Darf mein Arbeitgeber mein Gehalt kürzen, wenn ich noch nicht die Urkunde für die Berufsbezeichnung vorgelegt habe?

5 Antworten

Erstens: Dein Gehalt wird nicht gekürzt, sondern Du bist nur bis zum Nachweis der staatlichen Anerkennung niedriger eingestuft und erhältst den Differenzbetrag bei Vorlage der Urkunde nachgezahlt!

Zweitens: Wenn die korrekte Eingruppierung unter dem Vorbehalt des Nachweises der staatlichen Anerkennung als Altenpflegerin steht (und die Differenz zum bis dahin niedrigeren Lohn als Pflegehelferin bei Vorlage
nachgezahlt wird), ist dagegen nichts einzuwenden!

Es gibt dazu keine unmittelbar anzuwendenden gesetzlichen Bestimmungen - es gilt das Prinzip der Vertragsfreiheit, und dem steht der Vorbehalt
der AGB-Inhaltskontrolle nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch BGB § 307 "Inhaltskontrolle" - unangemessene Benachteiligung - nicht entgegen.

Nebenbei: Ich Deinem Fall liegt ja nun wirklich keine besondere "Dramatik", da Du den Höheren Lohn (bzw. die Differenz) schließlich bei Vorlage der Urkunde nachbezahlt bekommst!!

Spontan würde ich sagen, es gilt der im Arbeitsvertrag vereinbarte Lohn. Wenn Zweifel an deiner Berufsqualifikation Bestehen, müsste er wohl eher kündigen. Oder es steht im Arbeitsvertrag direkt so drin, das bis zur Vorlage des Nachweises weniger bezahlt wird.

Aber um das genau zu wissen, muss man deinen Arbeitsvertrag kennen. Daher die klare Empfehlung: wenn die Gehaltskürzung empfindlich ist, frag einen Anwalt.

Es steht ein Paragraph im Arbeitsvertrag, der vorsieht mich als Pflegehelfer zu bezahlen, solange ich die Urkunde nicht vorgelegt habe, die Frage ist, ist dieser Paragraph im Arbeitsvertrag überhaupt statthaft, wenn ich durch das Zeugnis eindeutig beweisen kann, dass ich die Prüfung bestanden habe, ergo die Urkunde für die Berufsbezeichnung auf dem Weg ist. Es liegt ja nicht in meinem Verschulden, dass die Anfertigung der Urkunde so viel Zeit in Anspruch nimmt

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@DanielWeissberg

Du hast die Prüfung bestanden, aber noch keine staatliche Anerkennung. Damit kannst du Vertrag unter Vorbehalt. Und dies wird in dem Auszug den du in deiner Frage hast auch klar dargestellt: "Ferner steht der Arbeitsvertrag unter dem Vorbehalt der Vorlage der staatlichen Anerkennung als Altenpflegerin."

Ich sehe also nichts, was hier nicht dem gültigen Recht entspricht. Der Arbeitgeber räumt sich im Vertrag, den du im übrigen mit deiner Unterschrift in allen Punkten akzeptierst hast das Recht ein, dich als Pflegehelfer zu bezahlen, bis die betreffenden Unterlagen vorliegen. Erst dann wird er dir den ausstehenden Lohn nachzahlen.

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Es gibt keine "Gehaltskürzung", sondern es wird bis zum Nachweis der staatlichen Anerkennung nur der niedrigere Lohn für Pflegehelfer gezahlt und der Differenzbetrag bei Vorlage der Urkunde nachgezahlt!

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mich fristlos zum

Man wird fristlos gekündigt, aber unbefristet eingestellt.

Ist die Gehaltskürzung rechtens?

Ja, denn du hast bis dato nicht den Nachweis erbracht, dass du die entsprechende Ausbildung hast

Ich habe meine Ausbildung bei Vivantes gemacht und ich habe mein Abschlusszeugnis, es fehlt halt nur die Urkunde über die Berufsbezeichnung.

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Man wird fristlos gekündigt, aber unbefristet eingestellt.

Erstens ist das ein völlig überflüssige "Wortklauberei".

Ja, denn du hast bis dato nicht den Nachweis erbracht, dass du die entsprechende Ausbildung hast

Zweitens wurde der Nachweis mit dem Zeugnis nach Bestehen der Prüfung sehr wohl erbracht!

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