Erbrecht , Miterbe räumt Konto leer , Anspruch auf Geld?

10 Antworten

Tatsächlich wird der Reinnachlass als Bemessungsgrundlage für Erb- und Pflichtteilsrechte mit Wertstellung Sterbetag ermittelt.

Eine Ausnahme bilden lebzeitige Schenkungen des Kontoinhabres, die n. § 2325 BGB zur Pflichtteilsquote ergänzt werden müssten. Wie gesagt Schenkungen, nicht etwa eine vorab verfügte Entnahme, etwa in Anrechnung auf geleistete Pflege, § 2057a BGB.

Bei lebzeitigen Verfügungen gilt die Vermutung, dass die Verfügungen mit Duldung, gar Zustimmung des Kontoinhabers erfolgten. Selbst wenn der Inhaber dazu konkret nicht mehr in der Lage gewesen wäre, aber genau dafür eben Bankvollmacht erteilte.

Für die getätigten Überweisungen käme bestenfalls Untreue in Betracht wenn man beweisen könnte, dass sie im Einzelfall gegen den mutmaßlichen Willen des Kontoinhabers erfolgten.

Im Ergebnis ist dem Vortrag, der Sterbende hätte aus Dankbarkeit vor seinem Tod mit Zustimmung diese Kontenauflösungen und Verteilung verfügt, wenig entgegenzusetzen.

Zumal das entnommenen Geld ja durchaus für den Inhaber selbst oder anderweitig verwendet sein konnte - so dämlich, die Salden beleghaft auf seine Konten zu überweisen, um in nachlassschädlicher Absicht den Reinnachlasswert abzusenken und damit kein Erbe auskehren zu müssen, dürfte der Bevollmächtigte eher nicht sein.

Aber Versuch macht bekanntlich kluch: Als gesetzl. Erbe kann man nicht nur Salden, sondern Kontenaufstellungen der letzten 10 Jahre bei der Bank beantragen, um den Geldflüssen auf die Spur zu kommen :-)

Das Rechtsanwälte dir solange das Blaue vom Himmel versprechen und dich in jedes kostenträchtige Verfahren quatschen, bis sie mit dir kein Geld mehr verdienen können, dürfte hinlänglich bekannt sein.

G imager761


Also solche Sachen können schnell im Streit die familiären Beziehungen zerstören. Vielleicht triffst du dich mal mit deinen miterben und redest darüber, wenn du tatsächlich nir auf Granit beißt, solltest du dir überlegen ob du das Geld überhaupt brauchst. Es ist ja nur bedruckte Baumwolle und Mittel zum Zweck. 

Wenn du den Neid/ die Ungerechtigkeit nicht austehen kannst, richte dich an einen Anwalt o.ä., nur da läufst du wieder Gefahr am Ende nur viel Geld auszugeben und die Familie zu zerstören. 

Insgesamt liegt es also bei dir was dir wichtiger ist. Geld oder Beziehung. 

PP = persönlich Pech gehabt.
Erwerbe wird man nach dem Tode des Erblassers, jedenfalls nicht vorher.

Der bevollmächtigten Frau nachträglich Untreue nachweisen zu können wird vermutlich nicht möglich sein.

Sparbücher mit Vollmacht ( Lebensgefährte) über den Tot hinaus

Hallo liebe Community Ich bin hier ganz neu und brauche einen Rat leider ist das ganze nicht so schön.

Meine Mutter verstarb im Sept . 13 sie hat einen Lebensgefährten und zwei Söhne hinterlassen. Die Hinterlassenschaft bestand aus 3 Sparkassenbüchern. 2 der Bücher waren mit einer Vollmacht über den Tot hinaus ausgestattet Begünstigter war hier der Lebensgefährte. 1 Sparkassenbuch war ohne Vollmacht . Im März 2014 wurde ein Termin mit der Bank vereinbart um das Konto und die Bücher aufzulösen.Die Bank überreichte eine Aufstellung aus der 2x mal ein Betrag von 5.- Eur.hervorging das waren exakt die Bücher mit Vollmacht.Das andere wies ein Guthaben auf das auch dann geteilt wurde zwischen uns Brüdern

Die entwertenden Bücher habe ich mit nach Hause genommen.Als ich Zuhause die Dinge in Ruhe anschauen konnte viel mir auf, das seit dem Tot meiner Mutter hohe Beträge abgehoben wurden.Bis eben die Bücher nur noch 5,- Eur aufzeigten. Der erste hohe Betrag wurde für die Bestattungskosten verwendet,dies ist auch völlig I.O. Doch auch nach Ausstellung des Erbscheines wurde das zweite Buch vom Lebensgefährten leer gemacht . Leider habe ich aus Unwissenheit hier nicht die Vollmacht Wiederrufen und somit konnte der Lebensgefährte darauf zugreifen.Ich habe erst am Tag bei der Bank von den 2 Sparbüchern erfahren,da alle Auszüge zwar an die Erben geschickt wurden aber an die Adresse meiner verstorbenen Mutter.Der Lebensgefährte hat diese nicht weitergegeben.

