Denkt ihr, dass ich eine Spaßverderberin bin?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich habe einen Verdacht. Nämlich, dass du nicht nur mit selektivem Mutismus zu tun hast, sondern auch mit einer der vielen Varianten von Autismus. Beides kommt oft zusammen vor.

Ist das mal untersucht worden?

Wenn nein, solltest du dich unbedingt mit einer Autismus-Beratungsstelle, einem Autismus-Kompetenzzentrum in Verbindung setzen und dir einen Facharzt für eine Diagnose bzw. Ausschlussdiagnose empfehlen lassen.

Autismus lässt sich zwar nicht heilen, aber du kannst lernen, konstruktiv damit umzugehen. Auch der Umgang mit deinen Mitmenschen lässt sich zumindest ein Stück weit lernen, wenn du weißt, was deine Stärken und Schwächen sind und wie die neurotypischen ("normalen") Menschen so funktionieren.

Schau mal in diese Antwort von mir rein, auch in die Kommentare dort: https://www.gutefrage.net/frage/probleme-mit-meiner-kommunikation-asperger-syndrom#answer-251793867

Ich war noch nie deswegen untersucht worden, wenn dann nur ein paar Besuche beim Arzt und kleine Unterhaltungen…

Aber diese Punkte kommen mir bekannt vor.

Mutismus hat oft etwas mit Autismus zu tun, aber ich finde es peinlich, es meinen Eltern zu sagen. Sie denken nämlich, dass ich jetzt vollkommen normal mit anderen Leuten kommunizieren kann. Ich weiß nicht, wie ich es ihnen sagen soll…

Danke vielmals

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@Kakaomaschine

Erst einmal verschaffe dir selbst Klarheit. Suche nach einem Autismus-Kompetenzzentrum (früher hießen sie Autismus-Therapiezentrum) oder einer Autismus-Beratungsstelle in deiner Nähe und schildere in einer Mail dein Problem.

Parrallel dazu geh zu deinem Hausarzt oder Kinder- und Jugendarzt zu einem Psychater überweisen, mit dem Vermerk:

Verdacht auf hochfunktionalen Autismus / Asperger-Syndrom F 84.5 in Komorbität zu bekanntem selektivem Mutismus F 94.0, bitte um Diagnose.

Davon müssen deine Eltern garnichts wissen. Das muss deinen Eltern aber überhaupt nicht peinlich sein.

Um dir selbst Mut zu machen, besorge dir das Buch "Nicht normal, aber das richtig gut" von Denise Linke. Lies es dir erstmal selbst durch und dann gebe es deinen Eltern zu lesen.

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Versuch, mit einzelnen ins Gespräch zu kommen und erkläre es ihnen genauso wie uns hier. Sonst kennen sie die Hintergründe ja nicht und denken, du würdest ihre Witze nicht gut finden. Dabei dauert es einfach ein wenig länger, bis du dir den Sinn erschlossen hast. Und manche Wortwitze sind schwer verständlich, wenn man kein Muttersprachler ist.