Woher kommen die Deutschen ursprünglich?

8 Antworten

"Die Deutschen" "stammen" vorallem von Germanen, Kelten, Römern und Slawen ab.

"Die Deutschen" "kommen" nirgendwo her, sondern es haben sich im Laufe der Geschichte verschiedene Völkerschaften zusammengefunden und im Mittelalter zu einer politischen Gemeinschaft zusammengeschlossen: im Heiligen Römischen Reich (deutscher Nation), im Deutschen Bund (seit 1815), im Deutschen Reich (seit 1871).

Als Begriff erscheint "diutisc/theodisk/deutsch" seit dem Frühmittelalter, aber ideologisch haben erst die Humanisten im späten Mittelalter und der Frühen Neuzeit in Auseinandersetzung u. a. mit Tacitus Germania eine "deutsche Gemeinsamkeit" konstruiert. In Auseinandersetzung mit der französischen Revolution und der Herrschaft Napoleons entwickelte sich daraus ein deutscher Nationalismus.

MfG

Arnold

Also ganz ursprünglich kommen wir aus der zentralasiatischen Steppe. Das sieht man daran, dass in fast ganz Europa (außer Finnland & Ungarn) eine indogermanische Sprachwurzel erkennbar ist. Die gibt es interessanterweise auch in Indien.

Shitstorm vorprogrammiert: wir stammen wirklich von den "Ariern" ab, das ist eine zentralasiatische Völkerschaft, die nicht mit den Turanen, also den Turkvölkern verwandt ist (die da ebenfalls herkommen). Bei uns ist das heutzutage unwichtig, Iraner (Iran = Land der Arier), Afghanen und helle Inder sind da aber stolz drauf.

Während der Antike haben auf deutschen Raum hauptsächlich germanische Stämme im Westen (z.B. die Cherusker) und Slawen im Osten gesiedelt. Die Völkerwanderung hat das ziemlich durcheinandergebracht, da viele östliche Völker vor den Hunnen geflohen sind. Die spätantiken Geschichtsschreiber bezeichnen diese zusammen fliehenden Leute als Stämme (z.B. Goten), das stimmt aber nicht ganz, weil sich da auch viele andere kleinere Stämme anschlossen, das ethische Gefüge also ziemlich heterogen war.

Im frühen Mittelalter kam im Althochdeutschen der Begriff "diutisk" auf, was streng genommen nicht "deutsch sprechend" heißt (wie die Schule so gern behauptet), sondern "die Sprache des Volkes sprechend", also nicht lateinkundig. Aber die Sprache des Volkes war wohl Althochdeutsch, natürlich mit krassen Dialektunterschieden. Aber trotzdem tun wir uns mit Englisch leicht, und das haben wir den Angeln und den Sachsen zu verdanken, die ja ihre Sprache nach England mitgebracht haben. Diese Leute hätten sich aber nie als Deutsche bezeichnet, das waren Thüringer, Franken, Bayuvaren, ... (alos eigentlich so wie heute, weil ja immer gleich n Gutmensch sich mit der PC-Karte zu profilieren sucht, wenn man deutsch ist).

Spätestens mit den Ottonen im Hochmittelalter war das Ostfränkische Reich zum Hl. Römischen Reich Deutscher Nation geworden, in dem jetzt auch die Sachsen, die Karl der Große noch erbittert bekämpft hatte, so dermaßen voll integriert waren, dass sie das Herrschergeschlecht gestellt haben. Ich denke, dass man ab da von "Deutschen" sprechen kann.

Also: wir sind übelt die Straßenköter/Bauernkatzen/Mischvolkleute, mal außer, dass uns die Sprache eint, wir hellhäutige Vorfahren haben und keine südländischen Werte (was z.B. Südfranzosen und Nicht-Norditaliener ja haben).

"Ariern" ab, das ist eine zentralasiatische Völkerschaft

Das ist sachlich falsch. Es gab niemals ein Volk der "Arier". Es gibt nur die sogenannte indo-arische Sprachfamilie. Dieser Begriff "arisch" antstammt also ausschließlich der Sprachwissenschaft. Heute wird er nur noch zur Bezeichnung des Altindischen und dessen Abarten genutzt.

Arier als Volksbezeichnung ist eine ausschließlich völkische, rassistische Fehlnutzung des Worters und weist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit grundsätzlich auf völkisch-rassistische Ideologie hin.

