Darf man als 15jähriger 400€ ausgeben?

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12 Antworten

Hi,

Der Verkäufer KANN die Einwilligung deiner Eltern verlangen, weil:

Beschränkt geschäftsfähig sind Minderjährige vom vollendeten 7. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr (§ 106 BGB). Die meisten Rechtsgeschäfte, die beschränkt Geschäftsfähige schließen, sind schwebend unwirksam, wenn sie nicht mit Einwilligung des gesetzlichen Vertreters (in der Regel die Eltern) geschlossen werden. Die Eltern können dem Rechtsgeschäft jedoch auch nachträglich zustimmen, d. h. genehmigen (innerhalb von 14 Tagen) (§ 183, § 184 BGB).

Grds. sind alle Geschäfte Minderjähriger ohne Zustimmung der Eltern unwirksam.

Falls der Händler wenig Lust verspürt, ein bereits verbautes Ersatzteil wieder zurücknehmen zu müssen, wenn Mami oder Papi den Kaufvertrag widerrufen und damit nichtig (von Anfang an unwirksam) machen, wird er die verlangen.

G imager761

Die Zustimmung kann allerdings in so allgemeiner Form erfolgen, dass das Geld zur freien Verfügung gestellt wird.

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Da du noch minderjährig bist, bist du nur beschränkt geschäftsfähig. D.h. deine Eltern könnten einen (Kauf-)Vertrag, den du geschlossen hast, wieder rückgängig machen.

Aber laut §110 (Taschengeldparagraph) kannst du über dein Taschengeld (auch Angespartes Taschengeld) frei verfügen und es ausgeben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Taschengeldparagraph

Allerdings kann es sein, dass der Verkäufer sich absichern will und das Einverständnis deiner Eltern will.

Die Mühe machen sich die meisten aber nicht.

Aber laut §110 (Taschengeldparagraph) kannst du über dein Taschengeld (auch Angespartes Taschengeld) frei verfügen und es ausgeben.

Absolut rechtsirrig und falsch :-O

"Ein [...] Vertrag gilt als [...] wirksam, wenn der Minderjährige die [...] Leistung mit Mitteln bewirkt, die ihm zu diesem Zweck oder zu freier Verfügung von dem Vertreter [...] überlassen worden sind" bedeutet: Sind die Eltern nicht damit einverstanden, dass ihr Kind das Taschengeld hortet um sich einen Prozessor oder Mainboard zu kaufen, können sie diese Mittelverwendung aus Vermögenssorge heraus widerrufen.

G imager761

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Dürfen schon, aber der Verkäufer darf auch Nein sagen und wird es möglicherweise auch.

rechtlich gesehen ist das ein bisschen..fraglich. denn erst mit 18 ist man geschäftsfähig. eigentlich hätte jede kassierin das recht dich zu fragen woher du das geld hast, ob du es von deinen eltern hast und eine bestätigung hast von wegen "mein sohn/meine tochter darf das geld ausgeben". aber das wäre ja viel zu aufwändig.. es kann sein dass du für diese hohe geldmenge eine unterschrift von den eltern brauchst. aber das ist auch nur gesetzlich gesehen, im laden kontrolliert das ja keiner mehr.

Wenn du dir unsicher bist, ruf vorher an, dann fährst du nachher nicht umsonst. Sonst nimm doch deine Mutter oder deinen Vater mit.

Das was herja geschrieben hat ist vollkommen richtig:

Der Verkäufer KANN die Einwilligung deiner Eltern verlangen, weil:

Beschränkt geschäftsfähig sind Minderjährige vom vollendeten 7. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr (§ 106 BGB). Die meisten Rechtsgeschäfte, die beschränkt Geschäftsfähige schließen, sind schwebend unwirksam, wenn sie nicht mit Einwilligung des gesetzlichen Vertreters (in der Regel die Eltern) geschlossen werden. Die Eltern können dem Rechtsgeschäft jedoch auch nachträglich zustimmen, d. h. genehmigen (innerhalb von 14 Tagen) (§ 183, § 184 BGB).

Du bist beschränkt Geschäftsfähig und diese Summe liegt außerhalb des Taschengeldparagraphes.

Wenn man es rechtlich sieht, müssen Deine Eltern zu dem Kauf zustimmen.

Wie viel Geld darf ich denn ausgeben?

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@MasterPaul351

Das Sparen des Taschengeldes ist generell erlaubt. Das BGB schreibt nicht vor, für wie viel Geld der Minderjährige einkaufen darf. Bei teuren Anschaffungen jedoch wird der Verkäufer in der Regel die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter verlangen, um für sich Rechtssicherheit herzustellen.

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@LaraSnow

Das Sparen des Taschengeldes ist generell erlaubt.

Rechtsgrund für diese irrige Behauptung?

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@imager761

Man sagt der Taschengeld § geht bis ca 50 Euro.

400 Euro Taschengeld bekommt wohl kein Jugendlicher ;-)

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@imager761

Erlaubt ist in Deutschland immer noch, was nicht verboten ist. Wo steht, dass das Sparen des Taschengeldes verboten ist?

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Ein Kaufvertrag in dieser Höhe ist "schwebend unwirksam". Denn dieser Betrag übersteigt Dein regelmäßiges Taschengeld. Der Kaufvertrag ist also so lange unwirksam, bis Deine Eltern dem Kauf zustimmen. Sollten also Deine Eltern diesem Kauf nachträglich nicht zustimmen, wirst Du die Sachen also wieder zurück bringen müssen. Stimmen sie dem Kauf zu, ist alles in Ordnung und rechtsgültig ..............

Ja, ne freundin hat auch mal für 500€ bei H&M eingekauft ;D

ich glaube die werden es wahrscheinlich nicht dir einfach so verkaufen. lass dir von deinen eltern ne unterschrift geben, dann sollte es keine probleme geben, denke ich zumindest.

Kann sein bin mir aber nicht sicher weil das viel geld ist.

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