Erfahrungsberichte über den Fluggerätmechaniker?

1 Antwort

Hat jemand schon mal eine Ausbildung zum Fluggerätmechaniker absolviert

Ja, ich! Ist aber schon Jahrzehnte her und ging über die Bundeswehr (JG 71 "R" und TSLw in Kaufbeuren) und die Fa. Thyssen-Henschel in Kassel und schloss nach bestandener IHK-Prüfung mit einem Facharbeiterbrief als "Flugzeugmechaniker" ab. 

Dann Tätigkeit bei Lufthansa mit Typenschulung A300-600, A310-300, B747-200 und B747-400. Du siehst an den Mustern, dass es schon ein paar Tage her ist. 

Die Ausbildung ist ja mittlerweile durch die EU neu geregelt und durch die EASA umgesetzt worden. Infos gibt es u. a. beim LBA. 

Wie die Ausbildung jetzt im Tagesablauf ist, hängt stark vom Betrieb ab. Wartungs- und Instandhaltungsbetriebe nach JAR-145 gibt es viele und einige haben auch die Berechtigung als Ausbildungsbetrieb nach JAR-147. 

Der Lehr- und Ausbildungsplan ist ja vorgeschrieben (Grundlagen Aerodynamik, Wärmekraftmaschinen, Elektrik, Elektronik, Pneumatik, Hydraulik, Gasgesetze, Lesen von Schematics und Ablaufplänen, Dokumentation von Beanstandungen und deren Behebungen, Metall- und Kunststoffbearbeitung, Biegen von Rohrleitungen, evtl. noch Spleißen von Steuerseilen (es gibt ja nicht nur Fly-By-Wire), Messen, Luftfahrtenglisch usw.). 

Ansonsten hängt es von den Ausbildern ab, wie der Stoff vermittelt wird - und da muss auch "die Chemie stimmen", sonst macht es keinen Spaß. Bezüglich Berufsschule kann ich nichts sagen. Bei LH waren die Lehrlinge wohl in Offenbach zusammen mit den Kfz-Mechanikern oder auch Werkzeugmachern in einer Klasse. Erkundige Dich doch einfach mal bei der LTT (Lufthansa Technical Training). Fragen kostet nichts und wer fragt, der führt! 

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