Erbrecht beim Kontaktabbruch?

4 Antworten

Der Kontaktabbruch selbst ist für das Erbrecht komplett irrelevant. Er kann höchstens indirekt relevant werden, wenn der Erblasser aufgrund des Kontaktabbruchs seine letztwillige Verfügung ändert.

Gibt es Möglichkeiten, dass Eltern das „indirekt“ verhindern kann?

Nein. Eine Verpflichtung seinen gesetzlichen Erben einen möglichst fetten Nachlass zu hinterlassen gibt es nicht.

Es gibt fast Nichts, was der gesetzliche Erbe zu Lebzeiten tun kann. Man kann höchsten vom Erblasser Beschenkte auf mögliche Ergänzungspflichtteilansprüche hinweisen um die Haftung zu verschärfen.

>dass Großeltern Testament ändern werden, dass Eltern nichts kriegen werden.

der Pflichtteil steht dem Kind immer zu. 

bei dem Berliner Testament erbt der Überlebende Partner, auch da kann das Kind sein Pflichtteil fordern. 

Durch Kontaktabbruch wird keine Enterbung möglich sein, da muss schon was schwerwiegendes vorgekommen sein. 

>Gibt es Möglichkeiten, dass Eltern das „indirekt“ verhindern kann?

Die Eltern haben keinen Einfluss auf irgendetwas

Eltern gehen davon aus, dass Großeltern Testament ändern werden, dass Eltern nichts kriegen werden. Gibt es Möglichkeiten, dass Eltern das „indirekt“ verhindern kann?

Nein. In der Verfügung seines Vermögens ist jedermann lebzeitig völlig frei und schuldet niemandem Rechenschaft noch Mitrwirkung :-O

Auch scheint der Mythos unausrottbar, Kinder hätten lebzeitig einen vorgezogenen Erb- oder Pflichtteilsanspruch  - dem ist nicht so: "Erben setzt Sterben voraus", dagegen kann auch ein Anwalt rein garnichts unternehmen :-O

Tatsächlich können die Großeltern jederzeit neu testieren und die Kinder von ihrer gesetzlichen Erbfolge ausschliessen. Sogar für erbunwürdig erklären lassen oder Nacherbschaft der (ungeborenen) Enkel verfügen, um den ungeliebten Kindern nicht einen Cent zu gönnen :-)

Damit wären die Kinder auf den zu ihrem gesetzl. Erbrecht hälftigen Pflichtteilsanspruch gestellt, den sie in beiden Erbfällen (Vater/Mutter) von den Erben in Geld beanspruchen können.

Natürlich nur an dem, was von den Vermögen von Vater und Mutter nach Abzug (auch gemeinsamer) Verbindlichkieten und Kosten einer angemessenen Bestattung verbliebe. Meint: Die Großeltern können ihr Vermögen auch soweit ausgeben oder bar entnommen verschenken, dass nicht einmal ein auskehrbarer Pflichtteilsanspruch ihrer Kinder verbliebe.

G imager761


HILFE! Welche Möglichkeiten habe ich für eine Hausübertragung?

Hallo liebe gutefrage.net-Gemeinde

Ich habe ein ziemlich komplexes familiäres Problem. Im Groben geht es um eine Übertragung eines Hauses.

Meine Großeltern (89 und 90 Jahre) besitzen eine Hälfte eines Hauses (BJ 1900), von dem die andere Hälfte und das dazugehörige Grundstück meinen Eltern gehört. Vor ca. 1 Jahr sind meine Großeltern in ein Betreutes Wohnen gezogen, da meine Oma eine Alzheimer-Demenz hat und engere Betreuung benötigt. Seither steht diese Haushälfte leer und niemand kümmert sich darum. Meinem Opa geht es damit sehr schlecht, da er weiß, dass das Haus allmählich verfällt. Er sprach mich also an und wollte mir gerne die besagte Haushälfte übertragen, damit ich sie sanieren und renovieren kann und er weiß, dass sein Haus in guten Händen ist.

Nur leider geht dieses nicht so einfach, da meine Oma nicht mehr geschäftsfähig ist und weiterhin ein Testament besteht, indem mein Onkel als Erbe für das Haus eingetragen ist. Er, genauso wie der Rest der Familie, hat kein Interesse an dem Haus, da sie entweder kein Geld haben oder schon eigene Häuser besitzen.

