Du sollst nicht töten GSG9?

Das Ergebnis basiert auf 25 Abstimmungen

Ja 60%
Nein 40%

17 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Nein

Menschen die „für“ den Staat arbeiten, wie z.B „Polizisten, Militär usw.“ dürfen bei bestimmten Voraussetzungen Töten.

und ja, ich glaube, dass Jesus Christus Gott ist

Ja

Das Gebot, auf das du dich beziehst, gilt nicht für Notwehr, nicht in Krieg und bezieht sich nicht auf Tiere.

Ich würde einen GSG9-Einsatz und die Polizeiarbeit unter Notwehr oder Krieg einstufen. Niemand der Beteiligten tötet leichtfertig einen anderen Menschen. Ausserdem muss man sich in solchen Fällen immer verantworten, ob die Gewaltanwendung, die zum Tod des Opfers geführt hat, gerechtfertigt war.

Woher ich das weiß:Hobby – Bibelschule, gute Predigten, Bibellesen, Austausch
Nein

In deinem Beruf bei der Polizei bist du da, um Menschen zu schützen und zu retten. Wenn eine Person 10 Geiseln nimmt, rettest du 10 Menschen, indem du einen erschießt (natürlich nur, wenn es nicht anders geht). Das heißt, du hast 1 Menschen das Leben genommen, um 10 Menschen das Leben zu retten.

Wenn du es so siehst, dürfte dir auch klar sein, dass Polizisten keine "Mörder" oder "Killer" sind, sondern sie nur die Allgemeinheit vor Gefahren schützen.

Das Gebot "Du sollst nicht töten" gilt und gilt nicht. Beides gleichzeitig. Es gilt, weil du nicht 10 Menschen in den Tod laufen lassen sollst, allerdings gilt es nicht, weil du die Chance hast, durch den Tod eines Menschen, die anderen 10 zu retten.

Alles Gute dir

Vielen Dank

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@1qay1qay1qay

Gerne. Möchtest du denn zur Polizei, oder hast du es dir nur so überlegt?

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@1qay1qay1qay

Das gehört ja auch zur Polizei. Ist bestimmt wahnsinnig spannend, aber auch belastend. Ich wünsche dir alles Gute dafür

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Ja

Jeder mensch der einen anderen tötet wird aus gottes reich ausgeschlossen

Was würdest du machen wenn dich jemand angreift?

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@annie80

auch dann ist laut den alten schriften kein mord erlaubt, verteidigen aber kein mord

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@AScience

Dann hast du dich in deiner Antwort missverständlich ausgedrückt. Tötung ist nicht gleich Mord.

Und was ist wenn ein Mörder seine Tat bereut?

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@annie80

Leben nehmen ist mord egal wie! , naja es heißt gott wäre dann gnädig

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@AScience

Du widersprichst dir. Ist Verteidigung nun auch unter Mord einzustufen?

Glaubst du auch selber dass Gott gnädig ist?

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Ja

Auch Polizisten und Soldaten dürfen nicht einfach so oder aus Rache Menschen töten. In einem Einsatz oder in einer Notwehrsituation kann das anders sein.

Ich zitiere mal ein paar interessante Aussagen des bekannten reformierten Pfarrer Dr. Peter Vogelsanger, der zum Thema "Christentum und Selbstverteidigung/ Notwehr" interviewt wurde:

"In Römer 13, also im Römerbrief des Paulus, finden sich die ganzen Ausführungen über die Schwertgewalt des Staates. Da wird gesagt: Der Staat ist die Ordinatio Dei - die Ordnung Gottes -, die eingesetzt ist auf dieser Welt zur Eindämmung des jederzeit lauernden und Macht an sich reißenden Bösen: "Sie trägt das Schwert nicht umsonst," (die Obrigkeit) "... sondern zur Bestrafung der Bösen und zur Belohnung der Guten." Das heißt, es ist die primäre Aufgabe des Staates, dem Bösen in dieser Welt Widerstand zu leisten, und Paulus sagt in diesem Zusammenhang: Es ist Pflicht des Christen, den Staat in dieser Funktion zu unterstützen...

..."Du sollst nicht töten" im Alten Testament heißt ganz eindeutig: "Du sollst nicht MORDEN". Also nicht einfach ein absolutes Tötungsverbot, so daß man keine Fliege und kein Kaninchen töten dürfte. Es ist damit auch kein absolutes Tötungsverbot in Bezug auf das menschliche Leben gemeint. Das kennt nämlich das Alte Testament nicht. Das Alte Testament kennt ja auch die Todesstrafe, und so weiter, und damit ist sicher auch die Notwehr inbegriffen. Wenn aus diesem alttestamentlichen Gebot eine Verneinung der Notwehr abgeleitet würde, wäre das nicht textgernäß...

... "Ihr sollt dem Bösen nicht widerstehen", und dem Zitat wegen der Ohrfeige (Bergpredigt). Ich glaube aber, daß Jesus dort gar keinen Angriff auf das Leben im Auge hat. Er hat die Feindesliebe im Auge. Das heißt, meine Liebe soll so stark sein, daß sie auch den Feind einschließt und durch das Gute zu überwinden und zu gewinnen versucht, statt durch Gewalt. Damit ist aber nicht so sehr der Feind gemeint, der mein Leben bedroht, als einfach der Feind, der mich beleidigt. Das geht ja aus der Stelle mit der Ohrfeige hervor: Es ist der Beleidiger, dem ich nicht mit der selben Waffe heimzahlen soll.Es geht um den Beleidiger. Den soll ich entwaffnen durch die stärkere Kraft meiner Liebesfähigkeit. Daß die Vertreter der Gewaltlosigkeit sich auf diese Stelle in der Bergpredigt berufen, halte ich zwar nicht für einen Irrtum, aber für eine viel zu weitgehende Folgerung aus dem, was Jesus dort meint: den persönlichen Feind, der mir Schaden zufügen will und der mich haßt. Deshalb ist diese Aufforderung nicht übertragbar auf das Problem der Notwehr...

...Liebe heiß im eigentlichen Sinne des Neuen Testaments, unter Absehung von allen sentimentalen Mißverständnissen: Schutz und Bewahrung allen Lebens, soweit dies in meinem Verantwortungsbereich liegt. Man könnte als Christ vielleicht sagen: Ich will lieber leiden, will lieber den Angriff erdulden, als daß ich Gewalt ausübe, als daß ich den Gegner vernichte, Ich könnte die Bergpredigt so auffassen. Also: Ich dulde den Angriff und nehme halt unter Umständen das Martyrium oder den Tod auf mich und habe mir damit reine Hände bewahrt...

... Ich verteidige ja nicht nur mein eigenes Leben, sondern auch das Leben meiner Nächsten. Man kann noch weitergehen und sagen: Indem ich mich wehre gegenüber dem eindeutig bösartigen Angreifer, tue ich zweierlei: Erstens verteidige ich mein eigenes Leben deshalb, weil dieses Leben ja nicht nur mir gehört, so dass ich es wegwerfen könnte, wenn ich angegriffen werde. Zum Beispiel als Pfarrer gehöre ich ja nicht nur mir selber, ich gehöre auch der Gemeinde, die mir zur Seelsorge anvertraut ist. Als Arzt gehöre ich meinen Patienten, als Lehrer meinen Schülern; ich bin nicht nur Individualperson, sondern ich bin immer irgendwie Mensch in der Gemeinschaft, und indem ich mein eigenes Leben verteidige, bewahre ich auch ein Leben vor der Vernichtung, das einen Schutz und einen Wert für andere darstellt..."

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