Epilepsie/Sturzanfälle

...komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Das schlimme an diesen Anfällen ist ja,daß sie ohne Vorzeichen auftreten.Sonst könnte man sich ja schnell noch hinlegen um einen Sturz zu vermeiden.Läßt du dir regelmäßig ein EEG schreiben.Vielleicht ist die Dosierung deiner Medikation nicht mehr ausreichend.Es gibt ja auch die Form des "grande mal" bei Epilepsie ,da wäre eine Operation unumgänglich.Mein sogenannten"petit mal" läßt sich dein Problem eigentlich medikamentös ganz gut in den Griff bekommen.Vielleicht war diese Erklärung ein wenig hilfreich für dich,gute Besserung und viele anfallfreie Tage wünsch ich dir

maulwuff 16.04.2011, 03:47

Ja, es ist schon wahr: das eigentlich Miese an den Anfällen ist die "Tücke", mit der sie einen treffen, so dass einem keine Gelegenheit bleibt, sich wenigstens im letzten Augenblick noch nennenswert zu schützen. Ich nehme zum Beispiel schon seit zig Jahren kein Bad mehr, weil ich überhaupt nicht versessen darauf bin, in meinem eigenen Badewasser "abzusaufen", was ja schon genügend Menschen mit Problemen dieser Art widerfahren ist. Da bleibt leider nur das weniger entspannende Duschen...

0
maulwuff 16.04.2011, 04:00
@maulwuff

Die Auswahl einer hilfreichsten Antwort ist mir diesmal übrigens schwerer denn je gefallen. Dieses Prädikat hätten eigentlich in diesem Fall mehrere von euch ernsthaft um Hilfe und moralische Unterstützung Bemühten verdient - und ich gebe offen zu, diesmal gewissermaßen nach dem Zufallsprinzip entschieden zu haben. Vielen Dank daher euch allen!

0

Lieber Maulwuff, ich habe jetzt erst Deinen Beitrag gelesen und möchte Dir ein paar Zeilen dazu schreiben, denn mein Sohn lebt mit einer therapieresistenten Epilepsie, wenngleich er heute vor allem mit tonischen Anfällen, Myoklonien und Absencen im Status zu kämpfen hat. Dementsprechend sind seine Antikonvulsiva andere als Deine, wenngleich ich von Carbamazepin immerhin gehört hatte. Ich habe nun gerade mal ein wenig recherchiert und dabei ist mir folgendes ungut aufgefallen : (hier die Lesequelle) http://de.wikipedia.org/wiki/Carbamazepin

Was mir da ehrlich gesagt überhaupt nicht gefällt ist die verlangsamte Resorbtion und ebenso die schlechte Haltwertzeit...Ich würde auf jeden Fall dazu raten, daß Du so lang als nötig mit Deinem Arzt sprichst, und hier möglichst bals Veränderung zu erreichen, denn Sturzanfälle in dieser Schwere sollten unter Carbamazepin nicht vorkommen....Darf ich fragen, was Du im weiteren an Medis einnimmst ? Denn oft ist es ja auch die Kombination der Substanzen, und da kann es zu den heftigsten Nebenwirkungen kommen, auch wenn diese noch nicht beschrieben sein sollten - aber jeder Mensch ist halt nun mal ein Individuum. Hast Du einen Helm, der Dich schützt ? Und hast Du einen Pieper um ja hoffentlich noch draufdrücken zu können...? Oder weiß zumindest wer im Haus um Deine Situation, und schaut hin und wieder bei Dir vorbei ? In jedem Fall, lieber Maulwuff, bearbeite Deinen Arzt bis es zu deutlichen Verbesserungen kommt...ich habe damit leider auch erst zu spät begonnen, und mein Sohn hat auf diese Weise sein Augenlicht verloren...wenngleich ja eben jene Ärzte um dieses Risiko hätten wissen müssen, aber die waren damals der klaren Ansicht, daß mein Kind eh nicht viel älter als ein halbes Jahr werden würde...das Kerlchen sieht das aber anders, und wurde im Februar stolze 13 Jahre alt. Ganz arg liebe Grüsse + ein symbolisches Kraft-u. Durchhaltepäckchen ! Maerkatze

