Darf man als Frau mit einem katholischen Priester befreundet sein?

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6 Antworten

Natürlich haben Sie das Recht, freundschaftliche Kontakte bei den Personen zu suchen und zu pflegen, die Sie mögen. Gerade das Pflegen einer zwischenmenschlichen Beziehung kann natürlich nur bei gegenseitigem Einvernehmen funktionieren. Das dürfte aber wohl die einzige Hürde sein, die eine rein freundschaftliche Beziehung nehmen muss.

Um Ihrer Sorge gerecht zu werden, müsste Ihre Frage wohl eher lauten: Darf der Priester freundschaftliche Kontakte zu einer Frau suchen? Klare Antwort: Natürlich darf er das - Zölibat hin oder her! Der Zölibat hat rein gar nichts mit denjenigen sozialen Kontakten zu tun, die keine sexuelle Komponente haben. Sie betonten ja das "platonische" Ihrer Beziehung. Wer meint, ein Priester dürfte aus asketischen Gründen keine engen Kontakte zu Menschen des anderen Geschlechts haben (Familie ausgenommen), steht m.E. in der Gefahr, entweder den Zölibat der Weltkleriker künstlich aufzubauschen oder jegliche zwischengeschlechtliche Beziehungen künstlich zu sexualisieren.

Was machen denn diejenigen katholischen Priester, die verheiratet sind, oder Eheleute im Allgemeinen? Dürfen diese etwa keine tiefen Freundschaften zum anderen Geschlecht pflegen, weil von jenen Beziehungen Gefahr für die eheliche Treue ausgeht? Das von vornherein anzunehmen, wäre ja auch abwegig. Ebenso abwegig wäre es, Priestern in der Annahme einer Gefahr für die Treue zum priesterlichen Leben jegliche soziale Kontakte zu Frauen zu verbieten.

Also, pflegen Sie ruhig die Freundschaft zu Ihrem Priester. :) Ihre Frage vermittelt übrigens auch, dass Sie hohen Respekt vor der freiwillig gewählten Lebensweise Ihres Freundes haben. Das finde ich gut und ist bestimmt auch für ihn eine Bereicherung und Bestätigung.

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Klar darf man. Meine Mutter hat mal für einen katholischen Priester als Köchin gearbeitet und hält trotz seines Umzugs und seiner Pensionierung, sowie diverser Umzüge Kontakt mit ihm.

Wenn du mit diesem Priester reden würdest, würdest du dein "zum Glauben gefunden" noch einmal überdenken.

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Natürlich. Ein Priester ist ja auch ein ganz normaler Mensch mit einem Freundeskreis. Es ist doch nicht so, dass ein Priester nicht mit einer Frau reden darf. Ich kenne viele Priester, die auch mal mit Frauen was trinken gehen. Heutzutage ist es leider häufig so, dass man nur da drauf schaut, wie es von außen aussieht. Wenn ein Priester mit einer Frau was trinken geht, gibt es oft schon Aufruhr, weil er den Zölibat nicht halten würde. Aber darf ein Priester nicht einfach auch mal was trinken gehen und sich mit anderen Menschen über sein Leben austauschen? Wer ist da denn verkrampft? Der Priester oder die Leute? Man kann auch mit Bischöfen befreundet sein. Es muss doch nicht alles eine Liebesbeziehung sein. Wenn ich mal dran denke, wie viele Priester ich kenne, die in ihrem Freundeskreis auch Frauen haben... Es geht ja nicht darum, als zölibatär lebender Mensch alles Weibliche aus seinem Leben zu tilgen. Das wäre gänzlich missverstanden. Wer so lebt, ist tatsächlich verkrampft. Da wird das zölibatäre Leben nicht funktionieren. Wenn man da dann einmal eine Frau sieht, war es das mit dem Priestertum. Geh doch mal in die Seminarbar eines Priesterseminars. Da laufen selbstverständlich auch Frauen rum. Seminaristen studieren ja auch mit Frauen. Man sollte Priester nicht wie irgendwelche weltfremden, erhabenen Kleriker behandeln, sondern als welche, die ganz normal zur Gesellschaft zugehören wie jeder andere auch. Außerdem gibt es viele Frauen, die gerne mit Priestern befreundet sind, gerade, weil sie im Zölibat leben. Als Priester haben sie noch einmal eine ganz andere Sicht auf die Welt und trumpfen auch immer mit lustigen Sprüchen über ihre eigene Lebensform. Katholizismus hat halt Humor.

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Kommentar von AnneMariexxxx
04.08.2017, 11:13

Danke für die hilfreiche Antwort. Ich sehe es eigentlich genau so wie Du! Ich habe tatsächlich ein Problem damit, wie es nach außen auf andere Menschen wirkt bzw. was sie darin sehen wollen! Ich hatte wirklich viele tolle Gespräche mit ihm. Ich würde mich halt gerne weiter mit ihm austauschen, wenn ich auch bald schon umziehen muss. 

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Solange ein Verhältnis wie zwischen Bruder und Schwester besteht, liegt kein Verstoß gegen den Zölibat vor.

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Kommentar von AnneMariexxxx
04.08.2017, 14:05

Vielen Dank. Genau so ist es auch. Wie Bruder und Schwester.

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Sicher, die Mutter meiner Ex Freundin war mit einem Weihbischof befreundet.

Kam immer einmal im Jahr zu ihr zu besuch.

Da du kein kleiner Junge bist gibts da auch keine großen gefahren. Insofern sollte das kein Problem sein.

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Wenn es einen Gott gibt. Und er auch nur ein Fünkchen von der Nächstenliebe besitzt, die man ihm nachsagt, wird das kein Problem darstellen.

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