Ein Testament ist nicht vorhanden.

Nun meine Frage kann ich unter Verrechnung der Bestattungskosten, den ca.über 9000 Eur.verbliebenen Betrag vom Lebensgefährten zurückfordern ? Steht im das Geld zu ?

Was müsste ich tun ?

Vielen Dank für Eure Hilfe

Gruß Woni66

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Onlineüberweisung nach Tod des Vaters

Hallo,

mein Vater ist vor 2 Tagen im Krankenhaus gestorben und er hat wohl mehrere Konten bei verschiedenen Banken. Die Mutter ist schon vor einigen Jahren gestorben. Meine Schwester die im selben Haus wohnt hat nun anscheinend per Online Überweisung von eines der Konten Geld auf ihr Konto überwiesen. Soweit ich weiss hat man Vater ihr aber keine Vollmacht über die Konten erteilt, sie kannte nur PIN/TAN Nr.. Da ich weiter weg wohne hatte ich auch nicht so oft Kontakt zu meinem Vater und weiss nicht bei welchen Kreditinstituten er Konten bzw. Depots hatte. Eine Zugangsmöglichkeit zu seiner Wohnung habe ich z.Zt. nicht!

  • Warum war dies möglich? Ich dachte die Konten werden im Todesfall gesperrt.
  • Wie bekomme ich eine Übersicht aller Konten meines Vaters und deren Kontostände zum Zeitpunkt seines Todes (ich weiss nur er hatte mehrere Konten bei verschiedenen Kreditinstituten, weiss aber nicht wo)?
  • Was passiert mit dem Geld das sich meine Schwester nach dem Tod vom Konto des Vaters überwiesen hat?
  • Wie bekomme ich heraus wo er überall evtl. Sterbegeld-/Lebensversicherungen hatte? Zugriff auf evtl. Unterlagen habe ich momentan nicht. Gibt es sowas wie eine zentrale Auskuntsstelle der Versicherer?

Ich weiss das sind viele Fragen, bin z.Zt. etwas überfordert und habe etwas bedenken das meine Schwester mich übers Ohr haut.

Danke schonmal im voraus, Linda

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Ausgezahlter Pflichtteil. Reicht eine selber geschriebene und unterschriebene Bestätigung?

Ein Bekannter von mir ist Alleinerbe von einen Haus mit Grundstück und einigen Euros auf den Konto des Verstorbenen.Er hat 6 Geschwister.Es wurde alles geregelt wer was zu bekommen hat und alle waren damit einverstanden. Nun hat er als Sicherheit jeden seiner Geschwister ein Schreiben zugesand in dem die vereinbarte Auszahlungssumme angegeben ist.Damit das Geld auf die Konten der Geschwister eingezahlt werden kann,verlangte er die Kontonummer und Unterschrift.In dem Text stand Sinngemäß: Das mit Zahlung der Summe x auf das Konto x alle Pflichtteils-und Pflichtteilsergänzungsansprüche des verstorbenen x, abgegolten und erledigt sind. Vier der Geschwister haben die Bestätigung ausgefüllt und ihm zurückgeschickt.Daruf hin überwies er sofort das Geld auf die Konten der 4 Geschwister.Die anderen zwei Geschwister haben die Bestätigung nicht zurück geschickt,weil sie mißtrauisch sind was die Summe angeht.Hin und her,er solte alles belegen was er auch tat.Im Nachhinein stellte er fest das ihm ein Fehler unterlaufen ist und es stellte sich heraus das es ein paar Euro mehr sein müßten die die Geschwister bekommen hätten müssen. Nun die Frage: Ist diese selbst formulierte und von den 4 Geschwistern unterschriebene Bestätigung rechtsgültig? Oder können die 4 Geschwister das Geld was durch einen Fehler zu wenig angegeben wurde, auch noch verlangen?

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