Darf man über Menschen "urteilen"?

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15 Antworten

Wenn du sagst "das macht man nicht" und sie darauf hin "das sagt man nicht" hat sie doch auch über dich geurteilt... oder sehe ich das falsch? 

Über jemanden "urteilen" bzw ihn "verurteilen" in dem Sinne darf nur ein Richter oder Gott, das stimmt natürlich. Wir aber haben doch das Recht darüber zu "urteilen" was für UNS richtig oder falsch ist, und das dürfen wir auch sagen!

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Kommentar von CalendulaBlume
29.04.2016, 11:28

Ja. Stimme dir voll zu. ;)

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Mit Worten muss man vorsichtig umgehen. Und der genaue Gebrauch von Worten ist im Bereich der Esoterik nicht oberste Priorität. Davon, dass Worte assoziativ und schwammig gebraucht werden, lebt die Esoterik. Ein Richter urteilt nicht, ein Richter VERurteilt. Er spricht frei oder Verurteilungen, die mit Strafen verknüpft sind. Wir als Menschen urteilen und werten ständig, denn das ist ein Überlebensprinzip wie atmen und Wasser trinken. Wenn die Dame behauptet, dass Sie sich zum Richter aufschwingen würden, urteilt sie ja auch, ja sie VERunteilt sogar, weil das als negative Handlung dargestellt wird. Da ich persönlich noch keinen Gott vom Himmel aus habe Urteile sprechen hören, gehe ich mal davon aus, dass die Dame bei ihren Gottesurteilen auf andere Signale lauscht als unsereins. Nur ist sie es, die die Gottessignale als Urteile deutet und die ganze Gottesurteilssache ist lediglich eine Mogelpackung, für das eigene Urteil nicht verantwortlich zu sein.

Die - wenn wir schon die Sache philosophisch untersuchen - Frage ist sowieso, wie weit wir selbst unsere Wertungen und Urteile als endgültig und offen für Korrektur betrachten oder wie weit diese apodiktisch sind und unmittelbar zu Konsequenzen führen, also sich gleich eine VERurteilung anschließt? Offene Menschen urteilen in der Regel eher selbstkritisch und mit Ungewissheit, deren sie sich bewusst sind. Sie verurteilen nicht gleich, wenn die Situation oder das Verhalten nicht offen feinselig sind. Offene Menschen spielen sich in der Tat nicht ständig als Richter auf, indem sie ihres Urteils hundertprozentig sicher auch gleich verurteilen. Das sind zwei sehr wichtige Phasen, die man unterscheiden sollte: Urteilen und VERurteilen. Unsere Moral und Ethik ist insgesamt nichts anderes als eine Summe von Urteilen aus vergangenen Erfahrungen. Dazu gehört, dass man andere Leute nicht ohne Grund tötet. Dazu gehört, dass man als Vater nicht seinen Emotionen ungezügelten Lauf lässt und das Kind prügelt, obwohl die Verfehlung nur eine Kleinigkeit war.

Mit Menschen, die sich die moralischen Vorschriften als zehn Gebote und sonstige Gebote aus der Bibel oder sonstwoher abholen, kann man nicht über den Ursprung diskutieren. Wir, die wir unsere Orientierung aus den vergangenen Erfahrungen holen, können auch nie 100 % sicher sein, dass wir alles richtig machen. Am Ergebnis des Urteils bemisst sich die Akzeptanz. Wenn islamische Fundamentalisten ihren Koran so interpretieren, dass es allahgefällig sei, Ungläubigen den Kopf abzuhacken, dann ist es mir scheißegal, ob das im Koran steht, das ist nicht akzeptabel - fertig. In dieser Beziehung geht mir unsere deutsche Supertoleranz sowieso zu weit und wir füttern die Feinde unserer Toleranz. Das sage ich, obwohl es mir kein Gott geoffenbart hat. Im Alten Testament übrigens, wenn man die richtigen Stellen raussucht, stehen noch viel schärfere Sachen.

