Dürfen Veganer in Sozialberufen ihre vegane Message in die von ihnen betreute Wohngruppen für behinderte (auch geistig) Menschen einbringen?

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11 Antworten

Ich finde es auch grenzüberschreitend, wenn ein Betreuer seine Überzeugungen behinderten Menschen aufdrängt. Bei ihr ist es die vegane Lebensweise, der nächste hat religiöse Überzeugungen und der 3. will seine rechtsradikale Überzeugungen weitergeben.

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Sehr bedenklich, das finde ich aber auch..... Fragt sich in punkto des Engagements der Dame, wo fängt die Missionierung an. Dürfen die Leute noch Joghurt essen oder brechen sie schon in Tränen wegen der armen Kühe aus, wenn sie nur einen Joghurt sehen.

Ich vermute mal, das es "nur" eine Teilbeeinflussung ist, denn zu arg darf die Mitarbeiterin es auch nicht treiben, denn sie kann es sich nicht leisten, die Leute  à la PETA-Manier zu bearbeiten. Das könnte sie den Job kosten,

  • wenn sie Bewohner, die Medikamente brauchen, aufklärt über ihre Medizin im Zusammenhang mit Tierversuchen und der geschockte Kranke dann sein Arzneimittel nicht mehr nimmt.
  • wenn der körperlich Behinderte seinen orthopädischen Lederschuh aus Mitleid für Tiere nicht mehr anzieht.

I-wie ist es schon erstaunlich, dass deine Freundin in einer der unvegansten Branchen arbeitet. Das wird sie i-wie frustrieren und meiner Meinung nach, teilmissioniert sie Menschen, die sich nicht wirklich wehren können..... Und das spricht nicht gerade für deine Freundin.

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Kommentar von Omnivore08
10.01.2016, 22:22

Tolle Antwort! Vor allem das mit den Medikamenten...ist mir gar nicht eingefallen. Aber du hast recht....das ist nicht nur sehr bedenklich, sondern kann auch im Ernstfall (bei Schädigungen/Tod) zu strafrechtlichen Konsequenzen führen! Und bei bewussten weglassen eines lebenswichtigen Medikaments und dessen Todesfolge kann ganz schnell ein Totschlag mit "bedingten Vorsatz" werden. 

Man stelle sich nur vor ein Herzkranker bekommt sein Digitalis verweigert, weil irgendwelche "ethischen" Ansichten höhergewichtiger sind als das Leben es MENSCHEN.

Allein schon der Gedanke ist absolut bedenklich und hat mit Ethik rein gar nichts mehr zu tun. Solche Menschen sind für mich ethisch das Letzte!

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Das muss sie mit ihrem Arbeitgeber klären. Grundsätzlich halte ich wenig davon, solche weltanschaulichen Überzeugungen im Arbeitsalltag einfach so weitergeben zu wollen - vor allem dann, wenn das Gegenüber das nicht so einfach reflektieren kann. 

Ich finde deine Sensibilität durchaus berechtigt. Können die Betreuten wirklich frei entscheiden, ob sie das mitmachen können und wollen? Dabei spielt das keine Rolle, ob die Überzeugung, gut, richtig, ethisch oder sonstwas ist. 

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Ich finde es, vorsichtig´ausgedrückt, seeeehr bedenklich! Solche Leute auszunutzen für die eigene Einstellung/Ideologie. Ich finde so ein verhalten einfach nur abstoßend! Vor allem noch behinderte Menschen mit diesen veganen Quark auf die Ketten gehen. Sind die Menschen nicht schon gestraft genug? Muss man sie jetzt noch so in der Art missionieren?

Ich finde es einfach nur abstoßend und hoffe ihr lasst das in Zukunft! Wenn ich derjenige wäre oder ein Angehöriger dessen, dann würde ich euch aber was husten.

freundliche, aber leicht zornige Grüße
Omni

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Kommentar von altgenug60
10.01.2016, 22:45

Hallo Omni, weitestgehend stimme ich dir ja zu, aber behinderte Menschen sind keinesfalls zwangsläufig "schon gestraft genug". dahingehend solltest du dein Weltbild vielleicht mal einer Überprüfung unterziehen. Unser geistig behinderter Sohn ist ein ausgesprochen glücklicher, in sich ruhender Mensch mit einer sehr hohen Lebensqualität. Da er allerdings leider die Veranlagung für Gicht in sich trägt (die mit zwei seehr schmerzhaften Anfällen auch ausgebrochen ist), kommt ihm auch durchaus eine fleischarme Ernährung recht entgegen. Aber wenn ihm dann an seinem Arbeitsplatz jemand auch noch die Eiweißzufuhr durch Eier und Milchprodukte aus ideologischen Gründen vermiesen wollte, dann könnte ich als Mutter und gesetzliche Betreuerin durchaus zur Furie mutieren.

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Veganismus beruht hauptsächlich aus Lügen und Propaganda von kriminellen Organisationen. 

Kein seriöser Ernährungsberater würde Veganismus als "gesund", "natürlich" und "beste Ernährung" bezeichnen!

Die ganzen "Erkentnisse" bzgl Fleischerzeugnis, Wasserverbrauch diesbezüglich usw stammen von PETA und Co und sind erwiesenermaßen falsch. 

Deine "tolle" Freundin verbreitet also Lügen und sie gehört schlicht fristlos gekündigt!! Sie greift massiv in die Grundrechte ein - jeder hat ein Recht auf Selbstbestimmung!

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Das kann sie " mal machen" aber nicht auf Dauer. Das würde sonst in die Selbstbestimmung dieser Menschen eingreifen.

Ich als Veganer würde mich bedanken, wenn mir ein fleischessender Betreuer seine Lebnsweise aufdrücken wollte,.

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Eine betreute Wohngruppe ist nicht verpflichtet, irgendwelche Propaganda zu dulden.

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Deine Ambivalenz ist SEHR berechtigt!

Gerade bei geistig Behinderten, die so eine komplexe und schwierig umzusetzende Ernährungsphilosophie niemals in Eigenregie umsetzen könnten, ohne selbst auf längere Sicht Mängelerscheinungen zu bekommen, ist das einfach unverantwortlich!

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ich bin der Meinung man sollte (Quasi)Religiöse ansichten vom Job trennen...

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Deine Zurückhaltung ist mehr als berechtigt. Sozialarbeit und Betreuung, so wertvoll diese Arbeit auch ist, bedeutet keine Lizenz zum Missionieren.

Und bei behinderten, insbesondere bei geistig behinderten Menschen halte ich das für eine Vergewaltigung Wehrloser.

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Da fällt mir folgender Witz zu ein:

Eine Frau niest im Bus

Mann:"Gesundheit"

Frau:"Ich habe einen Freund"

(15 Sitze weiter hinten) Veganer: "Ich bin Veganer"

Soll heißen. Veganer, die einen Bekehren wollen sind nerftötend!

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Kommentar von LeylaU
27.07.2016, 22:38

Hä? Ich habe diesen Witz auch schon mal gelesen aber ich versteh ihn nicht. Warum sagt die erste Frau: "Ich habe einen Freund."? 

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