Eigenes Festival veranstalten?

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10 Antworten

Also. Erst einmal schließe ich mich McSaege an. Ohne Anmeldung könnt ihr das vergessen, ja ihr macht euch gar strafbar (ich bin kein jurist!)

Also bei 100 Leuten... Wäre das kein Festival sondern ne Party. 

Also von oben nach unten: 500 qm sind viel  zu wenig. 500:100=5. Also 5 qm pro Person sind zu wenig. Zumindest wenn es nicht chaotisch werden soll. Denkt auch an die Stromversorgung (und die kosten dafür)

Dann: Ich weis ja nicht was ihr vor habt aber wenn ihr mit 150 Euro auskommt dann werdet ihr mit Sicherheit mal bei tomorrowland als planer eingeladen.

Ich hätte trotz der geringen Personenanzahl trotzdem schon ein kleines arry system genommen. Dann kommt Stage hinzu (Bühnenpodeste und Traversensystem), welche von Profis gebaut werden müssten, da die auch durch den Tüv müssten. 
Dazu kommt noch Lich, und ein Dazugehöriges Pult inklusive jemanden der das bedient. (Lohn)

Mit dem eintritt müsst ihr gucken wie das gehandhabt wird. Verlangen könnt ihr schon, allerdings müsstet ihr 1. Viel Werbung machen (kosten) und auch Qualität liefern, was 1. Nicht billig ist und 2. Eure ausgaben nicht decken wird. 

Bedenkt auch das die Gema noch ein Wörtchen mitsprecht.

Und Musiker müsst ihr auch haben. Die kosten auch noch einmal.

Tja essen und Trinken. Ich denke mit nem einmal grill und 50 Würstchen hat sich´s nicht getan.

Zum rechtlichen kann ich nicht viel sagen, wie gesagt ich bin kein Jurist.

bei weiteren fragen gerne Via PN

Ich bin gerade unter Zeitdruck, bei entsprechenden Fragen stehe ich aber gerne zur Seite.

MfG 

-Lukas

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Kommentar von janluk125
01.03.2017, 19:04

Also, kurz noch einmal: Geld dürft ihr keines verlangen, da wird sich das Finazamt schneller melden als ihr glaubt. 

Und ich würde an endkosten ab die 10.000 Rechnen, wenn nicht mehr.

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hier bei uns in der gegend gabs so was auch mal. da haben sich 4 leute, die ungefähr im gleichen raum geburtsag haben zusammen getan, und das ganze als massengeburtsagsparty deklariert. unter der hand wurden dann 10 € eintritt gesammelt. offiziell war das die "spendenkasse für die geburtstagskinder" so ganz unwahr war das auch garnicht. die kosten für die energieversorgung (Generatorwagen) getränke etc. wurden davon beglichen, den rest haben sich die geburtsagskinder dann eingesackt... aber viel rest ist da nie geblieben...

lg, Anna

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Als private Feier mit Einladung hast du zum Beispiel das Lärmproblem zu lösen.

Um die Kosten zu decken, bittest du um eine Spende von 5-10 Euro als Mitbringsel. Kalkuliere vorher alle Kosten, inklusive Speisen und Getränke, dann wird das eher kein Problem.

Trotz allem darfst du mit Besuch von Vandalen und Schlägern rechnen, weil ja keiner der Eingeladenen wirklich die Klappe halten kann. Ohne Sicherheitsdienst wird dir die Privatfeier aus dem Ruder laufen. Wie willst du ungebetene Gäste von deiner Feier verweisen?


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Hallo needhelpguy,

wenn du deine Party im Untergrund halten willst, warum postest du dann hier?

Wir haben uns früher einfach eine abgeschiedene Location im Wald gesucht. Über unsere Freundinnen haben wir dort die Grillplätze bei der Stadt gemietet. Fertig. Damit waren wir sicher, dass keine fremden Leute bei der Party auftauchen.

Natürlich hätte der Förster jederzeit die Party beenden können. Und auch die Polizeistreife bemerkte hunderte Autos, die im Halteverbot geparkt waren.

Die Party würde ich über den Getränkeverkauf refinanzieren. Kennst du jemand in einem Getränkemarkt? Frage nach, ob du die Getränke auf Kommission kaufen kannst, am besten zusammen mit einem Kühlwagen. Kennst du jemand beim THW? Die haben tolle Notstromaggregate.

Mein Tipp: Klappe halten und einfach tun. Mit jeder Party werdet ihr professioneller werden.
Warte nicht darauf, dass dir jemand die Erlaubnis erteilt. Das wird nie passieren. Die meisten Leute und Stadt-Offiziellen werden dir nur sagen, dass es keine Möglichkeit gäbe.

