Brauchen Isländer Hufeisen?

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Isländer brauchen generell eigentlich keine Hufeisen, da sie schon von Natur aus sehr harte Hufe haben. Hufeisen bekommen isi's meistens nur wenn sie oft auf Straßen geritten werden oder sehr oft geritten werden

Mann kann nicht pauschal beantworten ob ein Pferd überhaupt (egal Isi oder andere Rasse) eisen bracht. Das eine Pferd ist sehr empfindlich und/oder hat ein schlechte Horn Qualität und ein anderes Pferd hat damit keine Probleme. Wen man ein Pferd was Eisen gewöhnt ist, auf "Barhuf" umstellen willst, braucht man in der Regel schon ein geräume Zeit bevor er ohne "wie auf rohe eiern" rum läuft. Manche Pferden packen das gut, andere überhaupt nicht und werden immer wieder Eisen brauchen.

Hallo

Ich würde sagen dass kann man nicht nach Rasse entscheiden, auch wenn Isländer ja schon eine robuste Rasse ist und sicherlich viele von ihnen ohne Eisen laufen. Aber letztendlich kommt halt auf das jeweilige Pferd an. Manche haben zB Fehlstellungen und brauchen unbedingt Eisen. Manche haben so schlechte Hufe, dass es nicht ohne gehen würde auch wenn sie nicht viel auf harten Böden laufen. Ich hatte mal eine RB die lief ganz schlimm ohne Eisen, extrem klamm. Der hat dann halt Hufschuhe bekommen. Andere haben keine Probleme und können ganz ohne Eisen laufen. Das gilt aber für alle Rassen

Und Du hast dich nie gefragt, wie das zustande kommt, was das verursacht?

Verstehe ich nicht.

Uns ist doch allen Klar, dass Pferde generell ohne Eisen auf die Welt kommen und auch generell ohne Eisen laufen können.

Das der Hufwachstum sich dann so negativ verändert muß doch einen Grund haben.

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Bei Isländern werden häufig Eisen drunter gemacht, um ihren Gang zu beeinflussen. Einmal übers Gewicht - also unterschiedlich schwere Eisen vorne und hinten, was wohl in deren Prüfungsordnung bis zu einem gewissen Grad erlaubt ist- aber auch um über eine veränderte Hufform den Gang zu manipulieren. Besonders unangenehm ist hier vor einigen Jahren eine Trainerin aufgefallen, die mittels Kunsthorn noch versucht hat, die Zehe zu verländern. Warum? Ein Huf als solcher ist eher kurz mit einer eher kurzen Zehe, da die Natur vorsieht, dass der Huf in der Bewegung abgerollt wird. Das gibt dann allerdings keine spektakulären Gänge, sondern für's Pferd bequeme. Will man jetzt aber provozieren, dass das Pferd die Vorderbeine möglichst weit nach oben schmeißt, dann ist ein einfacher Weg, das Abrollen zu verhindern, indem man die Zehe "lang züchtet". Für das Pferd ist das nicht toll, denn das führt zu einem Überstrecken der Lamellenschicht, der "weißen Linie". Es sieht aber spektakulärer aus, wenn das Pferd läuft!

Und da dieses "Wissen" einfach immer weitergereicht wird und sich selten Gedanken darüber gemacht werden, was man dem Pferd damit antut, bleibt das auch meistens so.

Es ist aber gar nicht nötig. Meine Isis tölten und tölteten ohne Eisen. Und ich habe vor einigen Jahren mal eine Stute mit umgestellt, die einem Mädchen gehört hatte, die sie an ihre Mutter abgegeben hat, weil sie Turniere reiten wollte und es so ein Kampf war, diese Stute zu tölten. Die wollte einfach nicht, obwohl das Mädel wirklich gut reiten konnte (also- isländerszenemäßig). Als die Eisen runter waren, kam sie immer gucken und schaute sich ganz besorgt sie Hufe an, obwohl sie eindeutig keine Ahnung davon hatte. Nun ja- die Mutter, die das Pferd nun hatte, kann nicht so gut reiten und wollte nur ein "Freizeit-Spaß- Pferd für's Gelände". Aber- plötzlich töltete die Stute wie am Schnürchen, und zwar ganz von alleine. Dann wurde sich daran erinnert, dass sie ja auch so gut getöltet war, als man ihr die Eisen abgenommen hatte, als sie zum Decken war... ... trotzdem hat's leider nicht "klick" gemacht...

Hallo,

ob ein Pferd Hufeisen braucht oder nicht hängt nicht von der Rasse ab, sondern hauptsächlich von der Bodenbeschaffenheit, auf der das Pferd hauptsächlich unterwegs ist. Der Huf an sich spielt dabei auch noch eine Rolle. Bei manchen Pferden reibt sich das Hufhorn schneller ab als bei anderen oder das Hufwachstum ist größer. Da gibt es schon Unterschiede.

Läuft das Pferd viel auf Boden, der viel Hufabrieb verursacht oder das Laufen erschwert (z. B. sehr steiniger Boden) ist ein Hufschutz schon sinnvoll. Entweder das Pferd wird dann beschlagen oder es bekommt Hufschuhe als tempörären Schutz. (z. B. seltene Ausritte auf steinigen Böden, sonst aber nur weiche Böden).

Die Antwort stimmt so nicht.

Jeder Huf ist generell in der Lage qualitativ gutes Horn zuproduzieren.

Allerdings entstehen durch fehlerhafte Bearbeitungen, Quetschungen und Druck und somit wird die Hornqualität schlechter.

Würde man diese fehlerhafte Stellung abschaffen, würde das Pferd wieder hochwertiges Horn produzieren.

Wichtig um hochwertiges Horn zu produzieren ist der Abrieb, so stand mein Pferd im Offenstall auf einen mit Rasengitter befestigten Paddock und hatte dort so einen starken Hufwachstum, dass ich teilweise mit 4Wochen ausschneiden nicht hingekommen bin.

Aber mein Pferd wird auch von einen HO der DifHo bearbeitet, die Schmiedepferde wurden dort auf Kurz oder Lang alle beschlagen, weil sie sich einfach abgelaufen haben.

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