Darf ein Auto mit 300.000 Km noch fahren?

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9 Antworten

Hallo!

Bei einem Auto mit 300.000 km das wohl auch schon recht betagt ist, muss man solche Fehler eigentlich hinnehmen.. wohl war die Karre ziemlich billig & dafür kann man keine Perfektion erwarten ----------> sorry wenn ich das so sage, aber sowas weiß man eigentlich, wenn man sich für so ein Auto interessiert!!

Die Aussage des Händlers ist zwar so total falsch wie unseriös (ein ordentlich gewartetes & gepflegtes Auto kriegt viel mehr auf die Reihe -------> nur zur Orientierung, bei uns in der Stadt gibt's 'nen E-Klasse Mercedes als Taxi, der die Million Kilometer vor 2-3 Jahren gepackt hat & immer noch läuft!), aber andererseits kommt's drauf an WIE du das Auto gekauft hast: Gegen Rechnung? "Im Kundenauftrag"? Unter Ausschluss von Gewährleistung als "Bastlerauto"? Kein Händler gibt auf so 'nen Hobel noch Garantie, das läuft immer so irgendwie..! Dann hättest du echt keinerlei Ansprüche, zumal bei einem solchen Auto wiegesagt immer was sein kann!

Außerdem müsstest du erstmal nachweisen, dass der Händler ggf. von dem Fehler gewusst hat -------> was quasi kaum möglich ist!

Die Händler sind heute so gewieft, dass sie Gewährleistung/Sachmängelhaftung u.a. mit allen Tricks ausschließen bei solchen Autos.. was man in gewisserweise auch verstehen kann: Da könnte der Käufer ja täglich ankommen. Mir hat das mal ein Händler absolut plausibel erklärt, als ich mich für einen alten Benz interessiert habe & diesbezüglich nachfragte.

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Kommentar von franneck1989
25.11.2015, 10:41

Bei einem Auto mit 300.000 km das wohl auch schon recht betagt ist, muss man solche Fehler eigentlich hinnehmen

Sehe ich nicht so. Hier handelt es sich eher nicht um altersbedingten Verschleiß, den ein Kunde erwarten muss.

Außerdem müsstest du erstmal nachweisen, dass der Händler ggf. von dem Fehler gewusst hat -------> was quasi kaum möglich ist!

Das müsste er nur, wenn er privat unter Gewährlesitungsausschluss gekauft hat. Laut Schilderung des Fragestellers handelt es sich eindeutig um einen Händler. Und wenn er es im Kundenauftrag verkauft hätte, hätte er wohl kaum den Fehler versucht zu beseitigen.

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Die Aussage des Händlers ist Unsinn. Wenn das Auto als fahrbereit verkauft wurde, dann muss es diese Eigenschaft auch erfüllen. Anderenfalls muss er das Auto eben verschrotten und auf den Gewinn aus dem Verkauf verzichten. Verkauft er es aber, muss er auch mindestens ein Jahr Gewährleistung geben und Mängel beseitigen.

Richtig ist aber, dass man bei einem solch alten Auto mit Abnutzungs- und Verschleißerscheinungen zu rechnen hat und diese alterstypischen Gebrauchsspuren nicht als Mangel zu werten sind. Der von dir beschriebene Fehler dürfte allerdings nicht darunter fallen, daher handelt es sich meiner Meinung nach um einen Mangel, den der Händler zu beheben hat. Ihm ist dafür die Möglichkeit der Nachbesserung einzuräumen

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Kommentar von vierfarbeimer
25.11.2015, 09:27

Beim Gebrauchtwagenverkauf ist der Händler gesetzlich zur Gewährleistung verpflichtet. Das bedeutet, dass Verkäufer zwei Jahre ab der Übergabe des Wagens dafür einstehen müssen, dass das Fahrzeug einwandfrei funktioniert. .. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass die Herabsetzung dieser Frist - etwa auf ein Jahr - durch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Kaufvertrages unwirksam ist. 

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/das-folgt-aus-bgh-urteil-zu-maengelhaftung-bei-gebrauchtwagen-a-1031320.html

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Es gibt bei der Sachmängelhaftung keine Kilometerbegrenzung. Und die Haftung kann auch nicht im Kaufvertrag ausgeschlossen werden. 

Hat der Händler dir dieses Auto verkauft (und das nicht "Im Auftrag") , so hat er diese Gewährleistung immer noch zu erfüllen. Und sofern der Kauf noch keine 6 Monate her ist, muss ER den Beweis antreten das der Mangel bei Übergabe noch nicht bestanden hat. Das wird schwer wenn du den Mangel bereits einen Tag nach Kauf angezeigt hast. Ich hoffe nur für dich das es irgendwo festgehalten wurde. 

Wobei man allerdings sagen muss das die Sachmängelhaftung NICHT für Verschleißteile gilt. 

Wenn er sich quer stellt würde ich dir raten tatsächlich rechtliche Schritte in Erwägung zu ziehen. Mich persönlich macht solches Verhalten seitens Autohändlern massiv... ungehalten.