Lasse dich nicht von den anderen Tipps verrückt machen. Du konkurrierst nicht mit Rock-Im-Park, sondern feierst mit 100 Leuten auf einer Wiese.

Damit gehst du natürlich ein Risiko ein. Aber was ist das schlimmste, was Euch passieren wird? Eine Anzeige wegen Ruhestörung? Ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung? Ein Bußgeldbescheid des Ordungsamts, weil du keine Ausschankkonzession hast?

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Kommentar von janluk125
01.03.2017, 19:01

Naja, das mit den aggis vom THW (oder anderen Einheiten) Wird nichts werden, denn 1. Muss mindestens ein anderer Einsatzbereit sein (und da man für so etwas schon einen vom größeren Kaliber braucht gehe ich davon aus das die kleineren Ortsverbände nur maximal einen besitzen),

Und 2. Muss das dann, wenn das möglich wäre, eben wieder angemeldet werden, womit diese Option ausgeschlossen wäre. 

Aber sie haben recht, die Aggregate sind toll ;-)

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Passieren wird folgendes:

  1. Die Veranstaltungstechnik wird entweder abrauchen oder so sch... klingen, dass das Prublikum verärgert ist und nie wieder kommt. Technik für 180€ kann nichts sein. Ihr bräuchtet schließlich Licht und Ton Open Air. Auf eine Bühne kann man da in der Regel auch nicht verzichten.
  2. Jemand beschwert sich wegen dem Lärm, zugeparkten Straßen oder anderen Dingen. Dann habt ihr die Stadt am Hals. Die schicken euch nicht nur einen satten Bußgeldbescheid wegen Verstoß gegen das Landesimmisionsschutzgesetz, sondern vermutlich auch gegen das Landschaftsschutzgesetz und diverse andere Regelungen. Denn eine Schankgenehmigung und viele andere gesetzliche Vorgaben werdet ihr als illegale Möchtegern-Veranstalter ja auch nicht haben.
  3. Alle pinklen hin, wo es ihnen passt, weil es ja auch keine Toiletten gibt. Super Sache und gar nicht problematisch, erst recht nicht für die weiblichen Besucher...
  4. Ihr verlangt faktisch Eintritt, denn wer nicht "spendet" kommt ja nicht rein. Damit erwirtschaftet ihr Gewinn, woraus sich eine Steuer- und GEMA-Pflicht ergibt. Ihr verstoßt also nicht nur gegen regelmäßig sehr hart sanktionierte Steuergesetze, sondern auch gegen zivilrechtliche Regelungen, die hohe Schadensersatzforderungen nach sich ziehen können.
  5. Mir fiele noch so vieles mehr ein...

Als Veranstalter hat man auch Verantwortung. Nur kassieren und nix dafür tun, kann nicht funktionionieren. Hier in Köln gab es auch so ein paar Kandidaten, die es nicht verstehen wollten, bis die Stadt sie mit Bußgeldern zugeschüttet hat.

Also: wenn ihr mit 100 Leuten feiern wollt, dann ladet sie doch einfach an einer geeigneten Örtlichkeit (Vereinsheim o.ä.) zu einer netten Feier ein und schaut was sich daraus entwickelt. Hütet euch aber davor das ganze so aufzuziehen, dass man auch nur im entferntesten an ein Festival oder ein gewerbliches Event denken könnte.

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Vorausgesetzt, es passiert nichts, dann habt ihr hinterher mit der Gemeinde, der Gema, dem Ordnungsamt, dem Umweltamt evtl. dem Naturschutz ... eine ziemliches Problem. Wenn es passiert (Schlägerei, Unfall, Wetter ...), dann habt Ihr noch viel mehr Spaß.

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Wir haben ein paar mal Festivals mit unserem damaligen Jugendclub organisiert.
Nur mal ein Auszug davon wie stressig das ist:
- Zugesagte Bands kommen nicht (später haben wir Kaution verlangt)
- Mit dem Essen total verschätzt (Haufenweise Reste)
- Tontechnik verspätet sich
- von 100 zugesagten Leuten kommen etwa 30
- es gibt immer (besoffene) idioten die Stress machen (ohne sicherheitsdienst geht nix)
- GEMA ist sauteuer (nicht drauf verzichten, irgendwer petzt immer)
- es wird etwas von der Technik beschädigt (wer zahlt? Schuld ist wie immer niemand)
- Personen verletzen sich (Sanitäter vor Ort)

Und, und, und...
Überlegt euch das gut, so einfach mit "underground" is nich...

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Kommentar von amidis
02.03.2017, 20:19

Das ist richtig. Früher haben wir einfach ne Anlage genommen, Generator, Djs und los gings.

