Fahren die LKW Fahrer innerhalb Deutschland oft mit Navi oder ohne?

5 Antworten

Das kommt darauf an um welche Einsatzzwecke es geht.

Feste Touren werden gewöhnlich ohne Navi gefahren, im Lieferverkehr eher Mit.

Wer also feste Kunden hat, bei denen er öfters vorbeikommt, braucht kein Navi um Die zu finden und nutzt es daher auch kaum. Wer unterschiedliche Kunden hat, bei denen er noch nie war (oder schon so lange her, dass die Zufahrt völlig anders ist), nutzt gern das Navi um Die besser zu finden. Sehr oft fährt man zu Letzterem erstmal in die Gegend, hält kurz vorher an und schaut sich das auf dem Navi an wie man am Besten hinkommt (das hält ein Wenig die Denkfähigkeit fit).

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Mittlerweile sind die Navis bei neueren LKW‘s fest installiert.Das Navigationsgerät hat den Vorteil das man die Route „schneller“ fahren kann, da in der heutigen Zeit der viel gehasste Termindruck immer größer wird.Es gibt auch das

FleetBoard, das ist ein Telematiksystem mit zahlreichen Funktionen zur Verbesserung der Fahrweise und der Transportabläufe. Allein durch die Messung und Auswertung der Fahrweise soll sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu 10% reduzieren lassen.

Da auch die Bewegungsdaten und Standzeiten erfasst werden, können - hochgerechnet auf eine ganze Fahrzeugflotte - insgesamt zur Kostensenkung und Servicesteigerung beitragen.(Quelle Fahrzeit.de)

Empfangene Adressen können mit wenigen Klicks in die Navigation übernommen werden.Somit kann man sich bei der Adresse nicht mehr „vertippen“ , da die Adresse direkt an das Navigationsgerät geschickt wird.

Natürlich fahren die meistens mit Navi. Keiner kann sich ne 500km Strecke mit 20 Aus- und Auffahrten merken...

Was haben die damals ohne Navi gemacht? Zusätzlich sind heute auch festinstallierte Blitzer und teilweise mobile in der Erfassung. Ein Navi macht vieles einfacher.

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@Maggomarco

Habe meine Strecke An- und Abfahrt sowie Strassen auf ein Diktiergerät gesprochen.

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Kann man schon... und so haben es die Fahrer auch Jahrzehnte lang gemacht. Vorher mal in die Karte geschaut, nen Spickzettel mit den Autobahnnummern und Ausfahrten geschrieben und dann danach gefahren. Quer durch ganz Europa.

Das hatte nämlich den Vorteil, dass man wusste wo man rumfährt und wo man hin will. Die meisten Navi-Fetischisten haben ja nur noch das Stück bis zur nächsten Kreuzung oder Ausfahrt im Blick und wisse nicht mal in welcher Stadt sie sind

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@Highlands

Was ist so falsch an Navis? Natürlich weiß man, in welcher Stadt man gerade unterwegs ist...

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@Maggomarco

Falsch ist nichts - solange man sich nicht nur auf die Dinger verlässt. Ich war lange genug in der Transportbranche und wenn ich mal einen Fahrer angerufen habe und gefragt: "wo bist Du gerade" - dann kam als Antwort: "keine Ahnung irgendwo auf der Autobahn" dann wusste ich genau dass der nur nach Navi fährt aber keinen Plan hat, wo er rumfährt.

Es gab auch Fälle, wo einer schon 3 x beim gleichen Kunden war, aber keine Ahnung hatte wie man dort hinkommt. Die alten Fahrer die noch mit Papierkarten gearbeitet haben, waren 1 x dort und konnten nach nem halben Jahr noch sagen, wie man am besten hinkommt.

Navi ist ne tolle Erfindung - keine Frage. Ich verwende es selber gerne, wenn ich in einer fremden Stadt ne bestimmte Straße suche. Aber für die Überlandstrecken nehm ich immer noch ne normale Landkarte und nen Zettel

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Fahre auch bekannte Touren mit Navi, einfach weil man Navi mich auch vor Staus und vor allem vor Stauenden warnt.

bekannte Touren ohne, unbekannte sehr wahrscheinlich mit. Die Dinger zeigen noch mehr an.

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