Evolutive Durchsetzung des pfauengefieders? Wie?

6 Antworten

Das nennt sich sexuelle Selektion. Je eindrucksvoller das Rad, desto eher hat der Träger Chancen bei den Damen. Das findet man auch bei Paradiesvögeln. Auch Löwenmähnen und Pavianärsche fallen in diese Kategorie.

Manch einer mag sich fragen: Warum in aller Welt finden Weibchen Männchen attraktiv, die ein Handicap mit sich herumtragen?

Ein Teil der Antwort darauf wurde bereits in einem anderen Post hier gegeben (siehe Uhrenmusik).

Des weiteren ist es so, dass es schon ausreichen kann, wenn sich zufällig ein paar Weibchen verstärkt für eben solche Männchen interessieren und Nachkommen mit ihnen haben. Ab dann verstärkt sich die Entwicklung in Richtung längeren Gefiedern von selbst.

Denn die Nachkommen (egal ob männl. oder weibl.) tragen nicht nur Gene für ein längeres Gefieder in sich, sondern auch Gene für die Bevorzugung von längeren Gefiedern. In der nächsten Generation werden daher wieder diejenigen großen Fortpflanzungserfolg haben, die (noch) längere Gefieder haben.

In "Der blinde Uhrmacher" von Richard Dawkins wird dies ausführlicher erklärt.

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Durch das Pfauengefieder, kommt es zu einer Vergrößerung der Körpergröße. Dazu hat der Pfau Selektionsvorteile gegenüber Pfauen die kein Gefieder haben, denn bei Imponier- und Drohverhalten, wirkt eine große Körpergröße angsteinflössend. Wenn man sich nun genau die Muster anschaut, erkennt man vlt. dass diese wie Augen ausschauen. Dadurch wirkt der Pfau noch Angsteinflössender, da viele seiner Gegner einen Angeborenen Auslösemechanismus haben und vor direkten Blickkontakt ausweichen. Somit wird er seltener von anderen Tieren angegriffen und getötet und kann seine Gene öfters weitergeben. Zu den Nachteilen, kann man nach den Kosten-Nutzen Prinzip argumentieren, denn obwohl sich für den Pfau ein paar Nachteile ergeben durch das Gefieder, übersteigen die Nutzen die Kosten.

danke! jetzt kenne ich mich aus.

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Aber er kann sich umdrehen und mit ganz vielen (Pfauen)Augen seine Verfolger in die Flucht schlagen. Spielt quasi Monster und ist erfolgreich damit.

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Könnte Rupert Sheldrakes Theorie sog. "morphogenetischer" Felder die hohe Effektivität der Evolution erklären?

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Eine denkbare Möglichkeit: Wir wissen bisher nicht, was sog. Dunkle Materie denn eigentlich ist. Wer kann ausschließen, dass sie Felder im Sinne Sheldrakes implementiert?

Mehr zu Sheldrakes Idee findet sich skizziert in Kurzaufsätzen, die sich per Google finden lassen ( https://www.google.com/search?q=sheldrake%2Bgreiter ).

Sheldrake selbst hat seine Idee in mehreren seiner Bücher beschrieben und auf gewisse Beobachtungen hingewiesen, welche darauf hindeuten könnten, dass morphogenetische Felder tatsächlich existieren. Einen besonders guten Einstieg in seine Idee stellt dar sein Buch "Der Wissenschaftswahn".

Sheldrake ist von Beruf Evolutionsbiologe und Verhaltensforscher.

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