dürfen Ärtzte noch spritzen in den popo geben?

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6 Antworten

Hallo, auch ich kann Dir nur sagen, "Habe keine Angst"..... es ist wirklich nicht schlimm und geht schnell vorrüber.

Man spritzt i.m. (intra muskulär) in den Gesäßmuskel, indem man sich diese feste Pokugel ansieht und sie dann in Gedanken in vier Quadrate einteilt. Gefürchtet ist eine Injektion in die Nähe des Ischiasnerven, der für gewöhnlich unter den beiden inneren Quadranten herläuft, die zur Pofalte ("Kimme") liegen. Wenn man den oberen äußeren Quadranten nimmt, passiert in der Regel nichts.

Auch ist dieses Areal relativ schmerzunempfindlich. Es ist also nur der kleine Pieks durch die Haut, aber nicht zu vergleichen mit einer Wunde. Trotzdem hält es sich so hartnäckig, das Spritzen weh tun. Das Brennen oder Hitzegefühl, was viele nach Injektionen beschreiben, rührt meines Erachtens daher, dass die Stelle desinfiziert wird und dann nicht gewartet wird, bis der Alkohol weg gedunstet ist. So gelangt dieser Alkolhol in den Stichkanal und bereitet dort den Schmerz (organisch nicht schlimm, aber eben unangenehm).

Die Tatsache, dass immer mehr Spritzen nicht mehr in den Po, sondern vorzugsweise in den Oberarm gegeben werden, beruht zum größten Teil darauf, dass Hintern deutlich variabler sind als Oberarme. So ist die Fettschicht über dem Pomuskel sehr unterschiedlich stark. Man muss individuell entscheiden, welche Nadellänge man braucht. Von relativ kurz bei dünnen Menschen bis "beeindruckend" bei großen Po's ist alles denkbar. Nimmt man eine zu lange Nadel bei einem dünnen Menschen, landet man auf dem Beckenknochen (Autsch, wegen Knochenhaut, aber auch nicht schlimm), nimmt man eine zu kurze Nadel bei dickeren, erreicht man vielleicht den Muskel nicht und die Injektionssubstanz landet im Speck. Da ist die Durchblutung schlechter (Medis wirken dann nicht so gut) oder es reizt.

Außerdem sind es gar nicht so viele Substanzen die man in der alltäglichen Medizin spritzt. Bei vital bedrohten Menschen (in lebensrettendend Notfällen) werden es bedeutend mehr.... Eine der Hauptsubstanzen, die früher (und teilweise auch heute noch) gespritzt werden waren/sind Diclofenac oder Kortison... meistens bei Rückenschmerzen (Hexenschuß z.B.). Die Empfehlungen für diese Spritzen sind allerdings heute fast nicht mehr gegeben. Kortison zum Beispiel MUSS in den Muskel, erreicht man nur die Fettschicht, kann es zu sogenannten Fettgewebsnekrosen kommen. Diclofenac ist obsolet ("überflüssig"), weil es diese Substanz genauso schnell wirkend in Tabletten und Zäpfchenform gibt. Eine Spritze wirkt auch nicht länger, als eine Tablette, oder ein Zäpfchen... und Tabletten kann man selbst weiternehmen.

Ansonsten werden häufig Spritzen gegeben, wenn man bei Vitaminen den Darm umgehen muss/möchte oder dem Patienten grottenschlecht ist und alles wieder raus kommen würde. Spezielle Spritzen gibt es auch noch darüber hinaus, aber da musst Du Dich informieren, was Du bekommen sollst und warum in den Po....

Und zu Deiner Frage, ob Ärzte Spritzen in den Po geben dürfen.. JA, dürfen sie und manchmal geht es einfach nicht anders. Aber die wissen um das oben aufgeführte und Du kannst Dir ziemlich sicher sein, dass es gut gemacht wird. Diese i.m. Spritzen dürfen auch medizinisch geschultes Personal durchführen (Helferinnen, Krankenschwestern), wenn sie entsprechend geschult worden sind. Aber es muss immer ein Arzt in der Nähe sein, falls doch mal etwas sein sollte (und wenn es nur der Kreislauf des armen Patienten ist :) ).....

Vielleicht tröstet es Dich: Ein großer Denker hat mal gesagt: "NICHTS IST SO SCHLIMM WIE DIE ANGST DAVOR!" Daran ist sehr, sehr viel Wahres.

LG eosine

In den Po bedeutet ja nicht "in den Po". :D Das ist ja schon eher Rücken als Po. Aber ja, du hast recht. Eine meiner Lehrerinnen (ehemalige Krankenschwester) hat das auch erwähnt, dass diese Spritzen immer seltener gegeben werden, weil man da wirklich die richtige Stelle treffen muss. Sie meinte, ansonsten könnte es halt sein, dass man nach der Spritze Schmerzen hat in dem Bereich.

Ich würde an deiner Stelle vielleicht fragen, ob es auch woanders hin geht oder an diese Stelle sein muss. Andererseits ist die Stelle, meiner eigenen Erfahrung nach, die beste zum Pieksen. Ich hatte früher auch große Angst vor Spritzen, aber mittlerweile ist das fast nur noch beim Impfen in den Oberarm. Da hat man nämlich nachher immer Schmerzen (war bei mir zumindest so) und früher gab es die Spritze da hinten rein zwischen Rücken und Po und da hatte ich nie Probs.

du kannst einem Arzt schon zutrauen, dass er das richtig macht.

Es gibt intravenöse (in die Vene) Spritzen oder intramuskuläre, also in den Gesäßmuskel. Keine Angst, geht kanz schnell

in den Po kriegst du die garantiert nicht,sondern in den Muskel des Gesäßes.

Und so schlimm sind die nicht wenn es ein Arzt macht.

Du kriegst die Spritze nicht in den Popo sondern in den Gluteusmuskel. Und bei richtiger Verabreichung sollte da kein Nerv getroffen werden. Gute Besserung

Ärzte dürfen behandeln und Spritzen geben. Du kannst Dir aber erklären lassen warum die Spritze unbedingt in den Po muss und nach alternativen fragen.

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