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Auch wenn der km-Stand eigentlich bedeutet, dass das Auto je nach Zustand nix bis vielleicht 500 Euro wert ist - wenn es von einem gewerblichen Händler verkauft wird, dann greift immer die mindestens einjährige Gewährleistung mit der sechsmonatige Beweispflicht für den Händler, dass der Mangel beim Übergang der Sache nicht vorlag. Das dürfte hier wohl kaum greifen. Nach meiner Auffassung muss er hier den vertragsmäßigen Zustand herstellen. Klar, eine Motorelektronik kann schon mal 1.000 Euro kosten, aber sein Pech, wenn er solche Möhren verkauft. Nach sechs Monaten musst du dann beweisen, dass der Mangel schon beim Übergang der Sache vorlag. Das wird der Händler möglicherweise abwenden können (ab Ende Dezember dann). Und kein normal tickender Autohändler würde überhaupt so ein Auto verkaufen, da sie wissen, für was sie da haften. Bei meinem Gebrauchthändler ist bei 6.000 Euro Schluss, darunter geht alles in den Export.

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Es gibt keine rechtlich keine km- Begrenzung. Das Auto muß nur alle 2 Jahre zum TÜV und darf dann auch fahren.

Es ist natürlich so, das bei 300000km mit entsprechenden Abnutzungen des Autos zu rechnen ist.

Da der Fehler gleich am ersten Tag auftrat, wäre davon auszugehen, das der Händler den Fehler kannte bzw. kennen mußte.

Wenn es nach den 3. Reperaturversuch immer noch Auftritt, sollten sie eine Wandlung vornehmen, d.h. Auto zurück und Geld zurück.

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Kommentar von vierfarbeimer
25.11.2015, 09:30

Da der Fehler gleich am ersten Tag auftrat, ist davon auszugehen, das der Händler den Fehler kannte ....

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kommt drauf an was im Kaufvertrag steht, und solange ein Auto TÜV hat darf es auch auf Strassen fahren, und wenn der Händler eine Reperatur duchführt muß er dafür auch haften, sonst hätte er eine Reperatur ablehnen müsswen, sonst einen Sachverständigen von TÜV oder Dekra die Arbeit prüfen lassen

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Hallo.

Wenn Du Dir ein Fahrzeug beim Händer kaufst, hast Du darauf Garantie. Diese Garantie ist natürlich etwas Anders als beim Neuwagen aber wichtig ist, daß Du sofort zu ihm gehst, wenn ein Problem auftritt. Ich will mich da nicht festlegen aber soviel ich weiß gibt es hier unter Umständen das 1. Jahr und das zweite Jahr der Garantie, die sich in den Leistungen unterscheiden könnten (wie gesagt, soviel ich weiß).

Wenn Du aber bereits am nächsten Tag am Fahrzeug ein Problem hast, dann fällt das, wenn nicht eigenverschuldet (Unfall oder selbst rumgebastelt) in jedem Fall unter die Garantie (unabhängig der Kilometerlaufleistung).

Bei auftetenden Fehlern wird das gerne mal gemacht daß der Fehler gelöscht wird mit dem Hinweis: ... wenn er wieder auftritt dann kommen sie halt wieder! ... damit hofft man halt, daß der Fehler nicht noch mal während der Garantiezeit auftritt aber Fakt ist, daß Fehler nicht einfach mal versehentlich auftreten sondern es dafür einen Grund gab. Sicherlich kommt schon mal ein Fehler wegen einer Kleinigkeit oder weil wo was reingekommen ist... aber meistens steckt da was dahinter. Bleib einfach dabei daß Du mit rechtlichen Schritten weitermachst wenn der Händler seinen Pflichten nicht nachkommt und er wird was machen... denn er weiß sicherlich, daß er nicht im Recht ist. Er versucht es halt, ob sich Jemand verscheuchen lässt!

Ganz wichtig: Frage nach, was das für ein Fehler ist (Meldung bzw. Fehlernummer)... damit Du auch weißt, worum es hier geht!

Mfg



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Kommentar von franneck1989
25.11.2015, 09:00

Wenn Du Dir ein Fahrzeug beim Händer kaufst, hast Du darauf Garantie.

Das ist falsch. Garantie ist immer eine Zusatzleistung. Diese kann der Händler kostenfrei mit dazugeben, muss er aber nicht.

Wenn Du aber bereits am nächsten Tag am Fahrzeug ein Problem hast, dann fällt das, wenn nicht eigenverschuldet (Unfall oder selbst rumgebastelt) in jedem Fall unter die Garantie (unabhängig der Kilometerlaufleistung). 

Auch das ist fraglich. Es fällt nur das unter die Garantie, was sich aus den Garantiebedingungen ergibt. Diese kennen wir ja nun leider nicht, so es überhaupt eine Garantie gibt

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An der Aussage, das ein Auto nur 300tkm fahren darf/ kann/ soll merkt man schon, wie unseriös der Händler ist...

Lass dir die Schäden von einem Sachverständigen belegen und geh damit zum Händler und forder eine Nachbesserung.

Wenn er das nicht will, kannst du bestimmt vom Kaufvertrag zurücktreten, da du getäuscht wurdest, wenn die Fehler schon vorher da waren. Das wird dir aber ein Anwalt sagen können.

Wieso ist dir der Fehler nicht vorher bei einer Probefahrt aufgefallen? 

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Kommentar von cosmicbrain
25.11.2015, 12:36

Hallo, der Fehler ist bei der Probefahrt nicht aufgefallen, weil er dort nicht aufgetreten ist, wie gesagt die Medlung kommst sporadisch mal 1 woche gar nicht, dann 10 mal hintereinader. Der Fehler ist das erste mal aufgetreten ca 20 KM nachdem ich den Kaufvertrag unterschrieben hatte, und wurde umgehend gemedlet

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weil ein Auto rechtlich mit 300t km nicht mehr fahren sollte.

was für ein Blödsinn, damit hätte er sich ein Eigentor geschossen, ER hätte das Auto gar nicht verkaufen dürfen ..... 

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