Buchweizen / Kichererbsen unverzräglichkeit - Histaminintoleranz?

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4 Antworten

Kichererbsen (Hülsenfrucht), Buchweizen (Knöterichgewächs) und Pasta (Weizen) haben nicht sonderlich viel blähendes gemeinsam, außer dass sie reichlich Stärke enthalten.

Histamin bläht nicht - wenn dann läuft es andersrum: Dass Gärungsprozesse Blähungen UND Entzündungsreaktionen (->Histamin) verursachen.

Blähungen die schon eine Stunde nach dem Essen auftreten sind solche, die schon im Dünndarm angesiedelt sein müssen. Denn weiter ist der Nahrungsbrei nach einer Stunde sicherlich noch nicht durchgerutscht. Und das deutet dann auf eine Dünndarmfehlbesiedelung hin, denn Blähungen entstehen nur durch mikrobielle Gärung - und die hat im Dünndarm nichts zu suchen, sondern gehört in den Dickdarm.

Dass es gerade Stärke ist, die Probleme verusacht, das deutet z.B. am ehesten auf E. coli als Verursacher hin. Denn die meisten anderen "Mitbewohner" (z.B. die ohnehin eher unkritischen Milchsäurebakterien oder die Hefepilze) stehen eher auf Zucker.

Allerdings sollten ganze Körner hier deutlich besser verträglich sein als Mehlspeisen oder Backwaren. Weißbrot, Cracker und Maltodextrin (häufiger Zusatzstoff, teilweise abgebaute Stärke) sollten dir also noch viel mehr zusetzen.

Heißer Tipp wären Oregano und Thymian. Das Kraut über das Essen gestreut, als Tee, oder gar als reines Oreganoöl in einem Löffel Olivenöl. Oregano und Thymian sind mit die wirksamsten Mittelchen gegen E. coli, und auch gegen viele andere Keime.

Mittelfristig muss das Ziel aber sein, die Darmflora wieder hinzubekommen. D.h. das Milieu der verschiedenen Abschnitte (Magen und Dickdarm sauer, Mund und Dünndarm alkalisch) muss wieder gewährleistet sein. D.h. die Verdauungsmuskulatur ordentlich arbeiten (damit die Abschnitte getrennt bleiben), Magensäure muss ausreichend vorhanden sein (ggf. Helicobacter pylori ausmerzen), Gallefluss muss passen (ggf. Gallensteine/Fettleber beseitigen), Dickdarmflora muss stimmen (fermentierbare Ballaststoffe!). Alkohol- und Kaffeekonsum überdenken.

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Kommentar von michi57319
24.02.2016, 20:41

Super! Danke auch von mir. Wieder was gelernt :-)

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Kommentar von ArchEnema
25.02.2016, 09:36

Grade festegestellt dass E. coli wohl doch kein Stärkeliebhaber ist. Muss also ein anderers Viech sein.

Wie auch immer: Oregano und Thymian helfen! Die merzen auch die meisten anderen Keime aus.

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Wie erkennt man die Histaminintoleranz?
Für die richtige Diagnose ist eine ausführliche Anamnese sehr wichtig.
Allergietest auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf der Haut oder im
Blut bringen sind häufig negativ. Die Histaminintoleranz kann nur über
die Aktivitätsbestimmung des histaminabbauenden Enzyms Diaminoxidase im
Blut festgestellt werden. Außerdem kann man selbst in einer Art 4
wöchiger Auslassdiät prüfen, ob die Beschwerden unter Meidung von
histaminreichen Nahrungsmitteln besser werden und kann so einen
Rückschluss auf eine Histaminintoleranz ziehen.

Therapie- Histaminhaltige Produkte meiden!
Bei einer Histaminintoleranz reichen wenige Mikrogramm aus, um
Beschwerden zu verursachen. Deswegen ist eine histaminfreie/bzw. -arme
Ernährung und Meidung anderer unverträglicher Nahrungsmittel die Basis
der Therapie.
Man sollte ferner auch auf immunstimuliernde Therapie wie
Desensibilisierung bei Heuschnupfen und anderen Allergien verzichten, da
sich hierbei die Beschwerden verstärken könnten.

Nahrungsmittel mit einem hohen Histamingehalt
Konserven, eingelegtes Gemüse, geräuchertes Fleisch, Salami, Schinken,
Fischkonserven, Meeresfrüchte, Sauerkraut, Tomaten, Bananen, Pflaumen,
Birnen, Orangen, Kiwi, Erdbeeren,Alkohol, insbesondere Bier, Rotwein,
Schwarzer Tee, Bohnen und Hülsenfrüchte, Sojamilch, Sojasahne, Tofu,
Fertigprodukte mit Weizen und Soja, Schokolade, Kakao, Knabbergebäck,
Süßigkeiten mit Konservierungs- und/oder Farbstoffen, Rotweinessig,
Nüsse, Hefe, stark gereifter Käse.

Nahrungsmittel, die Histamin freisetzen können
Avocado, Ananas, *Erdbeeren, Kiwi, Papaya, Zitrusfrüchte, Tomaten, Hülsenfrüchte, Walnüsse, Kakao und Schokolade.

Alkohol, Kakao, Tee und Energy Drinks mit Theobromin können die
Aktivität des histaminabbauenden Enzyms hemmen. Ferner können einige
Zusatzstoffe und Konservierungsmittel auch Histamin enthalten.

Autor: Dr. med. Jessica Männel, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren [Qualimedic.com AG]

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Nudeln nicht gut? Brot? Pizza, Kuchen? Sprich: alles an Getreide? Das spricht eher für eine Glutenintoleranz.

Gluten ist das Klebereiweiß im Getreide. Es ist so, dass der Darm das Gluten nicht verarbeiten kann. Die Darmzotten. Dann werden die Nährstoffe weiter transportiert in den Dickdarm, wo sie nicht hingehören. Der Körper reagiert mit Übelkeit, Blähungen, Bauchschmerzen....

Ob du an der dazu gehörigen Krankheit Zöliakie leidest, kann man per Magenspiegelung feststellen.

Daher würde ich mich an deiner Stelle gut beobachten, ob es wirklich immer bei Getreide ist.

Reis und Mais könntest du vertragen, FALLS es Zöliakie ist.

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Kommentar von formwandler
25.02.2016, 13:46

Hallo, an Zöliakie habe ich auch schon gedacht. Naja ich habs bei Pasta und Brot nicht immer! Bei Vollkorn und Dinkelprodukten deutlich weniger...

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auf diese Lebensmittel reagiert wohl fast jeder mit Bauchgrummeln, wenn du das aber gern ist, es gibt ja auch noch andere Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Linsen, wenn du wissen willst, ob du eine Unverträglichkeit hast, solltest du zum Arzt gehen, der testet dich

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