DEBEKA Ausbildung. Risiken? Empfehlungen?

4 Antworten

Hallo bifa96,

was ist dein späteres Ziel ?

Ein Versicherungskaufmann kann ja später im Innendienst seine Tätigkeit als Produkt-Sachbearbeiter, oder in der Schadensabteilung tätig sein.

Alternativ vorerst mal in einer Versicherungsagentur einsteigen, um dann auch später eine eigene Agentur (als Selbständiger) zu übernehmen.

Wenn Du allerdings schon schreibst " der fleißigste bin ich nicht " würde ich dir empfehlen deine Tätigkeit im Innendienst aufzunehmen.

Im Außendienst musst Du dir deinen Kundenstamm überwiegend selbst aufbauen. Den findet man unter seinen Freunden, Bekannten, Nachbarn, Vereinskollegen, ehemalige Arbeitskollegen usw, die dich dann auch weiterempfehlen können, bzw. dir auch weitere Kontakte nennen können.

Manchmal bekommt man auch einen Bestand übertragen von einem ausscheidenden Außendienstler. Aber überlege mal, dieser ist bei den Kunden bekannt und viele seiner Bestandskunden wird er mitnehmen, wenn er dann über einen anderen Versicherer weiterhin Verträge vermittelt.

Außerdem muss man Werbeanzeigen schalten.

Prospektmaterial verteilen.

Kontakte aufbauen in der Gemeinde, z.B. bei Ärzten, Handwerkern, Apotheken usw.

Also alles in allem dafür sorgen, dass man bekannt wird.

Dies bedeutet dann allerdings auch, dass deine tägliche Arbeitszeit - zumindest am Anfang so um die 10 Stunden beträgt. Deine Kundenbesuche finden in der Regel so nachmittags ab 16:00 Uhr statt und gehen öfters bis in die Dunkelheit so um ca. 22:30 hinein. Auch am Samstag oder Sonntag musst Du damit rechnen, dass Kunden anrufen und deine Hilfe benötigen.

Als Selbständiger ist ein mtl. Einkommen von mindestens ca. 7.000 € Pflicht, denn sonst kannst Du deine Kosten für den Versicherungsaußendienst nicht finanzieren und diese sind:

Krankenversicherung, Altersversorgung, Auto, Benzin, Reparaturkosten, Versicherungen, Vermögensschadenshaftpflicht, Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Werbematerial, Büro-Miete, Mitarbeiter-Gehalt usw.

Weiterhin ist wichtig, dass man sich eine eigen Homepage aufbaut, denn in der Zukunft wird man ohne eine Online-Präsenz vermutlich keine Chance mehr haben.

Wenn Du der Meinung bist, dies alles schaffen zu können, dann kannst Du dich auch für den Außendienst entscheiden.

Beachte aber noch, die Provision ist erst dann verdient, wenn man aus der Stornohaftung ist und diese beträgt in einzelnen Sparten sogar 7 Jahre.

Es hilft also nichts auf die Schnelle einen Vertrag abzuschließen. Wichtig ist es den Kunden optimal zu beraten und ihm jederzeit wenn er Fragen hat oder Änderungen wünscht zu helfen und immer für ihn da zu sein.

Gruß A.

 

Ich würde behaupten das ich einen großen Bekanntenkreis habe. Dein Beitrag ist schon einmal sehr Interresant. Wie Funktioniert der Weg in die Selbstständigkeit? 

Bist du selbst in der Branche Tätig ? Wenn ja wie hast du es gemacht ? 

Was ja klar ist erst einmal die Ausbildung. Dann einen großen Kundenstamm aufbauen. ( für weitere Infos sehr verbunden )

LG

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@bifa96

Hallo bifa96, ja ich selbst habe eine Versicherungsagentur. In den ersten Jahren war ich als Angestellter im Außendienst tätig, zwar mit einem Festgehalt, das man aber ins Verdienen bringen musste. Bedeutet dass die Provisionen das Festgehalt mtl. übersteigen musste. Lag man mal darunter, musste man den Minusbetrag im nächsten Monat zusätzlich ins Verdienen bringen. Der Wechsel in die Selbständigkeit ist nicht schwer, Gewerbeanmeldung bei der Gemeinde, evt. noch die zusätzlich Gewerbeanmeldung für den Verkauf von Fonds, bzw. für die Vermittlung von Finanzierungen. Anmeldung und Registrierung bei der IHK, Abschluss einer Vermögensschadenshaftpflicht. Natürlich mit einem Partner-Vertrag mit dem Versicherungsunternehmen. Um die Scheinselbständigkeit zu Beginn zu umgehen - einfach eine Innendienstkraft einstellen mit einem mtl. Mindestgehalt von 451,00 €

Dazu: http://www.frankfurt-main.ihk.de/recht/themen/arbeitsrecht/scheinselbstaendigkeit/

Gruß A.

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Das sind spannende Informationen und mittlerweile denke ich das ist das richtige für mich. Heutzutage muss man generell was für sein Geld tun was sind da 10 Stunden am Tag wenn man gut verdient. ( Gastronomie sind 12 Std schließlich meistens leider die traurige Wahrheit mit schlechter Bezahlung ). Als Ziel setze ich mir denke ich mal eine gute Ausbildung. Nach wievielen Jahren Berufserfahrung würdest du die Selbstständigkeit empfehlen ? Oder kann man da direkt hinein sobald man die oben genannten Faktoren erfüllt hat?

