Facharbeit zum Thema Studentenbewegung 68

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5 Antworten

Es gab keine homogene Studentenbewegung. Es gab die intellektuellen Flügel, die sich mit den Mißständen und der unbewältigten Vergangenheit der Elterngeneration befassten und beides vernügnftig, gründlich aber friedlich aufarbeiten wollten. Das war die Mehrheit, repräsentiert durch Leute wie Rudi Dutschke oder Benno Ohnesorge. Die haben zwar auf der Straße bißken Halligalli veranstaltet, waren aber nur laut und bunt und haben keine Prügelorgien abgezogen. Diesen Part hatte in Berlin die verbrecherische, von Stasi-Spitzeln infiltrierte Stumm-Polizei, die willigen Knechte der Jubel- und später Prügelperser, übernommen.

Dann gab's da die anderen, denen das alles nicht radikal genug gewesen war und aus denen sich in Deuschland die Rote Armee Fraktion RAF entwicklete. Auch die hatten durchaus kluge Köpfe wie Ulrike Meinhof in ihren Reihen. Diese konnten sich jedoch nicht durchsetzen und ordneten sich zu ihrem spärere Schaden solchen autoritären Psychopathen wie Andreas Bader und Gudrun Ensslin unter.

Pro: Erste Gruppe! Hat, nachdem sie das Establishment übernommen hatte, für viel Umdenken und Fortschritt gesorgt.

Contra: Zweite Gruppe, sprich RAF: Haben eine sinnlose, hemmungslos brutale Blutspur durchs Land gezogen und nichts verändert außer den Canon der freiheitlichen Grundrechte für die Bevölkerung einzuengen, weil sich der Staat eine Affinität zu immer effektiverer Überwachung entwickelte.

An alle Sturmläufer: Bevor Ihr Euch aufpumpt: Das ist meine persönliche, grundgesetzlich garantierte Ansicht und erhebt keinen Anspruch auf die letztgültige Wahrheit.

Danke für's Sternchen und eine möglichst gute Note für Deine Facharbeit. Was Du von den 68ern lernen kannst: Denk immer auch ein bißchen quer zum Mainstream - das ist es, was unsere Gesellschaft nach vorne brachte.

Dein Bajun

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das contra das mir in den sinn kommt, ist dass der staat die proteste und demos die es damals gab, zum anlass nahm, die polizei ganz enorm aufzurüsten. aus dieser zeit resultieren zum beispiel, rasterfahndung und solche scherzchen wie das gesetz, demos "anzumelden", etc.

pro, gibt es fast wie sand am meer.

Das erste, was MIR zu diesem Thema einfällt, ist die Reaktion des im letzten Jahr verstorbenen Uraltkanzlers Schmidt, als er in einem Interview zu den Studentenprotesten der 68iger befragt wurde: Er guckte richtig angewidert und brachte seine Ablehnung "dieser Leute" auch noch verbal zum Ausdruck. Ansonsten waren Dutschke& Co. das selbe "Ekelthema" wie es heute die hohe Anzahl einreisender Flüchtlinge in der Springerpresse ist.

Frag doch Deine Eltern oder GRoßeltern, die haben die Zeit doch erlebt.

wenn ich diese noch hätte würde ich es machen !!!!!

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