Der Freund meiner Tochter nimmt Drogen, was tun?

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18 Antworten

Sag deiner Tochter, dass, wenn sie dich braucht, sie auf dich zählen kann. Dass sie sich vom Vater ihres Kindes trennt, solltest du nicht fordern oder auch nur wünschen. Sie hat diesen Mann ausgesucht, und offenbar liebt sie ihn. Wenn sie von sich aus den Wunsch hat, ihn zu verlassen, sollst du ihr mit aller Kraft zur Seite stehen, aber forciere nichts, das setzt dich unter Unständen ins Unrecht.

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Mich würde eines interessiere: Woher wisst ihr, dass er kifft? du schreibst auch, dass du den VERDACHT hast, dass es zu Handgreiflichkeiten kommt. Ich würde da mal ganz im Vertrauen mit Freunden deiner Tochter oder ihr selbst sprechen. Wenn ihr ein gutes Verhältnis habt und du dich verständnisvoll und als gute Mutter zeigst, wird sie es dir bestimmt sagen, wenn tatsächlich Gewalt im Spiel ist. Ansonsten: Dass er kifft ist seine Sache. Glaub mir, Alkohol ist (wenn die Bewusstseinsbeeinträchtigung bewirken SOLL und nicht nur für den Genuss ist) wesentlich gefährlicher und unberechenbarer als THC. Der Alkohol ist nur deshalb legal und Kiffen nicht, weil der Alkoholmarkt immer schon größer und reicher war. Sonst wäre es mit Sicherheit umgekehrt. Ich finde gut, dass du dich so sorgst um deine Tochter, aber beachte dass sie mit 18 (noch dazu jetzt mit ihrem partner zusammenwohnend) ein Gewisses Maß an Eigenverantwortung besitzen wird. Davon gehe ich aus. Solange sie während der schwangerschaft nicht kifft und er sie nicht schlägt ist alles gut.

liebe grüße

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Ich greife mal ein paar Sachen auf:

  1. "Schließlich hat sie ja in Kürze auch eine riesen Verantwortung ihrem Kind gegenüber.." - Daraus leite ich ab, dass sie schwanger ist. Daher würde ich generell erstmal nichts unternehmen, bis das Kind da ist. Die Situation ist sowieso nicht einfach für sie und wenn es jetzt auch noch zum offenen Konflikt Eltern-Lebens(abschnitts)gefährte kommt, dann kann es katastrophale Folgen haben. Also erstmal abwarten.

  2. "Keine harten, aber er kifft regelmäßig." - Mit 18 wird Ihre Tochter es höchstwahrscheinlich als "nicht so schlimm" empfinden. Wenn Sie nur auf diesem Punkt "rumhacken", dann wird es sehr wahrscheinlich eher kontraproduktiv sein. Hat ihr Freund Arbeit? Was tut er um seiner Familie ein gutes und schönes Leben zu ermöglichen? Das sind eher die Themen, die thematisiert werden sollten.

  3. "Außerdem habe ich den Verdacht, dass es bei Auseinandersetzungen schon mal zu Handgreiflichkeiten kommt." - Dies ist eine harte Unterstellung. Solange Sie da keine Beweise haben, lassen Sie das außen vor. Zumal "Handgreiflichkeit" nicht gerade typisch ist, für einen THC-Konsumenten. Möglich, keine Frage, aber eben nicht typisch und sehr schwer in den Zusammenhang mit dem THC-Konsum zu bringen.

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Aus der Ferne kann das sicher niemand hier richtig beurteilen, aber nach Deiner Schilderung sieht es so aus, daß der Mann sich nach Lust und Laune seinen Vorlieben hingibt und keine Verantwortung für die gemeinsame Beziehung übernimmt. Sag Deiner Tochter, daß sie sich klar darüber werden soll, ob sie von diesem Typ nur ausgenützt wird und dann gegebenenfalls die Konsequenzen ziehen soll.