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Kommentar von CalendulaBlume
29.04.2016, 10:57

Also ich bin eigentlich nicht mal ein Mensch, der andere schnell verurteilt. Ich bin ein ziemlich offener Mensch. Ist so. Was Pädophilie beispielsweise angeht, ist meine Meinung, dass derjenige, den es betrifft, ja nichts dafür kann. Ihn als Person werte ich aufgrund der Tatsache, dass er pädophil ist, nicht ab. Ich werte es allerdings extrem ab, wenn er tatsächlich sexuelle Handlungen an Kindern begehen sollte. Das ist dann eine Entscheidung, die er treffen kann und hier kann ich dieses Verhalten dann sicherlich auch abwerten. 

Also eigentlich würde ich eher sagen, dass ein Pädophiler so ziemlich die "A-Karte" gezogen hat. 

Noch mal zu dieser "allgemein gültigen Aussage": Wenn man vorher bestimmte Definitionen klärt, dann kann man aber ganz sicher auch allgemein gültige Aussagen treffen. Zum Beispiel kann ich sagen, dass ein Vater kein guter Vater ist, wenn er seine Tochter vergewaltigt. Wenn man die Qualität eines Vaters daran bemisst, welchen Einfluss sein Verhalten auf die Psyche und das Leben seiner Tochter hat. 

Aber allein dieses "guter" Vater enthält doch bereits eine Wertung.^^ Dass der Vater, der seine Tochter vergewaltigt ganz einfach der biologische Vater bleibt, das wäre ja auch klar. Aber ein guter Vater (womit man ja, wie gesagt, schon wertet) ist er dann nicht. 

Habe nicht verstanden, aus welchem Grund diese Diskussion von dieser Person überhaupt gestartet wurde. 

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Das, was du da schilderst, hat mit Esoterik nichts zu tun.

Abgesehen davon: Dein Gesprächspartner urteilt doch selbst über andere Menschen! Und zwar ganz einfach, indem er sagt, dass ich nicht über andere Menschen urteilen darf. Da sage ich: "Aber sicher darf ich das!"

Und jetzt? Jetzt hat der Gesprächspartner ein Problem. Entweder er akzeptiert das und ich urteile über den Vater in deinem Beispiel. Oder er akzeptiert das nicht und urteilt damit über mich. Dumm gelaufen ...

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Kommentar von CalendulaBlume
29.04.2016, 11:04

Esoterik habe ich erwähnt, weil diese Person eher esoterische Themen interessant findet und da auch immer so Krams erzählt. ;)

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Na bei der Dame hat die religiöse Gehirnwäsche aber gründlich funktioniert.

Zum einen ist sie bereit, ihr Hirn wegzuschmeißen und sich einer Fantasiefigur kritiklos zu unterwerfen. Interessant wäre zu wissen, woher sie weiß, was ihr Gott denn so will.

Desweiteren zeigt sie, wie praktisch Glauben ist. Man kann nämlich die Verantwortung für sein Handeln einfach abschieben und ein Urteil auf die Zeit verschieben, wenn man nicht mehr lebt. Damit entzieht man sich bequem der Verantwortung im Hier und Jetzt. Und wenn man doch sündigt, geht man halt zur Beichte oder macht eine Pilgerfahrt, dann muss man sich auch nicht mehr weiters für sein Tun verantworten. 

Den Satz, man darf sich nicht zum Richter aufschwingen, macht vor allem umgekehrt Sinn: Ich akzeptiere keinen menschlichen Richter, ich mache, was ich will. Das ist  z.B. die typische Einstellung der kath. Kirche zum Missbrauch von Kindern durch Priester. Nur wenn es nicht mehr anders geht, akzeptieren sie widerwillig eine irdische Gerichtsbarkeit.

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Es ist doch erst einmal die Frage: VERurteilen oder BEurteilen? Die zweite Frage: die Sache verurteilen oder den Menschen verurteilen?

Jesus sagt, das wir die Menschen nicht verurteilen sollen.
das heißt aber NICHT, dass ich die Tat (zb Mord) nicht verurteilen darf oder einen menschen BEurteilen dürfte.

