Darf die Rechnung vom vertaglich ausgemachten Angebot abweichen, und wenn ja, dann um wieviel Prozent?

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12 Antworten

http://www.finanztip.de/kostenvoranschlag-handwerkerrechnung/

Wieviel Prozent liegt er über dem Angebot/Auftragsbestätigung? Eine Überschreitung des Kostenvoranschlages um bis zu 20% wird von der Rechtsprechung als unwesentlich und zulässig angesehen.

Wurden während der Umbauphase auch nur klitzekleine Änderungen gefordert und vereinbart ohne Änderung des bestehenden Angebotes?

Neben der Einschätzung in dem Link solltest Du Dich mit der Schlichtungsstelle der Innung in Verbindung setzen, hier als Beispiel die Handwerkskammer Köln.

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Kommentar von schwarzwaldkarl
03.06.2016, 09:51

es gibt allerdings einen Unterschied zwischen Kostenvoranschlag und Angebot...

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Das geht natürlich nicht. Wenn ihr euch auf einen Preis geeinigt habt und den auch vertraglich abgeklärt habt, kann man nicht einfach mehr verlangen.

Falls du den Vertag noch hast, solltest du ihn dir aber noch mal ganz genau durchlesen. Wenn dort ein bestimmter Betrag steht, der am Ende gezahlt werden soll, kann der Preis nicht erhöht werden.

Es könnte allerdings dort (meist im Kleingedruckten) auch etwas stehen, wodurch der Preis erhöht wird (z. B.:"Der Preis kann bei unerwarteten Ausgaben erhöht werden").

Wenn du dir den Vertrag noch mal ganz genau unter die Lupe genommen hast (Manchmal ist es auch besser, sich den Vertrag von einem Anwalt durchlesen zu lassen, muss jeder für sich selber entscheiden), dann stell den Handwerker zur Rede.

Frag ihn dabei, warum er mehr Geld verlangt und mit welchem Recht er sich das erlaubt.

Es könnte auch sein, dass das nur ein Tippfehler war oder Ähnliches ist, ist aber sehr unwarscheinlich, weil Leute, wenn es um Geld geht, immer sehr gut aufpassen.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen!

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Kommentar von Matap
03.06.2016, 10:07

Im Vertrag Steht sicher nichts Kleingedrucktes. Zizat: "Als Vergütung sind vereinbart ein Angebotspeis von 25400€ incl. gesetzlicher Mertwertsteuer". Zudem wurden einige arbeiten die im Angebot Standen, nicht getätigt (da dies im laufe des umbaus nicht nötig waren), und trotzdem liegt jetzt die Rechnung bei über 35000€.

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Vertraglich wurde eine Vergütung in höhe des Angebotspreises vereinbart.

Dann kann die Rechnung davon natürlich auch nicht abweichen, es sei denn, es wurden noch zusätzliche Arbeiten ausgeführt, die nicht im Angebot standen (und natürlich von dir gewollt wurden).

Wenn es also nicht nur ein Kostenvoranschlag war, sondern anscheinend ein Pauschalpreis, dann muss auch nur dieser Pauschalpreis bezahlt werden. Frage den Handwerker doch mal, warum du nun mehr bezahlen sollst als vereinbart.

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Pauschal bedeutet pauschal. Wenn es Teurer werden sollte hätte der Handwerker dich vorher informieren müssen und auch eine plausible erklärung parat haben! Zahl ihm den Pauschalbetrag und weise auf den Vertrag hin. Selbst wenn es zu komplikationen gekommen ist und zu mehr Arbeit, hätte er dich zuvor informieren müssen.

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im vertrag steht:
Zizat: "Als Vergütung sind vereinbart ein Angebotspeis von 25400€ incl. gesetzlicher Mertwertsteuer"

Die Abweichung vom vereinbarten Preis beträgt ca 40%.

Was ich hier herauslese ist, dass ich rechtlich gesehen diese hohe Abweichung nicht akzeptieren muss

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Wenns vertraglich vereinbart war also ein Festpreis ohne Abweichungen ist das recht auf deiner Seite
Anders wäre es bei einem vorabangebot oder Kostenvoranschlag aber auch da glaub ich nicht dass das 10000 euro abweichen darf

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Kommentar von Mignon4
03.06.2016, 09:48

Ich glaube, die Abweichung kann durchaus angemessen sein. Sie muß in Relation zum Gesamtauftragswert gesehen und gesetzt werden.

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Kommentar von maggylein
03.06.2016, 09:58

ok ich weiß natürlich nicht wie teuer der gesamtausbau gekostet hat... 10000 hört sich auf jeden Fall viel an. und ohne vorherigen Hinweis das wegen xy mehr kosten entstehen glaube ich nicht dass das haltbar ist

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das sollte dir erstmals der Handwerker dringend Begründen, gegenüber dem festen Vertrag 

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die entscheidende Frage ist, hast Du einen unverbindlichen Kostenvoranschlag bekommen oder doch eher ein befristetes Angebot? 

Wenn der Vertrag nach dem Angebotspreis schriftlich vereinbart wurde, muss die Rechnung identisch sein... Bei einem Kostenvoranschlag sieht es leider etwas anders aus... 

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Das hängt von der Formulierung eures Vertrages ab. Hast du Festpreise vereinbart? Dann wäre ohne Zusatzleistungen, die vorher im Vertrag nicht vereinbart waren, keine Preiserhöhung möglich.

Meines Wissens (ich kann mich irren!) sind ca. 10% über dem anfänglichen Angebot/Vertrag akzeptabel.

Prüfe, ob sich im Laufe der Arbeiten Zusatzleistungen ergeben haben, die auch zusätzlich bezahlt werden müssen.

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Dazu müsste man den ganzen Vertrag lesen. Nach dienen Schilderungen ist es nicht rechtens.

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