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Es gibt keine perfekten Menschen! Wir haben alle unsere Fehler und solange es noch keine harten Drogen sind würde ich erst mal zuschauen wie sich das ganze entwickelt. Aber ich würde mir Rat einholen von einer Stelle die sich hiermit Hauptamtlich auskennt z.b. Polizei, Suchtberatung. Ihr Freundeskreis wäre aber der wichtigste Faktor, auch Gespräch mit "seinen" Eltern und Freunden. Das ist weit wichtiger als noch die Polizei . Wichtiger als du es dir erdenkt. Aber sei offen. Oder ist es dir lieber das sie Unglücklich wird oder du womöglich ihn gegen euch bringst. Die Konsequenzen müsstest du austragen. Und sei dir eins Gewiss, das kiffen erscheint dann lächerlich.

"Sag mir wer deine Freunde sind und ich sage dir wer du bist"

Als Elternteil wirst du kaum Einfluss haben, sie wird da eher auf Freunde hören als auf dich als Mutter/Vater.

Aber mein Rat wäre, sei offen und tolerant. Lieber hab ich einen im Haus der kifft, als einen der Gewalttätig ist, oder schlimmeres macht als nur kiffen.

MfG

S.D.

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Es geht meistens nach hinten los, wenn Erwachsene versuchen, ihren Kindern den Freund auszureden, das nützt gar nichts. Man kann versuchen, das Gespräch auf diesen Drogenkonsum zu lenken und die Tochter zu warnen, dass es mit dem Typ vielleicht ein schlimmes Ende nehmen könnte. Ich kenne jedoch jede Menge Leute, die hin und wieder ein Tütchen rauchen, einer ist sogar mein Zahnarzt. Und der arbeitet perfekt, natürlich bohrt er nicht in bekifftem Zustand :-)

Augenmaß und Sensibilität ist wie immer auch hier gefragt.

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Ich denke da kannst Du nicht viel machen.Aber Du könntest ihr ja ganz ausdrücklich sagen das sie jeder Zeit zu Euch zurück könnte wenn was wäre. Wenn er Drogen nimmt weiß sie das auch.

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Kommentar von kajochp
12.10.2011, 13:12

Ich bin mir sogar sicher, dass sie es weiß, aber sie deckt ihn.

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Ich möchte mich den vielen anderen hier anschließen. Du kannst deiner Tochter nichts mehr vorschreiben. Sie ist erwachsen und hat das Recht, ihr eigenes Leben zu führen. Mischst du dich ein, wird sich das gegen dich richten, sie wird dicht machen und dir nichts mehr erzählen. Aber dann kannst du ihr auch nicht helfen, du würdest nicht mal wissen, wie es ihr geht. Mein Tipp: Halte zu ihr, unterstütze sie wo immer du kannst. Wenn sie deine Hilfe braucht, bist du da. Unterstütze sie in ihrer Schwangerschaft und später, wenn das Baby da ist. Sei der Fels in der Brandung. Sie soll wissen, dass sie dir immer vertrauen kann. Akzeptiere sie, nimm dich zurück, auch wenn es schwerfällt.

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Du befindest Dich in einer schwierigen Situation mit einem anstehenden Problem, das nicht so einfach zu lösen ist.

Einerseits ist Deine Tochter mit ihren 18 Jahren erwachsen und trägt für sich und das zu erwartende Baby selbst die Verantwortung bzw. sollte sie tragen. Andererseits fühlst Du Dich als Elternteil für Deine noch junge Tochter moralisch und fürsorglich immer noch verantwortlich, was ihren Lebensweg anbetrifft.

Und Deine Sorge ist aus den dargelegten konkreten Gründen nicht unberechtigt!

Es ist aber so, dass Deine Tochter von sich aus selbst merken sollte, wenn ihre Beziehung ihr nicht gut tut. Solange sie damit einverstanden ist, kannst Du keinen großen Einfluss auf sie nehmen. Im Gegenteil: Wenn Du dagegen steuern willst, wird sie sich dagegen wehren wollen, denn Druck erzeugt Gegendruck.

Du hast schon recht, den Gedanken zu haben, vorsichtig zu sein und nicht "in die Vollen zu gehen", sonst kann der Schuss von hinten los gehen.

Erst wenn - so bedauerlich es sich anhört - der Leidensdruck so groß geworden ist, dass ein Mensch ihn nicht mehr aushalten kann, dann ist es kein Mut mehr, seine Lebensumstände zu ändern, sondern eine Notwendigkeit.