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Kommentar von Gwynbleidd
29.04.2016, 10:50

Sehr schön gesagt. Besser hätte ich es nicht schreiben können. :)

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Kommentar von CalendulaBlume
29.04.2016, 11:05

Ja, stimme dir auch zu, Garfield0001. ;)

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Kommentar von Garfield0001
29.04.2016, 11:08

Danke. und ich bin auch gegen ein "das macht man doch nicht" - auch gegenüber Kindern. entweder gibt es ein Gesetz, dann kann ich sagen: "das darfst du nicht" oder es ist meine Meinung, dann kann ich sagen: "ich möchte es nicht". klingt viel schöner und zeigt (zb) dem Kind: "ah. er findet es einfach nicht schön. ich habe aber die Freiheit, mich auch anders zu entscheiden".

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Urteilen tut der Verstand aufgrund seiner Erlebnisse und Erfahrungen, dabei ist er nur auf sein eigenes Leben angewiesen, er hat nicht die Erkenntnis aller Menschen, dadurch sind diese Urteile beschraenkt und nur fuer die eigene Person gueltig, niemals fuer andere, denn sie fuehren ein eigenes Leben, fuer das dein Verstand keinerlei Aufzeichnungen hat. Insofern hat deine Bekannte recht, egal woher diese Meinung ruehrt. Natuerlich sind die Menschen ihren Verstand ausgeliefert, wohl dem, der sich keine Gedanken macht. Dein Beispiel ist drastisch, aber ich wuerde es als gegeben akzeptieren, das ist eine natuerliche Schranke, nicht der Rede wert. Die meisten Leute koennen diese Dinge nicht verstehen, weil sie ihr taegliches Geschaeft sind, sie koennen gar nicht ohne ihre Gedanken existieren. Deine Bekannte hat etwas Wahres gesagt, aber es ist nicht leicht zu realisieren, solange man seinen Gedanken verhaftet ist. Die Gedanken urteilen, nicht wir, wir sind ewig, wir brauchen nicht zu urteilen, weil alles perfekt ist, so wie es ist. Alles Gute!

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Kommentar von CalendulaBlume
15.05.2016, 12:18

Das ist ja ebenfalls weltfremdes Geschwätz.

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Kommentar von CalendulaBlume
15.05.2016, 12:19

Im Alltag sicher nicht passend.

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"Das macht man nicht" und "das gehört sich nicht" sind keine Urteile.

Du machst das gleiche, wie die Person: du überlässt das Urteilen jemand anderem. So wie sie es Gott überlässt, überlässt du es dem Gesetzbuch.

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Ja, man darf urteilen wann und wo immer auch. Man darf einfach nicht alles tun. Rot über die Ampel, geht einfach nicht., Vergewaltigung einfach nicht. Die Wahrheit ist ganz einfach. Der Grund weshalb viele Esoteriker scheitern ist, das sie die Schriften irdisch ergründen, und nicht geistig. In der geistigen Ebene darf man weder urteilen noch verurteilen, aber wohl in der irdischen, und auch in der seelischen

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Klar ist es uns erlaubt zu urteilen weil es keinen Gott gibt wir selbst sind Götter

Da sieht man wie Religionen die Menschen klein und dumm halten

Nur keine eigene Meinung und nichts sagen man darf sich ja nicht zum Richter aufspielen...total dämlich

Das einzigst sinnvolle Kommentar auf die Frage ob man urteilen darf ist vllt "ja darf man aber es ist nur energieverschwendung wozu urteilen und aufregen wenn es eh keinen Sinn macht"

MfG

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Es ist eine gute Praxis, sich an die eigene Nase zu fassen und vor der eigenen Tür zu kehren. Wenn man es mit der Bibel begründen möchte, dann führt man sich den Spruch mit dem Splitter im Auge des anderen und dem Balken im eigenen vor Augen. Wenn du eine Funktion hast, wie z.B. die eines Staatsanwaltes oder Richter, dann ist es vernünftig, sich eine Meinung über anderer Leute Fehlverhalten zu bilden. Im Normalfall sollte man sich so wenig wie möglich in anderer Leute Leben einmischen. Das ist eine der Hauptursache für den Unfrieden in der Welt. Wenn du etwas zu tun hast, mit einem Menschen, dessen Lebenswandel dir nicht gefällt, wenn er z.B. fremdgeht oder die Steuer betrügt, kannst du den Kontakt ja abbrechen. Wenn ich es aber richtig erinnere, saß selbst Jesus mit Sündern zusammen (ohne sie ständig daran zu erinnern, dass sie Diebe, Hu_ren oder Steuereintreiber sind).

