Emilia Galotti - Prinz sagt „Hier ist, was ich diesen Morgen erbrochen.“?

4 Antworten

Nein, "erbrochen" ist hier kein Synonym für "gekotzt". Die Bittschriften waren versiegel und beim Öffnen der Siegel spricht man von "(er)brechen".

Ups, das wusste ich nicht. Das war ja ziemlich dumm von mir, danke sehr!

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@loveislove004

Sich irren hat nichts mit Dummheit zu tun. Das überholte Deutsch ist ja auch nicht immer auf Anhieb zu verstehen.

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"Erbrochen" ist eine etwas altertuemliche Formulierung fuer "geoeffnet", und kam daher, dass die meistens Schreiben damals versiegelt waren, - und diese Siegel musste man halt aufbrechen. - Deshalb sagt das rein gar nichts aus ueber sein Interesse an Staatsangelegenheiten!

Woher ich das weiß:Recherche

Das wäre zu viel hineininterpretiert würde ich sagen. Das erbrochen kommt vom Aufbrechen des Siegels, mit dem Briefe damals immer verschlossen wurden.

Nein. Mit der heutigen eher unerfreulichen Bedeutung hat das nichts zu tun, denn damals wurden Briefe mit Siegellack verschlossen und der musste tatsächlich zerbrochen werden, was zu dem Verb "erbrechen" führte.

Woher ich das weiß:Beruf – ehem. Lehrer für Deutsch, Mathematik, Kunst, Sachkunde

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