Evangelisches Krankenhaus - was ist daran evangelisch?

10 Antworten

Diese Krankenhäuser werden evangelisch geführt . Es gibt dort Pastoren , ev. Schwstern und der gleichen . Auch haben vieleicht nicht alle , aber das , das ich kenne eine eigene Kirche auf dem Gelände . Auch sind sie gekennzeichnet durch biblische Schriften in und auserhalb . Früher wurden auch über Lautsprecher in jedes Krankenzimmer Gottesdienste , Andachten und Gebete übertragen . Heute ist das nur noch über Kopfhörer möglich ,um andere nicht zu belästigen . Finanziert werden die Krankenhäuser allerdings nicht von der Kirche , sondern genau so wie andere auch , von Steuergeldern und Versicherungsbeiträgen .

Der Unterschied zu einem katholisch geführten Krankenhaus ergibt sich in bestimmten Konfliktfällen. Muss man sich bei einer komplizierten Entbindung für das Leben der Mutter oder des Kindes entscheiden, entscheidet man sich im kath. Krankenhaus für das Kind. (Frage: Ist das immer noch so?)

Im ev. geführten Krankenhaus gibt es diese dogmatischen Vorgaben nicht.

"Evangelisch" ist am Krankenhaus der "Geist", der dort herrscht.

Der Staat fragt nach dem Subsidiaritätsprinzip die "Freien Träger", z.B. die Kirchen, ob sie an seiner Stelle ein Krankenhaus führen wollen. Wenn eine Kirche das tut, wird sie vom Staat wie ein staatliches Krankenhaus nach staatlichen Regeln, Richtlinien und Kontrollen unterhalten. Die Kirche sorgt u.a. für das Personal, das meistens motivierter ist als das staatliche.

Mir persönlich ist es lieber, von einer Nonne behandelt zu werden, die keinen Feierabend kennt, als von einer "freien" Kraft, der die Spritze aus der Hand fällt, sobald ihr Freund bei Dienstschluss die Hupe des Autos bedient.

...das ist ein sogenannter "tendenzbetrieb", in dem die arbeitnehmer,ohne der entsprechendenden religion (kath,oder ev.) anzugehören,keinen arbeitsplatz erhalten. finanziert werden diese krankenhäuser auschliesslich durch steuergelder, und krankenversicherungsbeiträge,nicht etwa,wie man vermuten müsste, durch kirchensteuer!

rubicon ist unaufrichtig: Erstens: Arbeitnehmer werden fast immer nach Eignung sowie Angebot eingestellt, in besonderen Fällen (Leitende z.B.) kann eine Mitgliedschaft in einer anerkannten Kirche (nicht nur der eigenen) erwartet werden. Regelmäßig wird allerdings die "Offenheit" für die Anliegen christlicher Kirchen erwartet. - - Zweitens: Von allen Krankenhausträgern ("kommunal", kirchlich, privatwirtschaftlich) werden neben öffentlichen Geldern immer auch Eigenbeiträge verlangt. Kirchensteuermittel fließen auch in kirchliche Krankenhäuser.

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@MonAlfredo

@monalfredo,wohnst du in spanien??..oder wo?? ..und rubicon ist nicht unaufrichtig, das muss ich richtigstellen!!!

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@rubicon66

@MonAlfredo , das ist nicht unaufrichtig , sondern richtig . Selbst zu Zeiten der DDR wurde verlangt , das Mitarbeiter in einem kirchlichen Krankenhaus auch der tragenden Kirche angehören . Und aus kirchlichen Mitteln werden nur Dinge bezahlt , die direkt etwas mit der Kirche zu tun haben . Alles andere wird von den Versicherungen , und aus Steuermitteln bezahlt . Und die Krankenhäuser , egal ob kommunal , kirchlich , oder privat , da wird kein Eigenbeitrag verlangt , sondern sie verdienen an diesen Einrichtungen .

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@norelig

....ich habe mal in einem kath krankenhaus in der edv-abteilung gearbeitet,(nur da war es für mich als ungläubigem möglich) ich weiss was was ein tendenzbetrieb ist!!! und wo das geld herkam, weiss ich auch!!

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@rubicon66

Meine Ex hat in einem ev. Krankenhaus gelernt , und arbeitet dort immer noch . Allerdings im Pflege- und Behindertenbereich , und sie musste tatsächlich , und das zu Zeiten der DDR in die ev. Kirche eintreten .

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@norelig

Ich kenne u.a. eine größere diakonische Einrichtung, evangelisch, da hat man bei der Einstellung vieler Leute nicht darauf geachtet, dass sie evangelisch sind. Hauptsache, sie konnten gut Maschine schreiben etc. Das Ergebnis war nicht gut. Man bekam die Belegschaft "nicht unter einen Hut". Zum Beruf gehört eine gewisse Berufsethik.

Übrigens sprechen seit längerer Zeit alle größeren Betriebe von ihrer "corporal identity". Ein "Betrieb" braucht das richtige "Betriebsklime". Man muss sich nur mal vorstellen, dass ein aggressiver Atheist (wie aus dem Forum GF) alle anderen christlichen Mitarbeitenden wegen ihres Glaubens attackiert. Das passt einfach nicht zusammen.

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Werden private Krankenhaeuser ausschliesslich von Privatpatienten und dem Traeger bezahlt?

Da in christlichen Krankenhaeusern alle Patienten aufgenommen werden, erwartest Du da im Ernst, dass es nur von Christen bezahlt wird?

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@riara

riara, mein freund, norelig und auch meine winzigkeit haben doch eindeutig erklärt: ALLE krankenhäuser,egal welche religion der jeweilige träger ist, werden zu 100%aus kranken-und sozialversicherungsbeitägen ALLER, sozialpflichtigen pflichtversichert- und privatversicherten,ob moslem, hindu,evangelikaler,und was es da noch alles gibt.. auch atheisten, bezahlt,zu 100%...wie das in privatkliniken ist,weiss ich nicht!!

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@rubicon66

@sonnenschnautz, was du meinst , das stimmt schon . Aber anderer seits , in der Fa , in der ich arbeite sind alles Atheisten (es ist eine recht kleine Fa.) bis auf einen Mitarbeiter , der ist Christ . Darunter leidet die Zusammenarbeit nicht im geringsten er ist genau so integriert , wie die anderen auch . Und meine Ex ist zwar Mitglied in der ev. Kirche , aber sie ist dennoch Atheist .

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