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Kommentar von CalendulaBlume
29.04.2016, 10:22

Mische ich mich in das Leben der anderen so übermäßig ein, wenn ich sage, dass man als Elternteil bestimmte Dinge eben einfach nicht macht?

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Der ausgangs-bezug rein auf die eltern ist etwas seltsam. Und was gehört sich von kindern gegenüber den eltern alles nicht? Prinzipiell darf ich über alles urteilen was mein leben und direktes umfeld betrifft. Natürlich mit bedacht, aber für den alltag nehmen mur das weder gott noch bibel ab. Was für weltfremdes gequatsche!

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Kommentar von CalendulaBlume
29.04.2016, 18:54

Dein Ernst? Wir hatten keine Grundsatzdiskussion, eiiiiiinfach nur das, was da steht. Goooott im Himmel. Ja stimmt, was fällt der Tochter ein sich nicht dem Vater anzubieten? 


Was eine Bullshit Diskussion das hier ist. Bin raus jetzt. Das ist ja lächerlich. 

Ich weiß auch, dass du das damit nicht meinst. Aber wir hatten eben einfach nur diese Aussage und daraufhin ihre seltsame Antwort. Keine Grundsatzdiskussion oder sonst überhaupt irgendwas. 


Aber ja, ich sage ja, das ist weltfremdes Gequatsche. ;) Danke für diese Bestätigung. 

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Zunächst wäre es für die grundlegende Orientierung sinnvoll, wenn du Religion unterscheiden würdest von Esoterik. Die Bibel gehört zum religiösen Inventar. Demzufolge kann deine Gesprächspartnerin, wenn sie sich auf die Bibel bezieht, nur religiös aber keinesfalls "esoterisch daherquatschen".

Zu deiner Frage:
Natürlich darf man urteilen. Wer sollte das denn verbieten?

Ob es deinem Seelenfrieden (und dem anderer) sowie deiner inneren und äußeren Gelassenheit hingegen zuträglich ist, zu urteilen, steht auf einem ganz anderen Blatt und ist in der Tat eine hochinteressante Überlegung. Es gibt viele Urteile - vor allem jene, die sich aus moralischer Entrüstung speisen - die absolut überflüssig sind, weil sie unreflektiert übernommene soziale Normen darstellen, in die man zur Steigerung des eigenen Sicherheits- und Selbstwertgefühls auch seine Nächsten pressen möchte. Dies aber führt in der Regel zu Ablehnung, Feindschaft und verengten Blickwinkeln und trennt die Menschen voneinander.     

Womöglich ist deine Gesprächspartnerin noch nicht so fit in der Argumentation, weil sie sich diese nicht urteilende Haltung erst erarbeitet.

Den verborgenen Sinn hinter dieser nichturteilenden Haltung den Dingen gegenüber verdeutlicht dir vielleicht die nachfolgende Zen Geschichte:

Es war einmal ein Schüler der nach vielen Jahren Meditation, Ritualen und Tempel besuchen den Meister fragte: „Meister, ich folge nun schon seit Jahren allen Lektionen die Sie geben, mache alle Übungen und halte mich an alle von Ihnen gestellten Lebensregeln. Es ist vielleicht etwas in mir verändert, jedoch Erleuchtung habe ich hierdurch nicht erreicht. Sind alle Dinge, die Sie uns vorschreiben, denn nötig für das Erreichen von Erleuchtung?“

Der Meister antwortete: „Die meisten von uns finden darin einen Halt und das ist gut so. Doch wenn du so fragst, wirklich nötig für Erleuchtung, nein, das sind sie nicht.“

„Aber was ist es dann, Meister, bitte sage es mir “, bat der Schüler.

„Einen Tag lang nicht urteilen müsste genug sein, um die vollkommene Einheit wieder zu erfahren",

antwortete der Meister.


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Kommentar von CalendulaBlume
29.04.2016, 11:15

Sie quatscht aber esoterisch daher. Was weiß ich, wieso die jetzt erzählt, dass sie neuerdings viel in der Bibel lesen würde. xD Die ist einfach total verwirrt.

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Einer meiner Grundsätze die ich mir angenommen habe ist auch nicht mehr über andere zu Urteilen. Nicht aus der Sicht des Glaubens oder Urteilen in sinne zu Verurteilen wie ein Richter. 