Ich möchte mich jedoch erst um dieses Haus kümmern, wenn es 100% sicher ist, dass es Mein ist oder ich es nach dem Versterben meiner Großeltern irgendwann bekomme. Denn wie es so oft im Leben ist, hört auch in der Familie leider bei Geld und Besitztum der Spaß auf und ich hätte die Befürchtung, dass eines Tages jemand ankommt und von mir ausgezahlt werden möchte oder sich das von mir neu aufgebaute Haus unter den Nagel reißen will, womit ich meine Kindheit und viele schöne Erinnerungen an meine Großeltern verbinde. Mein Opa weiß darum und versteht dies auch.

familiäre Situation meiner Großelterrn: 3 Kinder - mein Onkel (2 Kinder) soll das Haus erben; mein Vater (nur ich) erbt nichts; meine Tante (3 Kinder) erbt Ländereien

Wir haben schon einige Möglichkeiten durchdacht: 1. Testament ändern - geht nicht wegen der Betreuung meiner Oma (gemeinsames Testament und ihr gehören 50%) 2. Grundbuch ändern - geht nicht wegen der Betreuung 3. Erbteilsübertragung von meinem Onkel an mich - ??? es sind ja beide (glücklicherweise) noch am Leben 4. Verzichtserklärungen aller Erbberechtigten in der Erbfolge meines Onkels ??? - mein Onkel sagte zu mir, er würde alles unterschreiben, da er das Haus nicht haben wolle

Da das Haus trotz allem als Lebensmittelpunkt meiner Oma gewertet wird, kann nur das Betreuungsgericht über jegliche Entscheidungen, die das Haus betreffen, entscheiden. Dies bedeutet, dass es mit immensen Kosten und einer langen Wartezeit für mich verbunden wäre und ich wahrscheinlich die Hälfte des Verkehrswertes des Hauses auf ein Sperrkonto für meine Oma bezahlen müsste.

Habt ihr irgendwelche Ideen, welche Möglichkeiten ich habe? Kann man eine Erbteilsübertragung schon vor dem Tode der Vererbenden machen? Würde der Weg über Verzichtserklärungen funktionieren?

Vielleicht hat ja jemand von Euch schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich bin über jede Hilfe und Lösungsansätze dankbar.

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gesetzliche Erbfolge 3. Ordnung mütterlicherseits und verstorbener Vater

Halbcousine ohne Testament ist verstorben. Ihre leibliche Mutter ist verstorben, erben sollte ihr Onkel, der Halbbruder der Mutter gleich mein Vater. Kein Testament! Keine Urgroßeltern, keine Großeltern, keine Eltern, keine weiteren lebende Onkel undTanten mütterlicherseits, keine leiblichen Geschwister. Problem 1: Stiefvater auch lange verstorben, hat sie nicht adoptiert, nur Namensgebung, dort existiert aber eine Stiefschwester aus erster Ehe. Problem 2: leiblicher Vater, lediglich Erzeuger 1945, ist seit 1977 verstorben, verheiratet gewesen, Ehefrau ebenfalls verstorben, keine Kinder. Geht das gesamte Erbe jetzt an ein eventuelles weiteres Kind des leiblichen Erzeugers und dessen Nachkommen oder wird das Erbe hälftig nach mütterlicher und väterlicher Linie aufgeteilt?

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Nach diesem Tag habe ich sie lange Zeit nicht besucht bis meine Großeltern mich nach Schulschluss an der Bushaltestelle gesehen haben.
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Im Traum war sie gestorben und ich war der verzweifelte.
Ich war sie an diesem Tag besuchen.
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Dazu kommt noch: meine Mutter hat einen anderen Mann seit 1. Jahr.
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154 Tage sind es genau.
Ich habe gesehen das meine Oma ihre Nummer nicht mehr hat und man sie nicht mehr erreichen kann.
Ich vermisse meine Oma am meisten aber auch meinen Opa sehr doll!
Immer wenn ich an alle 3 denken muss, muss ich weinen...😭😭😭😭😭
Wie kann ich wieder dahin gehen und sagen das ich in Kontakt bleiben möchte?
Ich kann da nicht einfach hin spazieren und sagen sorry.
Das würde selbst ich mir nicht verzeihen
ES TUT MIR WIRKLICH LEID DAS ICH SO VIEL TEXT GESCHRIEBEN HABE ABER ES MUSSTE RAUS!
Ich weiß alles ist bisschen durcheinander tut mir leid.
Vielen Dank an alle die bis hier hin gelesen haben und mir helfen möchten!😞😭

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