Darf Arge das ganze Stipendium vom Sohn berechnen als Gesamteinkommen der ganzen Familie wenn beide Eltern ALG II erhalten?

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4 Antworten

Wie kann das Gerecht sein?

Ich finde es völlig gerecht. Leistungen nach dem SGB II sind Sozialleistungen die durch Steurern gezahlt wird. Es kann ja nicht sein, dass meine Steuern dafür verwendet werden, wenn es in der BG ein hohes Einkommen gibt. Also völlig gerecht oder?

Eltern haben 30 Jahre eingezahlt

Eingezahlt haben sie in die Arbeitslosenversicherung. Allerdings handelt es sich hier um eine Solidaritätsversicherung. Heißt sie haben nicht für sich selber sondern für andere eingezahlt! Das Argument ist meiner Meinung überflüssig.

Darf Arge das ganze Stipendium vom Sohn berechnen als Gesamteinkommen der ganzen Familie

Das Einkommen vom Sohn darf und MUSS mit angerechnet werden. Immerhin bildet der Sohn mit den Eltern eine Bedarfsgemeinschaft. Und mit seinen Einkommen kann er doch auch für die Eltern sorgen oder?

Und die Arge würde zu den 600,- € vom Stipendium auch den Arbeitslohn von 800,-€ berechnen als Gesamteinkommen der ganzen Familie und wieder die Leistungen kürzen

Hier werden keine Leistungen gekürzt. Ich finde das ist ein falscher Ausdruck. Die Leistungen werden nur geringer, weil der Bedarf zum Teil selbständig gedeckt werden kann. Das ist doch super!

Wahrscheinlich würde Arge sagen jetzt haben Sie genug Geld

Das würden sie nur sagen, wenn der komplette Bedarf gedeckt ist. Wie hoch der Bedarf ist, kann man anhand des Bescheides ganz leicht sehen.

Mir ist völlig klar, dass meine Antwort vielleicht nicht freundlich ist oder nicht so ist, wie es gewünscht wird, allerdings entspricht sie zu 100% der Realität.

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Aus SGB II § 7 Absatz 3 ergibt sich, dass das ALG II der beiden Elternteile sinkt, wenn der Sohn genügend Einkommen hat, um seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, oder wenn er immatrikuliert ist, das steht dann in Absatz 5 ebenda.

Das ALG II der Elternteile sinkt dann um den Anteil, den der Sohn selbst übernehmen kann an Miete und Heizung, also um seinen Kopfteil. Bei drei Leuten in der Wohnung wäre das also ein Drittel.

Hat der Sohn ein noch höheres Einkommen, könnte SGB II § 9 Absatz 5 greifen. Das ist aber selten der Fall, und falls doch, kann man dem einfach widersprechen.

Gruß aus Berlin, Gerd

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Wenn der Sohn volljährig ist und Erwerbseinkommen plus Stipendium erhält, fällt er aus der Bedarfsgemeinschaft heraus.

Dann kann er natürlich nicht kostenlos in der elterlichen Wohnung leben, sondern er muss seinen Mietanteil und seinen EIGENEN Lebensunterhalt selbst bestreiten.

Wieso kommst du auf diese Frage?

Hat der Sohn bereits das Stipendium zugesagt bekommen?

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Kommentar von UserDortmund
01.09.2016, 16:36

Falsch!! Das Alter ist egal! Wenn sie zusammen wohnen und eine BG bilden dann wird alles angerechnet

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Hm, schwierig.


Es gibt doch an Unis meist auch eine Sozialberatung, kann Euer Sohn  sich da mal erkundigen?


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Kommentar von UserDortmund
01.09.2016, 16:43

Ganz leicht ist es. Siehe meine Antwort

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