Erbe bei Menschen mit Behinderungen?

8 Antworten

Wenn ein Behinderter über Vermögen verfügt, muß er es für seinen Lebensunterhalt einsetzen, genau wie jeder Nichtbehinderte. Es gibt ein Schonvermögen, über das er zusammen mit seinem Betruer verfügen kann. Es ist vollkommen richtig, dass der Staat nur nachrangig zahlt. Es sind schließlich Steuergelder, die die Betreuung des Behinderten gewährleisten. Ist er vermögend, braucht er den Staat nicht.

Ich verstehe die Erbeinsetzung nicht so ganz: Sind die Kinder der Großeltern also eure Eltern als vorrangige gesetzliche Erben verstorben? Die Enkel (Schwester, Bruder und Du) testamentarisch als Erben eingesetzt?

Davon unbeschadet kann man selbstverständlich auch geistig Behinderte als Erben einsetzen. Traut man dem Betreuer deines Bruders nicht, dass er das Geld ordnungsgemäß verwaltet und für den Betreuten ausgibt, können Oma und Opa ja einen Testamentsvollstrecker einsetzen, der das überwacht und Rechenschaft schuldet.

G imager761

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Wieso sollen die Großeltern ihre Enkel im Testament nicht auch bedenken? Das heißt doch nicht, dass die Eltern, also die Kinder der Großeltern schon tot sind. Ansonsten können die Eltern auch enterbt worden sein und die Enkel wurden an deren Stelle eingesetzt. Dann kriegen die Eltern nur den Pflichtteil (wobei "nur" natürlich auch sehr viel sein kann).

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Wieso bist du der Meinung, dass der Staat das ganze Erbe kassiert? Dein behinderter Bruder wird doch einen Betreuer haben, sofern die Betreuung nicht bei deinen Eltern liegt, oder?

Angenommen er hat einen Betreuer. Dann muss dieser auch das Geld verwalten und wenn du Sorge hast, da könnte etwas nicht richtig ablaufen, kannst du dich beim Gericht mit den nötigen Beweisen über den Betreuer beschweren.

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