Erbrecht für Kinder aus erster Ehe

6 Antworten

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Hier gibt es nur eine klare Antwort, alles was darum herum geschrieben wurde, ist überflüssig:

Ich gehe bei meiner Antwort davon aus, dass die Ehe Ihres Freundes geschieden ist.

  1. Wenn Ihr Freund ohne Testament verstirbt, werden seine Kinder die einzigen und ausschließlichen Erben. Sie - als mit ihm nicht Verheiratete erben nichts. Das heißt: Das Haus bzw. der Anteil Ihres Freundes daran geht auf die Kinder über und Sie würden Gefahr laufen, dass Sie ausziehen müssen (wenn Sie allerdings Miteigentümerin des Hauses werden, kann man Sie nicht "hinauswerfen"; es wäre aber in der Regel eine ungute Situation, wenn das Haus dann gemeinsam anteilig Ihnen und den (feindlichen ?) Kindern gehören würde.

  2. Wenn Ihr Freund Sie testamentarisch zur Erbin einsetzt, werden Sie seine Alleinerbin und erhalten somit auch sein Haus bzw. seinen Anteil daran. Allerdings hätten in diesem Fall die Kinder des Freundes Pflichtteilsansprüche gegen Sie als Erbin. Das bedeutet, dass Sie an diese Kinder je 1/4 des Nachlasswertes (einschließlich des Wertes des Hauses bzw. des Hausanteils) in Geld zu zahlen hätten. Anspruch auf einen Anteil am Haus hätten die Kinder indessen nicht.

  3. Die Lage ändert sich, wenn Sie heiraten: Sie beerben dann Ihren Ehemann zu 1/2 und die Kinder zu je 1/4 nach gesetzlicher Erbfolge. Das bedeutet: Wenn Ihr Mann Sie test. als Alleinerbin einsetzen würde, betrügen die Pflichtteile der Kinder nur je 1/8 des Nachlasswertes, also insgesamt 1/4 (statt vorher 1/2)

Auf jeden Fall müssen Sie das Haus -das kann ich vorbehaltlos schreiben- aus Ihrem künftigen Nachlass „entfernen“ entweder durch Schenkung, Austauschvertrag (Übertragung gegen Nießbrauch/Wohnungsrecht/Rückübertragungsrecht usw.) oder durch Testamentserrichtung. Letztere Lösung ist wegen des Pflichtteilsanspruchs die ungünstigere Lösung.

Die 10-Jahresfrist gilt für Schenkungen (auch Teil-Schenkungen z.B. beim Austauschvertrag) zu Lebzeiten mit der Folge, dass Schenkungen ausserhalb dieser Frist z.B. kein rechnerisches Hinzuzählen zum Pflichtteil bewirken. Bei der Schenkung innerhalb der Frist vermindert sich die Hinzuzählung um jeweils 10 Prozent pro Jahr. Ich rate dringend einen erfahrenen (also älteren !!) Notar zu befragen. Bei Beauftragung sind alle Fragen kostenneutral!! Die anderen Kosten richten sich nach dem Wert des Anwesens und der Aufträge an den Notar.

http://www.wer-weiss-was.de/Anfragen/www_de/338935/schenkung-oder-ueberschreibung-von-verschuldetem-haus.html

Auf jeden Fall müssen Sie das Haus -das kann ich vorbehaltlos schreiben- aus Ihrem künftigen Nachlass „entfernen“

Unsinn.

Selbst unterstellt, das Haus wäre überhaupt in ihrem Miteigentum: Inwiefern wären die Kinder des Ehemannes denn am Nachlass der Fragestellerin beteiligt, das derartiges zu veranlssen wäre? Eine Adoption durch die Fragestellerin vermag ich nicht zu erkennen :-(

Und unverheiratet mit dem künftigen Erblasser hätte sie keinerlei Erbansprüche, sofern nicht durch Erbvertrag bestimmt.

G imager761

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Es wäre eine Möglichkeit, das Haus nur auf Ihren Namen zu kaufen, womit Sie Alleineigentümerin sind. Dann gehört ihm zwar nichts von dem Haus, jedoch könnte man vertraglich vereinbaren, dass im Falle der Trennung oder Ihrem Tod ihm die Hälfte des Hauses zusteht. Intern müsste er natürlich regelmäßig seinen Anteil zahlen. Eine zusätzliche Absicherung für ihn könnte über Nießbrauch, Wohnrecht, Pacht oder ähnliches erfolgen.

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