Eigentumswohnung: Wie weit kann ein Hausverbot reichen?

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11 Antworten

Die Verfügungsgewalt des einen Miteigentümers reicht nicht so weit, dass er gegen den Willen anderer Miteigentümer für Räumlichkeiten des Gemeinschaftseigentums ein Hausverbot aussprechen kann. Insofern wäre das ausgesprochene Hausverbot unwirksam, soweit es das Treppenhaus betrifft. Ein Verstoß gegen das insofern unwirksame Verbot stellt grundsätzlich keine Straftat dar.

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Das ist ein Strittiger Punkt. Aber der Vermieter hat nicht das Recht, den Besucher einer Mietpartei den Zugang zur Wohnung zu verwehren.

Sobald ein Mieter den Besuch der Person wünscht, kann er den Besuch empfangen.

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Kommentar von RubberDuck1972
04.05.2016, 02:21

Es geht in dem fiktiven Fall nicht um Vermieter.

Stell´ dir vor, dass in dem Haus mit zwanzig Wohnungen kein einziger Mieter, sondern nur Eigentümer wohnen.

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Hallo RubberDuck1972,

wir haben z.B. als Eigentümergemeinschaft von einem Haus, zwei Besitzer, ein eingetragenes Wegerecht durch das Grundstück des Zweibesitzers, damit wir zu unserem Grundstück gehen können.

Du müsstest dich mal erkundigen, ob es solche Wegerechte für die Gemeinschaftsflächen, wie das Treppenhaus, Keller, Speicher, usw. gibt.

Liebe Grüße

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Kommentar von marcussummer
03.05.2016, 16:50

Das "Wegerecht" ergibt sich schon aus dem Miteigentum an den Gemeinschaftsflächen. Und umfasst auch die Personen, denen ein anderer Miteigentümer Zutritt gewährt.

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Kommentar von schleudermaxe
05.05.2016, 14:13

Bist Du sicher, eine WEG in einem Haus?

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Mietrecht das ist schon eine Weile her....... Ich weiß nicht das nicht mehr ganz genau. Falls es falsch ist bitte Daumen nach unten geben. Damit man die Antwort nicht mehr so leicht liest und glauben könnte.

Der Wohnungseigentümer kann mit  den im Sondereigentum stehenden Gebäudeteilen nach Belieben verfahren. Also kann der Eigentümer ihm Hausverbot erteilen. Dies gilt aber nicht für das andere Haus. Wenn der andere Hauseigentümer diesen Besuch erwünscht, darf der Gast auch das Grundstück betreten, um in das Haus zu gelangen. 

( §13 WEG )

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Kommentar von RubberDuck1972
04.05.2016, 02:33

Es geht in dem fiktiven Fall nicht um ein anderes Haus, sondern um Wohnungs-Eigentümer in ein und demselben Haus.

Stell dir ein Haus mit zwanzig Wohnungen vor. Es gibt keine Mieter. Es gibt zwanzig Wohnungs-Eigentümer, die im Grundbuch eingetragen sind.

Einer von den Eigentümern spricht einer Person, die nicht in dem Haus wohnt, Hausverbot aus.

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Eine Miteigentümer kann Rechte für sich in Anspruch nehmen, soweit durch deren Ausübung die Rechte anderer Miteigentümer nicht unangemessen beeinträchtigt werden.

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Der Eigentümer kann empfangen wen er will. Ist der Besuch in der Wohnnung wird das schwierig mit dem Hausverbot

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Kommentar von RubberDuck1972
04.05.2016, 02:22

Und wie kommt der Besuch in die Wohnung? - Beamen ist derzeit noch Science Fiction. :)

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Wenn die Eigentumsgemeinschaft (gesamten Eigentümer mittels Beschluss mit einfacher Mehrheit ) ein Hausverbot aussprechen, dann ist es Hausfriedensbruch. Auch wenn er von einem einzelnen dort willkommen wäre

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Ein einzelner Eigentümer kann nur ein Verbot für die Räumlichkeiten aussprechen, die in seinem alleinigen Besitz sind, also Wohnung und eventuelle Nebenräume. Ein generelles Verbot ist Sache der Eigentümergemeinschaft.

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Kommentar von Xipolis
03.05.2016, 17:51

Nein, er kann ein totales Verbot aussprechen, solange nicht andere Miteigentümer ausdrücklich den Besuch erwünschen.

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Wenn begründetes Hausverbot vom Miteigentümer erteilt wurde, sollte sich dieser Besucher daran halten, und ein Treffen woanders arrangieren mit der befreundeten Partei.

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Kommentar von Xipolis
03.05.2016, 17:51

Ist nicht korrekt, denn wenn der Miteigentümer genau diesen Besuch ausdrücklich erwünscht, dann darf der Besuch Grundstück und Treppenhaus betreten um zur entsprechenden Wohnung zu gelangen.

Wie sollte der Besuch den sonst bsp. an Geburtstagsfeiern teilnehmen?

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Das kann ein einzelner Wohnungseigentümer einem fremden Besucher einer anderen Wohnung, niemandem aussprechen...

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Ein Eigentümer kann kein Hausverbot erteilen, denn ihm gehört das Haus doch gar nicht. Alles eigentlich ganz einfach.

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Kommentar von schleudermaxe
05.05.2016, 22:17

Danke für die Daumen!!!

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