Heute heult erstmal jeder rum wegen der GEMA ^^

Underground ist ja genau DASS man es macht ohne Anmeldung, Sicherheitsdienst etc. pp.

Allerdings geht / gings sowas auch nur in der Technoszene (damals) Kp ob das heut noch laufen würde.

Was micht betrifft aber sicherlich.

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Tag,

aaalso...puh...wo soll man anfangen?

ein Festival läuft über mehrere Tage, ihr meint wohl eher eine Party.

500m² ist eine schöne Größe für 100PAX, abzüglich Bar, Bühne, Toiletten, etc habt ihr vielleicht 350 - 400 m² Nettofläche, das ist mehr als ausreichend.

nicht angemeldet, heißt immer hohes Risiko. Kann euch seeeehr teuer zu stehen kommen. Mal abgesehen von der GEMA (falls die euch dran kriegt) habt ihr spätestens wenn jemand sich jemand verletzt oder etwas beschädigt wird die Artschkarte, weil ihr vermutlich auch keine Veranstalterhaftpflichtversicherung anmelden werdet. Falls doch, ist es für die GEMA und Behörden widerum nicht schwer von eurer Party Wind zu bekommen - ein Teufelskreis.

Ich weiß nicht woher du diese Preise für VA-Technik nimmst, die sind jedenfalls lächerlich. Für 180,- Euro bekommst du nicht ansatzweise alles was du brauchst. Das reicht nicht mal um eine PA zu bekommen, mit der man auf einem Open-Air-Gelände auch ordentlichen Sound hinkriegt. An Technik braucht ihr außer der PA noch eine ganze Menge andere Sachen: Stromgeneratoren, Kraftstoff für diese, Kabel, Rigging, Licht, Bühnenteile, Musiktechnik (Player, Mixer, Monitore), Toiletten, Barteile, Kühlschränke, Sitzgelegenheiten, Einlassbereich und und und....mal abgesehen von den Personalkosten für den Aufbau der Bühnen- und Lichttechnik (muss von Fachpersonal gemacht werden) kommt ihr nicht weit mit eurer Kalkulation.

Dann Musiker, DJs etc...die werden das sicher auch nicht gratis machen, falls doch - schön. Bedenkt dass auch Künstler meist einen Rider haben, der Vertragsbestandteil ist. Im Prinzip eine Liste mit Bedingungen/Forderungen, die ihr zu erfüllen habt. Sei es Backstage-Ausstattung, Catering oder technisches Equipment.

Weiter gehts mit Personal: Security, Barleute, Kassenpersonal, Springer, ...alles nicht billig. 

Catering: Getränke (können ja auch Kommission gekauft werden), Food wird schon schwieriger. Dann kommt aber auch noch die Ausstattung, Gläser oder Becher, Messbecher, Eiswürfel, Kasse,....

Daraus folgt logischerweise auch viel Müll, den es später auch zu entsorgen gilt - Kosten

Selbst ohne Anmeldungen, Genehmigungen etc kommt man hier locker auf eine sehr gute 4-stellige Summe, ohne Wissen und Kontakte wohl eher 5-stellig.

Bezüglich des Eintrittes: Ihr dürft nur Geld verlangen wenn es eine öffentliche angemeldete Veranstaltung ist. Dann ist das kein Problem und kann auch vorher publiziert werden. Wenn es eine Private VA ist, könnt ihr nach einer Spende oder einem Unkostenbeitrag fragen, allerdings ist keiner rechtlich verpflichtet diesen auch zu leisten. Wenn Ihr Eintritt nehmt (dazu muss es angemeldet sein) zählt dieser aber auch als Einnahmen und muss versteuert werden.

Ich empfehle, lasst das "underground" kann euch nur ne Menge Ärger einhandeln. Spart und macht das wenn dann richtig.

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Ich würde kein Geld verlangen. Es kommt natürlich an wie, wie groß welches Motto ihr haben wollt. Ich war nur auch underground Goa und Tech aber da haben die auch kein Geld verlangt

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Naiv!!!

Allein 180 € für die PA....wie soll die aussehen? Ein Sub und zwei Fullrange...mit 100 Leuten...nee!!! Niemals! 

Licht, Strom, Essen, Trinken, Sicherheit, Musiker, Djs, Backstage-Catering, Parkplätze, Einlass, Toiletten......luftschnappp....Gut überlegt???? 

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Kommentar von amidis
02.03.2017, 20:21

LOL Toiletten? auf ner Underground Party?

Finde den Fehler ^^

Früher gabs da auch keine Toiletten ;-)

Das macht das Underground Feeling ja aus.  :P

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