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@bifa96

Den Zeitpunkt für die Selbständigkeit kann man nicht empfehlen. Dies musst Du selbst erkennen. Entscheidend ist auch wie hoch deine mtl. Einkünfte sind. Wie groß dein Kundenstamm ist, bzw. deine Bestandsprovision. Und natürlich auch dein Fachwissen. Also auch, ob du ohne ohne fremde Hilfe deine Tätigkeit in den Griff bekommst. Auch kommt es auf dein Alter an. Also vorm 30. Lebensjahr solltest Du dies nicht versuchen.

Gruß A.

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Alles klar, Vielen Danke

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Hallo,

vielleicht auch über die Berufe "Sozialversicherungsfachangestellter" und "Kaufmann im Gesundheitswesen" informieren. Dann kann man bei den gesetzlichen Krankenkassen im Außendienst tätig sein. Ggf. jetzt in den Ferien einen Schnuppertag im Außendienst einer Krankenkasse machen.

Bei den Privatversicherungen auf jeden Fall auf den Unterschied zwischen Versicherungsfachmann (keine nach dem BBiG anerkannte Ausbildung) und "Kaufmann für Versicherungen und Finanzen" (anerkannte Ausbildung nach dem BBiG) achten.

Wenn man mehrere ähnliche Tätigkeiten verglichen hat, hat man mehr Sicherheit, das bessere gewählt zu haben.

Gruß

RHW

Die Ausbildung wäre "Kaufmann für Versicherung und Finanzen".

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@bifa96

Hier sind die genauen Beschreibungen für die beiden möglichen Fachrichtungen:

http://berufenet.arbeitsagentur.de/

-> Suchbegriff "Versicherung"

Vielleicht sind diese Links hilfreich:

.wirth-rechtsanwaelte.com/taetigkeitsfelder/makler-vermittlerrecht/provisionsrueckzahlung-storno/

.versicherungsmagazin.de/Aktuell/Nachrichten/195/21480/Bei-zehn-Jahren-Stornohaftung-zahlen-Vermittler-drauf.

.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/versicherung/beichte-eines-vertreters-das-geld-ist-nicht-weg-es-hat-nur-ein-anderer/8278000.

 

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Hallo bifa96, kurz zu mir, damit du weißt, woher ich meine Informationen nehme: Ich habe den Beruf der Kauffrau für Versicherungen und Finanzen ergriffen, im letzten Sommer meine Ausbildung beendet. Ich habe bei einem anderen Unternehmen gelernt, berufschultechnisch aber mit vielen Debekanern zu tun gehabt. Erstmal zum Beruf an sich: ohne Fleiß, kein Preis. Ein guter Verkäufer zu sein, ist nur eine Seite der Medaille. Es gibt nicht "das Verkäuferschema", es gibt z.B. nicht nur perfekt aussehende Verkäufer, aber das mindert ja auch keine Beratungsqualität. Du brauchst ein hohes Maß an Selbstmotivation und oft auch die Bereitschaft, mal außerhalb der "Öffnungszeiten" zu arbeiten, denn die Kunden arbeiten ja häufig auch. Du musst über ein hohes Maß an Fachwissen verfügen, denn gerade im Kundengespräch kannst du nur bedingt nachschlagen oder -fragen. Du hast häufig die Möglichkeitkeit an Seminaren und Fortbildungen auch fern deines Wohnortes teilzunehmen. Das ist nur ein winziger Anriss dieses vielfältigen Berufes. Zur Debeka (diese Informationen basieren lediglich auf Kontakt mit anderen Azubis): Der Verdienst ist super, ich habe nie etwas von 600 € netto gehört, was im übrigen für einen Azubi nicht schlecht ist, aber das passt hier absolut nicht. Dazu kommen ja auch noch Provisionen (natürlich auch bei anderen Unternehmen). Die Leistungserwartung ist überdurchschnittlich hoch, Überschreitungen der "normalen" Arbeitszeit sind an der Tagesordnung. Die Betreuung Ihrer Azubis während der Ausbildung ist vorbildlich. LG Maggie

Das man in der Ausbildung gut verdient ist mir schon klar, allerdings ist man nach der Ausbildung mit 400 € Fix oder sowas ziemlich weit unten und 1.500 € muss man erwirtschaften. Ich denke schon das ich das hin bekomme aber ich habe einfach Angst auf die Schnauze zu Fallen. Ein bekannter sagte zu mir das der Beruf eine sehr gute Sache ist, das man Disziplin braucht aber seinen Arbeitstag selbst gestalten kann und man eigentlich das soweit hinbekommen sollte ( er selbst ist mitlerweile Führungskraft. )

Das man nach ein paar Jahren mit Sicherheit 60.000 Jährlich verdienen würde wenn man sich den Anstrengt.

Mir geht es nicht im die Arbeitszeiten, es gibt Leute die 3 Jobs haben oder im Einzelhandeltätig sind. Man muss dort auch mal bis 10 Arbeiten.

Ich möchte einfach nur Wissen ist der Jobs wirklich nur eine solche Abzocke ? Wird man nur benutzt das die größeren Unternehmer über einen Geld verdienen ?

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denk dran, du bist auch in der stornohaftung. deine Provision ist also nicht mit dem abschluss verdient, sondern mit ablauf der stornohaftung.

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@Niemand1989

kannst du mir das Bitte genauer Erläuern das verstehe ich auf den ersten Moment nicht ganz ... 

Wenn jemand seine Versicherung kündigt muss ich die provision zurückzahlen oder wie muss ich das verstehen ?

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wenn der Vertrag innerhalb der stornohaftung ich glaube 3 jahre in der sachversicherung und 5 im bereich leben, storniert wird, musst du anteilig die provi zurückzahlen genau.

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Versicherung Prosivion

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