maulwuff 21.07.2011, 00:02

Maerzkatze, du bist einfach eine gute Seele. Was du über deinen Sohn mitteilst, schockiert mich allerdings, und obwohl ich als Patient eher dazu neige, Ärzten zunächst voller Vertrauen zu begegnen, weiß ich doch inzwischen, daß es leider auch einige unter ihnen gibt, deren unfassbare Laxheit und Tendenz zu nur oberflächlicher Diagnostik immer wieder zu schwerem menschlichem Unglück führt. Manche Dinge sind wirklich oft nur noch zum Heulen. LG, Wuff

0
Maerzkatze 21.07.2011, 17:05
@maulwuff

Ja - nur mit dem Heulen kommt man generell nicht weiter. Was mich inzwischen traurigerweise schon keine Tränen mehr kostet ist der Umstand, wie harsch da entschieden wird - dieser da bekommt Hilfe und zwar jedweder Art, und dieser da, ach das ist doch nur...Mir macht das Angst, Maulwuff, denn das ist Willkür und hin und wieder geht es m.E. sogar in den Bereich, daß manche scheins vergessen haben wer Gott ist und auf was sie einst sogar einen Eid ablegten.

0

Hallo Maulwuff.Dein Medikament ist schon das richtige.Ansonsten kann ich dir leider nicht helfen.Aber gehe doch mal in das Forum.epilepsie_netz.de.Ich glaube das du dort Hillfe findest..Sei bitte in der nächsten Zeit nicht alleine so das dir jemand helfen kann.Ich habe mich über dein Medikament informiert,hast du schon eimal die Nebenwirkungen gelesen.Es kann alles mögliche bewirken.Ich hoffe das es dir bald wieder besser geht.MG Freya10

maulwuff 15.04.2011, 00:16

Liebe Freya, deine Antwort ist zwar auch nicht unbedingt ermutigend, aber wenigstens gibst du's auch selber zu... Tja, ich werd mich wohl letztendlich, wie eh und je in den vergangenen 20 Jahren, selber nach Hilfe umschauen müssen. Trotzdem danke ich dir und der handvoll lieber Menschen, die außer dir so reizend waren, auf meinen kleinen Hilferuf etwas zu erwidern.

0
Freya10 15.04.2011, 00:29
@maulwuff

Ich werde mich weiter umsehen und wenn ich etwas weiß,werde ich dir antworten.LG Freya10

0

Ich würde Dir raten, noc hmal eine andere Klinik als Bonn auszuprobieren.

Du schreibst leider nichts darüber, welche Art von Anfällen du sonst hast und wie häufig Deine Anfälle sonst sind, daher ist es schwierig dazu etwas zu sagen. Aber wenn es eine Verschlechterung der Anfallssituation ist, davon gehe ich mal aus, weil Du sonst nicht posten würdest, dann solltest Du unbedingt Deinen Arzt anrufen.

Eventuell musst Du auf ein neues Medikament eingestellt werden, da gibt es mittlerweile eine ganze Reihe guter neuer Medikamente, nicht nur Keppra. Aber das solltest Du in einer Epilepsie-Ambulanz oder einem Epilepsie-Zentrum machen lassen, eine Feld-Wald und Wiesenklinik ist damit überfordert. Adressen findest Du unter www.dgfe.info

maulwuff 16.04.2011, 03:54

Wohin genau ich mich begeben werde, weiß ich jetzt einfach noch nicht. Aber ich habe zumindest fest beschlossen, im Verlauf der kommenden Woche ärztlichen Rat einzuholen und mich - obwohl ich Klinikaufenthalte so unendlich deprimierend finde - wohl auf jeden Fall in ein Krankenhaus einweisen zu lassen...

0
epieltern 17.04.2011, 11:50
@maulwuff

Auch wenn es schon gesagt wurde: Ich würde mich um einen Platz in Bethel bemühen. Gute Adressen sind auch Kehl-Kork, Erlangen, .... Das kommt auch darauf an, wo Du wohnst.