Ich Urteile deswegen nicht mehr über Menschen, weil ich nie ihre Situation wirklich einschätzen könnte. Ich bin nicht in deren Haut und könnte nie deren Gedanken verfolgen oder deren wirklichen Beweggründe erfassen. 

Ich Akzeptiere die Menschen so wie sie sind und ziehe daraus meine Schlüsse. So bin ich befreit von jeglichen Vorurteilen und kann mich voll und ganz auf die andere Person einlassen. Wenn diese Person mir nicht gefällt dann verbringe ich keine Zeit mehr mit ihr.

"Du bist der Regisseur des Theaterstückes deines Lebens und nur du kannst entscheiden wer darin ein Rolle hat."

Wenn man es schaft auch nicht mehr über sich selber zu Urteilen und seine Gefühle und Beweggründe zu ergründen und ihren Ursprung zu finden dann Lebt man weitaus friedlicher.

Bei dem schlimmen Beispiel von dir, muss man entweder handeln oder wenn es nicht geht es aus den Gedanken schaffen , denn es macht einen nur selber krank.

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Natürlich darfst du über Menschen urteilen. Aber du musst es nicht und die "Person" erst recht nicht, wenn sie es nicht will.

Doch in den meisten Fällen ist es überflüssig, über andere Menschen zu urteilen. Und es bringt nichts Gutes, weil es Verstehen verhindert.

Ich komme um ein Beurteilen nicht herum, wenn eine Entscheidung über mein Verhalten zu einem Menschen davon abhängt. Aber das ist selten. Ich kann meinen Nachbarn grüssen, auch wenn ich nicht alles gut finde, was er tut und denkt. 

"»Zu den Guten bin ich gut. Zu den Unguten bin ich auch gut.« So empfängt er Güte. »Den Treuen vertraue ich. Den Ungetreuen vertraue ich auch.« So empfängt er Vertrauen." sagt Laotse. 

Dein Beispiel "Als Vater vergewaltigt man sein Kind nicht. Das macht man einfach nicht." ist keine gute Argumentation. Es beruht allein auf der moralischen Autorität des 'man'. Als gäbe es keine besseren Gründe, sein Kind nicht zu vergewaltigen. Wenn auch nur ein klein wenig Mitgefühl mit dem Kind da ist, ist klar, dass eine solche Tat entsetzlich ist.

Es gibt auch die weit verbreitete Vorstellung, dass "man in Sandalen keine Socken anzieht." Auch das "macht man einfach nicht".  Ist jetzt eine Vergewaltigung von Kindern auf derselben Ebene wie das Anziehen von Socken in Sandalen ?

 

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Kommentar von CalendulaBlume
13.05.2016, 23:03

Also irgendwie hat die komplette Argumentation hier nichts mit dem, was ich geschrieben und beschrieben habe, zu tun.

Ich habe nicht über das Vergewaltigen eines Kindes durch den Vater gesprochen, sondern darüber, dass man Aussagen wie "Als Vater vergewaltigt man sein Kind nicht. Das macht man einfach nicht." treffen kann und damit eben sagen kann, dass ein Vater, der seine Tochter vergewaltigt, kein guter Vater ist. Dass man das sagen kann, sich eine Wertung darüber erlauben kann. Darum ging es in der Diskussion. Um nichts anderes.

Keine Ahnung warum du unbedingt irgendwas kritisieren musst. Passt überhaupt nicht zur Frage und Thematik.

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Kommentar von CalendulaBlume
15.05.2016, 12:21

Ähm. Nein. Du hast eben einfach NICHT darauf geantwortet, was eigentlich Thema war. Keine Ahnung warum du die Frage nicht richtig verstanden hast, nach dem Erklärungstext. Aber das ist ja nicht mein Problem.

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Sie hat nicht ganz Unrecht. Du kannst natürlich deine eigene Meinung haben, aber sie ist nicht wirklich allgemeingültig und verbindlich für alle anderen.

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Kommentar von CalendulaBlume
29.04.2016, 10:25

Ok also man muss das auch akzeptieren, wenn ein Vater seine Tochter vergewaltigt. Man darf das nicht verurteilen, ja? Natürlich, ist klar.

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