Eine Frage zur Rente. Eine Mutter war 35 Jahre verheiratet und Hausfrau. Mit 54 war die Scheidung. Das Haus und entsprechende Rentenpunkte hat sie bekommen?

6 Antworten

Es werden die Entgeltpunkte geteilt, die in der Ehezeit erwirtschaftet werden.

Sind beide Partner bereits Rentner erwirtschaften sie im besten Falle noch Zeiten durch die Zurechnungszeit. Wenn der Ehemann bereits in Altersrente ist, muss die Frau Entgeltpunkte abgeben, da sie noch im Bereich der Zurechnungszeit liegt. 

Somit würde sich die Rente eher verschlechtern. Mieteinnahmen sind im Rentenrecht völlig unerheblich und müssen über das Familiengericht mit Unterhalt abgegolten werden. Hier ist es aber wichtig, ob ein Ehevertrag besteht, oder ob die Mieteinnahmen bereits vor der Ehe bestanden.

Dann steht der Frau auch von den Mieteinnahmen nichts zu!!

Zurechnungszeiten kann es nur bei Bezug einer Erwerbsminderungsrente geben. Aber selbst dann: Zurechnungszeiten bleiben bei einem Vesorgungsausgleich immer unbeachtet und werden nicht mit eingerechnet.

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@InderRuhe

Die Mutter ist 57. Daher kommt nur eine EM Rente in Frage! Und während einer Zurechnungszeit erwirbt man Entgeltpunkte, somit werden auch diese mit in einen VAG gerechnet!

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@turnmami

In der Frage steht aber, dass sie stets Hausfrau war. Demnach kann sie keinen Anspruch auf EM-Rente erworben haben.

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@InderRuhe

Auch bei einer Hinterbliebenenrente kommt eine Zurechnungszeit zum Tragen, wenn die sonstigen Voraussetzungen dafür gegeben sind.

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Hallo,

auf Mieteinnahmen wurden in der Vergangenheit keine rentenversicherungsrechtlichen Beiträge fällig, auch nicht für die Zukunft, insofern gab es auch keine Entgeltpunkte.

Die Scheidungsfolgevereinbarung sollte Eigentumsverhältnisse und Erlöse berücksichtigt haben.

beste Grüße

Dickie59

Eine erneute Ehe bringt ihr natürlich KEINE weiteren Rentenpunkte. Der neue Ehemann wäre dann zu ihrem Lebensunterhalt verpflichtet.

An ihrem bisherigen Rentenanspruch ändert sich dadurch nichts. Die Rente wird dann natürlich erst zum regulären Termin fällig.

ok, was ist aber mit den vielen Mieteinnahmen? Bei Scheidung oder Tod? Würde die Frau davon auch etwas abbekommen? Kinder gibt es auf beiden Seiten genug.

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@Schneeburg82

Das wäre dann Gegenstand eines Ehevertrages.  Der wäre in diesem Fall auch zu empfehlen, um Streitigkeiten von vorne herein zu verhindern.

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@Schneeburg82

Im Regelfall gilt bei Eheschließung die Zugewinngemeinschaft. D.h. die Immobilien bleiben bei einer Scheidung in seinem Besitz, da er sie schon vor der Ehe hatte. Stirbt er während der Ehe, werden die Immobilien auf die gesetzlichen Erben aufgeteilt, außer er verfügt in einem Testament etwas anderes. In jedem Fall bleibt der Mutter ein Pflichtteil, den die Erben ihr ggf. auszahlen müssten.

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