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@OnkelSchorsch

Das ist bei uns so, weil wir ja eine gewisse Geschichte haben. Unterhalte Dich mal mit Persern. Oder Afghanen. Kein Afghane wird es verpassen, zu betonen, dass Deutsche und Afghanen ja so nah verwandt sind, wir sind ja schließlich beide Arier. Oder lies Peter Scholl-Latour, kann ich nur empfehlen. Immer gut! Außerdem habe ich nicht von Volk gesprochen, das stimmt, es gab nie den Stamm der Arier. Völkerschaft war vll schlecht gewählt, vll passt Völkerfamilie besser...

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"Die Deutschen" gibt es erst seit 1871. "Deutsch" sind vereinfacht gesagt die Bewohner jener Gebiete, in denen verwandte Formen der deutschen Sprache gesprochen werden. Wobei da eigentlich Niederländisch, Dänisch, Luxemburgisch und natürlich Schweizerdeutsch und der österreichische Dialekt sowie noch ein paar andere auch zugehörig sind, aber so Feinheiten lassen wir mal.

Zudem sieht man daran, dass es "deutsch" als Stammes- oder Volksbezeichnung gar nicht gibt, sondern dass es tatsächlich ein Begriff für Staatsbürgerschaft ist. Nicht für "Volk".

Die in Deutschland lebenden Menschen, die Deutschen, haben unterschiedlichste Ursprünge und Vorfahren. So viele, das man das hier in ein paar Sätzen gar nicht sagen kann.

"Die Deutschen" gibt es erst seit 1871."

Der Begriff "Regnum Teutonicum" ("Deutsches Reich" oder "Reich der Deutschen") wurde bereits seit dem 11. Jahrhundert für den deutschsprachigen Teil des Heiligen Römischen Reiches verwendet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Regnum_Teutonicum

Daß erst 1871 ein (nord-)deutscher Nationalstaat gegründet wurde, bedeutet nicht, daß es vorher keine Deutschen gab.

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@Hegemon

Doch, genau das bedeutet es.

Es gibt keinen Volksstamm "die Deutschen". Es gibt nur Bewohner des deutschen Sprachraumes beziehungsweise Bewohner deutschen Gebietes.

Deutsch als Sprach- und Regionalbezeichnung ist etwas anderes, wie ich bereits erklärt habe, was du aber offenbar inhaltlich nicht erfassen konntest.

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@OnkelSchorsch

Kann man auch plausibel anhand der Sprachentwicklung verdeutlichen. "Deutsch" als Sprache ist ein Knstprodukt wie Esperanto und entwickelt sich erst mit der Lutherbibel und dem Buchdruck...

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@atzef

Es gab keinen Volksstamm "die Deutschen" aber es gab die Germanen. Die germanischen Stämme haben sich aus einem gemeinsamen Ursprung, nämlich der Jastorf-Kultur, gebildet und teilten eine gemeinsame Sprache, auch wenn jeder Stamm einen eigenen Dialekt hatte aber im Grunde war es dieselbe Sprache. "Deutsch" ist die germanische Eigenbezeichnung, sie entspringt dem germanischen Wort "diutisc" und bedeutet "zum Volk gehörig".

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@Freiseinohja

Das ist falsch. "Germanen"  ist die römische Bezeichnung für die Stämme östlich des Rheins. Es gab niemals ein "germanisches Volk".

Die Jastorf-Kultur hat damit gar nichts zu tun, das ist nur so ein Begriff, den du irgendwo aufgeschnappt hast.

Du begehst den üblichen Fehler, sprachliche Zusammenhänge zu "völkischen" Bedeutungen umzudeuten - das ist jedoch sachlich falsch und nichts weiter als typische Vorgehensweisen rassistischer, völkischer Propagandisten. Vielleicht bist du ja auf sowas reingefallen.

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@OnkelSchorsch

Man sollte nicht immer von sich selbst auf andere schließen. Eine Recherche im Internet mit den entsprechenden Suchbegriffen soll da wahre Wunder wirken.