Du kannst Dir aber auch erst mal einen Epileptologen in Deiner Nähe suchen, der niedergelassen ist. Auf der Website, die ich Dir schon genannt habe unter SPP zu finden oder über das Informationszentrum Epilepsie: www.izepilepsie.de. Am besten dort anrufen, die Adressen sind nicht alle auf der Homepage.

0

Warst Du schon mal in einer Klinik? In Deiner Stadt gibt es eine Uniklinik sicher auch für Deine Krankheit. (Bei uns gibt es eine ambulante Sprechstunde für Notfälle in der Klinik) Lass Dich mit dem Taxi dort hinbringen.

Eine andere Möglichkeit wäre, dass Dein Arzt Dir eine sofortige Überweisung in die Klinik gibt, denn 3 schwere Anfälle innerhalb von 8 Tagen ist extrem und muss untersucht werden bzw. die Medikamente müssen neu eingestellt werden.

Hast Du jemanden, der sich um Dich kümmert?

maulwuff 15.04.2011, 00:38

Liebe Antica! Bitte entschuldige, dass mein Kommentar zu deiner lieben Antwort so spät kommt - aber es ist wirklich so, dass ich hier in meiner Wohnung auf dem Fußboden herumliege, weißt du - und ich habe derzeit auch keinen PC zu Verfügung, sondern bin per Smartphone im Web unterwegs. - Nein, jemand, der sich um mich kümmert, habe ich nicht mehr, dass habe ich mir selbst verbaut. Jemand, der ständig um mich herumhuschelt und darauf Acht gibt, ob ich auch brav meine Söckchen hochgezogen habe - weißt du, trotz aller Angst, dass wäre etwas, wodurch ich mich erniedrigt fühlen würde.

0

Auf jeden Fall mit dem Arzt sprechen!!! Eine Kopfschutzkappe möchtest Du mit Sicherheit nicht tragen :(

Die Stürze... Waren die aufgrund versteifung von den Beinen, aufgrund von Spannungsverlust oder war Dir einfach schwindelig???

Schwindel etc. kann z. B. Durch Carbamazepin ausgelöst werden...

maulwuff 15.04.2011, 00:04

bin einfach umgekippt, wo ich grade stand oder ging - ganz ohne warnende Vorzeichen, wie Schwindelgefühl etc. - genau das ist ja das Hundsgemeine, was mir so eine Furcht einflößt.

0

Hallo,

hier solltest du eigentlich hilfreiche antworten auf deine fragen  bekommen, da diese seite und das forum von einen guten neurologen der sich auf epilepsie spezialisiert gegründet worden ist:       http://www.epilepsie-netz.de/

 

Notarzt kommen lassen und Anfall provozieren oder ihm die Wahrheit berichten. Ab in die neurologische Abteilung und Kopf checken lassen (Hirntumor?) Wenn alles soweit doch okay - umstellen von Carbamazepin auf Keppra - dann ist auch die Müdigkeit weg!!!

maulwuff 14.04.2011, 23:59

Keppra? Was ist denn das? Davon habe ich bisher noch nie etwas gehört...

0

Ich würde dir zu einer stationären Neu-Einstellung raten. Carbamazepin scheint ja nicht zu wirken..also gehört das umgestellt. es gibt viele andere und wirksame Antiepileptika. Das EEG gehört in kürzeren Abständen kontrolliert.

maulwuff 15.04.2011, 00:55

eigentlich ist dein Rat ja von Grund auf schlüssig und vernünftig. Aber mein Problem ist die bizzarre Gesellschaft, in die man in den meisten neurologischen Kliniken gerät: du hast da oft über eine Strecke von mehreren Wochen mit wirklichen Psychopathen zu tun, mit denen du unter Umständen sogar das Zimmer teilst. Ich hab das hier in Bonn einmal 4 Wochen lang mitgemacht - und ich möchte sowas wirklich nie wieder von Neuem erleben...

0

Bitte zum Neurologen und Antiepilektiker verlangen, sowie EEG's machen.

Was möchtest Du wissen?