sichtbar feucht dort. Also ganz einfach, ist so wie 40 plus 60 garantiert Hundert ergibt.
Ob gelüftet wurde oder nicht ;-)

Sorge ganz einfach dafür, dass es an den sichtbar feucht werdenden Stellen nicht zur Taupunkttemperatur oder darunter kommt. Nu denk mal mit, du lüftest, lässt kalte Aussenluft mit sagen wir 6 Grad ins Haus. Da es im Haus wärmer ist, kann diese zugeführte Luft relativ viel Feuchtigkeit aufnehmen.
Ob sie dies macht ist nebensächlich, wichtiger ist, sobald diese Luft an die Taupunkttemperatur kommt, wird es automatisch feucht!

Also müsste so viel geheizt werden, dass es nirgendwo eine Taupunkttemperatur geben könnte. Oder besser isoliert werden, also die Stellen an denen es feucht wird, isolieren.

Überall dort wo es feucht wird gibt es sogenannte Kältebrücken, dort ist die Temperatur meist unter 15 Grad. Interessant ist doch, wenn es draußen vor dem Fenster einen Klappladen oder Rollladen gibt und man den schließt, verbessert sich die Temperatur am Fenster um etwa 2 bis 4 Grad, oder mehr.
Das reicht oft schon um die Taupunkttemperatur am Fenster auf mehr als 14-15 Grad zu bringen.

Man könnte innen auch eine Folie auf den Fensterrahmen kleben, somit eine Isolierschicht erzeugen.

Besorge dir mal ein Infrarorthermometer, die gibt es schon für rund 20 Euro. Messe damit mal die Temperatur an den feuchten Stellen, du wirst immer eine Temperatur nahe oder unter der Taupunkttemperatur messen.

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Wenn du mal die Fenster mit Rasierschaum einschmierst und dann 2 min. drauf lässt, dann wieder abwischt werden deine Fensterscheiben ca. 3 Tage nicht mehr beschlagen

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