Daß "Germanen" eine Fremdbezeichnung der Römer ist, ist mir schon klar. Und was glaubst du wohl warum die bestimmte Stämme als Germanen katalogisiert haben und andere Stämme nicht? Das mag mit der Tatsache zu tun haben daß die Ähnlichkeiten im Aussehen, dieselbe Grundsprache, ähnliche Traditionen sowie ähnliche religiöse Praktiken miteinander gemeinsam hatten, auch an dieselben Götter geglaubt hatten. Die Germanen hatten damals noch keinen großen Bund gebildet sondern einzelne Stämme gebildet, entspringen aber alle demselben Grundstamm. Das ist nichts was ich aufgeschnappt habe, sondern Fakt! Irgendwoher muß es ja gekommen sein daß die deutschen Länder sich immer wieder zu Bünden zusammengeschlossen haben, oder? Was glaubst du worum es später in der deutschen Revolution 1848/1849 ging? Die Bewohner der deutschen Länder hatten den Wunsch danach sich zusammenzuschließen. Politisch gab es am Anfang noch keinen großen Bund und auch unter Germanenstämmen gab es Feindseligkeiten aber das heißt nicht daß die nicht wußten daß die anderen Stämme zum selben Volk gehörten. Wie gesagt, die Germanen haben sich selbst nicht Germanen genannt sondern wer zum Volk gehörte, den nannte man deutsch, bloß hieß es damals noch "diutisc" oder "theodisk", "düdesch" usw. 

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@Freiseinohja

Dann noch zu den Einflüssen der Römer, der Kelten und der Slawen: Die Römer haben es nie geschafft das Land rechts des Rheins zu erobern sondern waren nur links des Rheins, das betraf also nur recht wenig Landfläche. Wieviele Vermischungen da zwischen Germanen und Römern stattgefunden hatten, ist nicht bekannt, erwähnenswert ist allerdings daß später große Teile der römischen Truppen aus diesem Gebiet abgezogen wurden und da waren bestimmt auch viele gezwungen ihre Familien mitzunehmen. Im heutigen Süddeutschland hatten die Kelten das Gebiet größtenteils geräumt und man weiß davon daß es teilweise zu Vermischungen kam, auch hier ist nichts genaues bekannt aber logischerweise kann das in einem geräumten Gebiet nicht so besonders viel gewesen sein. Die slawischen Siedlungsgebiete im heutigen Ostdeutschland bestanden im Vergleich zur germanischen bzw. deutschen Siedlungsdichte aus einer eher dünnen Besiedlung. Diverse Kriege und Kreuzzüge (deutsche Ostsiedlung) drängten die Slawen zurück, teilweise kam es zu Unterwerfungen und Assimilierungen aber auch da ist nichts genaues bekannt. Später kam die Pest, welche genau da am schlimmsten gewütet hatte wo wir Vermischungen mit anderen Völkern hatten, besonders im Osten hatte sie ganz schlimm gewütet, dort wurden ganze Landstriche entvölkert und ganze Dörfer standen leer, diese Gebiete wurden nach und nach mit Deutschen neu besiedelt. Dann kommt noch hinzu daß menschlicher Nachwuchs ja jedesmal 50 Prozent neues Erbmaterial hinzubekommt, bei einer deutlichen Überzahl eines Volkes im Gegensatz zu kleinen Gruppen die assimiliert wurden, bedeutet das daß fremde Geneinflüsse irgendwann verschwinden, es dauert 7 Generationen wenn immer eine Fortpflanzung mit reinerbigen Menschen stattfindet. Außerdem kriegen manche Menschen keine Kinder, Unfälle passieren, Menschen sterben manchmal frühzeitig etc. Das muß man alles berücksichtigen. Menschen haben außerdem (wissenschaftlich erwiesen) eine natürliche Hemmschwelle dem Fremdartigen gegenüber, unser Gehirn unterscheidet zwischen "eigen" und "fremd". Wir hatten in Deutschland ganz lange das Feudalsystem, der überwiegende Teil der Bevölkerung bestand aus sesshaften Bauern, den unteren Ständen usw. Diese durften die Scholle des Lehnsherrn nicht verlassen und mußten es sich von ihm genehmigen lassen wenn sie heiraten wollten. Die schnellen Fortbewegungsmöglichkeiten von heute gab es früher auch noch nicht, das erschwerte eine Durchmischung auch nochmal, genauso wie die Sprachbarriere. Schon die Germanen hatten ihre Sippen abgeschottet und eine Toleranz wie es sie heute gibt, war früher in Deutschland nicht üblich. Die Deutschen sind kein Mischvolk und sie sollten es auch nicht werden, Studien aus den USA, die hier in Deutschland nicht veröffentlicht werden, belegen daß Menschen die von verschiedenen Ethnien abstammen häufiger an Persönlichkeitsstörungen leiden, häufiger psychische und gesundheitliche Probleme haben. Die DNA bestimmt unser Wesen zu einem großen Teil mit, bei einem Mix aus verschiedenen Ethnien gibt sie unterschiedliche Steuerungsbefehle an den Körper, die nicht aufeinander abgestimmt sind und die Körper und Wesen "in verschiedene Richtungen" ziehen. Da empfehle ich mal auf englisch danach zu suchen.

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