Einen Psychologen suchen wegen Sozialer Phobie?

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6 Antworten

Soziale Phobie ist eine psychische Erkrankung. Eine Psychotherapie ist ein richtiger Weg dies anzugehen. Eine Psychotherapie wird in diesem Fällen, sofern weitere Kriterien erfüllt sind (das erklärt ein Psychotherapeut in den ersten Stunden), von der Kasse bezahlt.

Dass deine Psychologin(???) (ich vermute Kinder- u. Jugendlchentherapeutin) dazu "nichts sagen" konnte, überrascht mich sehr.

Soziale Phobie ist eine recht häufige Angststörung. Jeder approbierte Psychotherapeut kann dir da auch ein Angebot machen. Ob es für dich passend ist, musst du dann selbst entscheiden. 

Verhaltenstherapie geht sehr von der Symptomatik aus und wird meist zunächst mit Konfrontationstherapie arbeiten. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie betrachtet die Angst im Kontext von Beziehungen.

Beide Verfahren können auch als Gruppentherapien erfolgen. 

Bei alle Ansätzen geht es aber zunächst darum, dass du Vermeidungsverhalten unterbindest (d.h. z.B. auch, dass dein Vater dir nicht mehr hilft) und dass du die Bereitschaft mitbringst, dich der Angst auszusetzen. Ansonsten wird eine Psychotherapie, egal bei wem, keine Möglichkeit darstellen.

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Ich bin selbst Betroffen, auch wenn ich mittlerweile die Phobie recht gut im Griff habe statt dass sie mich im Griff hat. Lächerlich kommt das nie rüber, das sind Fachleute und die wissen um Deinen Leidensdruck. Achte nur drauf dass Du ehrlich erzählst wie sehr Du leidest, auch wenn es Dir peinlich erscheint. Wenn Du Dich stärker präsentierst als Du bist nur um einen "guten Eindruck" zu machen kann Dir niemand helfen, denn niemand wird hellsehen können wie es Dir wirklich geht.

Suche Dir eine Verhaltenstherapie. Das beinhaltet natürlich auch Übungen, in denen Du Dich Deinen Ängsten stellen werden musst. Oder Rollenspiele vor laufender Kamera und anschliessender Analyse. Und so schlimm das alles klingen mag, das ist es nicht. Dir passiert nichts. Es gibt nur keinen anderen Weg die Angst nach und nach loszuwerden außer festzustellen, dass die gemiedenen Situationen keine Gefahr bergen, und man sie ergo nicht meiden muss.

Ich wünsche Dir alles Gute, und denk immer daran, dass kein Arzt oder Therapeut Dir was Böses will. Die haben täglich damit zu tun. Die verstehen wenn Du mal nicht ans Telefon gehst, oder nen Termin verpasst ohne abzusagen. Wichtig ist dass Du am Ball bleibst und nicht aufgrund solcher Dinge dann komplett aufhörst weil Du Dich schämst. Das musst Du nämlich nicht.

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Zu Beginn hatte ich auch "nur" eine soziale Phobie. Natürlich ist das ein Grund du leidest darunter und das ist der Punkt. Ich hab gehört,dass eine Verhaltenstherapie bei sozialer Phobie hilft. Ruf an,du wirst definitiv nicht abgelehnt.

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Ich selbst leide nicht an der Phobie, aber eine "Bekannte". Du bekommst auf jeden Fall Termine und es ist davon auszugehen, dass Du bestimmte Präparate einnehmen darfst, wobei das von Fall zu Fall unterschiedlich sein kann.
Gute Besserung

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Kommentar von Wiesel1978
23.08.2016, 23:41

Wieso schreibst Du mir diese Antwort, kathiawendel???

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Selbstverständlich reicht das aus. So, wie Du Deinen Fall schilderst, halte ich sogar einen Klinikaufenthalt für angebracht. Daran ist überhaupt nichts lächerlich. Es gibt viele Menschen, die unter sozialen Ängsten leiden. Das muss man behandeln. Oder willst Du nur noch in Begleitung aus dem Haus? Lass Dir vom Hausarzt eine Überweisung schreiben.


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Geh einfach zum Psychologen deiner Wahl und schildere ihm deine Probleme, aber erwähne am besten nicht, dass du dir deine Phobie selbst diagnostiziert hast oder davon ausgehst, daran zu leiden (auch wenn dein Verhalten natürlich darauf hindeutet.)

Du kannst erstmal fünf Probatoriktermine machen. Die kosten nichts und in dieser Zeit kann ein guter Psychologe auch feststellen, ob dein Verhalten wirklich einer Therapie bedarf und wenn ja, auf welche Weise diese dann durchgeführt werden kann bzw. sollte.

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Kommentar von Andreas Starke
09.01.2017, 06:00

Warum soll sie die Selbstdiagnose nicht erwähnen? Das ist doch Unsinn! Die Psychotherapeutin braucht alle Information, die ihr helfen, die Störung zu verstehen. Dazu gehört, was die Pat. zur Störung meint und wie sie zu dieser Meinung gekommen ist. Therapeuten (Psychth., Ärzte, Physioth., Ergoth., Logopäden) wissen, dass sich viele Pat. im Internet schlau machen. Das kann sich in der Therapie als nützlich oder schädlich herausstellen. Aber darüber gesprochen werden muss / kann / sollte auf jeden Fall.

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