Außerdem weiß Deine Tochter, dass sie von Dir Unterstützung bekommt, wenn sie Dich darum bittet, und das ist ein guter Trost.

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Da muss ich Phrasenkiller recht geben, vom "kiffen" wird man ruhig und will einfach nur chillen. Sei froh das deine Tochter keinen Alkoholiker als Freund hat, dann würde es nämlich gefährlich werden.

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Deine Tochter ist 18. Und mit diesem Alter ist man reif genug zu wissen ob etwas gut für einen ist oder nicht. Wenn es um die Beziehungen deiner Kinder geht misch dich blos nicht ein das geht immer nach hinten los.

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Meine Tochter weiß noch nicht, dass wir das rausgefunden haben. Wie mache ich ihr nun begreiflich, dass der Typ nichts für sie ist und sie ihn in die Wüste schicken soll

Geht es dir nun um den Drogenkonsum des Freundes, den du, wie auch immer, "herausgefunden" hast oder darum, daß du meinst er wäre nichts für sie?

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Nichts tun. Sie unterstützen wenn sie sie braucht.

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ob das wohl gut ist/war ein kind unter drogen zu zeugen, und die folgen aus den augen zu verlieren, das mach mal deine tochter klar, aber beide nicht bedauern sonder es aus der realität betrachten

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Kommentar von kajochp
12.10.2011, 13:19

Ja da hast du recht. Aus dem Blickwinkel habe ich es noch gar nicht betrachtet, nur jetzt ist das Kind ja in den Brunnen gefallen und dann kann man sich wenigstens um Schadensbegrenzung bemühen. Und da ich ja aus vagen Andeutungen meiner Tochter schon heraushöre, dass es bei denen nicht grade friedlich zugeht, wäre meiner Meinung nach eine Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende.

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Was gehts dich an, solange er deine Tochter nicht volldröhnt? Und wenn er schlägert, kifft er sicher nicht (nur), das macht eher ruhig und dem Stress würde er dann aus dem Weg gehen... Als Tipp, einfach mal über die Droge informieren und nichts auf die Stammtischweisheiten geben!

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Kommentar von Phrasenkiller
12.10.2011, 13:13

Was mich mal am Rande interessieren würde: Wie habt ihr rausgefunden, daß er kiifft? Kleine Hausdurchsuchung? :-))

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Kommentar von kajochp
12.10.2011, 13:14

Ich konnte ihn leider bisher nicht befragen, welche Drogen er genau nimmt. Wie gesagt ist noch ganz frisch. Meine Vermutung die ich schon die ganze Zeit hatt, hat sich nur bestätigt.

Ich weiß aber, dass es schon zu ganz schönen Auseinandersetzungen gekommen ist und dass ich als Mutter Angst um mein Kind habe, ist ja wohl klar.

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Alkohol ist wesentlich schlimmer als THC.

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Hallo, schön das du schon mal zwischen " harten und weichen Drogen " unterscheidest.

Wie ihr das rausgefunden habt, weiß ich leider nicht, aber ich weiß das es hier gute Infos zum Thema Cannabis gibt.

http://www.cannabislegal.de/start.htm

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Was ist denn daran so schlimm wenn er kifft? Mal ehrlich!

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Kommentar von Phrasenkiller
12.10.2011, 13:10

Das ist ganz böse! Ein Teufelseug! Soll er sich lieber jeden Tag mit legalem Stoff zudröhnen! Mit Besoffenen kennen sich die Meisten aus! Was sie nicht kennen, macht ihnen Angst! :-))

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Kommentar von kajochp
12.10.2011, 13:11

Schlimm ist, dass er wohl nicht mal ab und zu eine kifft, sondern regelmäßig. Dass er extreme Stimmungsschwankungen hat und dabei zumindest verbal sehr ausfällig wird und die Gefahr schon besteht, dass wenn er im bekifften Zustand mal ausrastet, schlimmeres passiert.

Sie ist schließlich schwanger und schlimmstenfalls passiert nicht nur ihr was, sondern dem ungeborenen Kind.

Und diese Verniedlichung von Drogenproblemen die ich hier teils als Antwort bekomme, finde ich ehrlichgesagt ganz schön beängstigend.

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