Bienenzucht in Wohnsiedlung

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14 Antworten

Da Bienen - auch oder gerade - in Wohngebieten eine wichtige biologische Funktion haben, wirst du dem Nachbarn das nicht verbieten können. Wenn du nicht allergisch bist, gehen für dich von den Bienen ja auch gar keine Gefahren aus. Warum soll der Nachbar nicht mit seinen Bienenvölkern für Obstvielfalt und Blumensamen in euren Gärten sorgen?

Auch in reinen Wohngebieten ist die Bienenhaltung erlaubt. Allerdings kann sie versagt werden, wenn die Anzahl der Bienenvölker, die dort gehalten werden, über das üblich Maß hinausgeht. Bei der Haltung von bis zu 5 Bienenvölker gibt es hierbei keine Einschränkungen. Erst ab einer größeren Anzahl könnte das Ordnungsamt die Auffassung vertreten, dass dies nicht mehr "ortsüblich" ist. Weshalb stören Dich denn die Bienen überhaupt? Machen die solch einen Lärm? Mich würde das nicht stören.

Beste Antwort! DH

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@Imker2306

Beste Antwort. Auch wenn sie nicht im Sinne des Fragestellers ausgeht! Daumen hoch!

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Das kommt auf das Flurstück an. Ist es ein reines Wohngebiet? Dann wohl eher nicht. Und was sagt die Satzung eures Rathauses/Gemeinde/Stadt? Rufe mal beim Rathaus an und frage nach, ob das erlaubt ist. Auch ein Anwalt muss sich an die Gemeindeordnung halten.

Auch in einem reinen Wohngebiet ist es kein Problem. 5 Bienenvölker fallen unter Hobby - Freizeitgestaltung und damit Entfaltung der eigenen Persönlichkeit.

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@HagenUlrich

In diesem Zusammenhang sollte man dann noch erwähnen, daß etwa 90% der deutschen Imker dies als Freizeitbetätigung oder bestenfalls im Nebenerwerb machen.

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Er darf erstmal, haftet aber für Schäden.

Ein etwaiger Unterlassungsanspruch kann sich aus § 906 BGB ergeben, m.a.W: Die Rechtslage ist unklar.

Es gibt übrigens zu wenig Bienen inzwischen.

Solange er die Bienenhaltung entsprechend der BienSeuchV dem zuständigen Veterinäramt gemeldet hat, bestehen keine Bedenken. Ein Imker unterliegt er deutlich mehr Regelungen als jemand, der einen Hund in einer geschlossenen Wohnsiedlung hält. Das soll ja auch schon vorgekommen sein und die Behörden dulden die Hundehaltung in der Regel auch.

Das stimmt so überhaupt nicht. Jedermann kann sich ein Bienenvolk kaufen, in einem Verein muß man deswegen nicht Mitglied sein, Haftpflichtversicherung reicht meistens, wenn der Versicherer über die Bienenhaltung informiert ist. Und die Meldepflicht wird kaum kontrolliert oder gar sanktioniert.

Soetwas wie einen Jagd- oder Angelschein für die Imkerei gibt es leider nicht. Und deswegen gibt es laut Aussagen der Bieneninstitute auch ein Imkerproblem. Es sterben auch viele Bienenvölker an der mangelnden Qualifikation der Imker.

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Nur weil er "Imker" ist, braucht er nicht davon auszgehen, dass ihr es auch seid ;) Ich kenne die Rechtslage nicht, aber vermute, dass es noch kein Gesetz bezüglich Bienen in geschlossenen Wohngebieten gibt und er sich somit im Recht sieht. Der Fall wird sehrwahrscheinlich vors Gericht gehen, wenn ihr es darauf ankommen lasst.

Einfach mal beim eigenen Anwalt anfragen, was man dagegen machen kann.

Ja, darf es, aber das steht ja hier schon mehrfach. Bienen belästigen i.d.R. auch keine Nachbarn. Ich hatte schon 6 Völker (das sind über 200 000 Bienen) weniger als 20 Meter, von Einfamilienhäusern entfernt stehen, ohne dass die Nachbarn die Bienen bemerkt haben. Wichtig ist nur, dass die Bienen nicht, in Kopfhöhe, durch Nachbars Garten abfliegen. Ein 2m hoher Zaun, oder Hecke vor dem Bienenvolk verhindert das. Bienen interessieren sich auch nicht dafür, wenn Du in ihrer Nähe, eine Gartenparty mit Grillen oder Kaffee und Kuchen veranstaltest, hier können Wespen sehr nerven, und die lassen sich auch nicht verbieten.

Bienen sind nützliche Insekten aber, in einer geschlossenen Wohnsiedlung ist das nicht so gut. Er könnte sich irgendwo ein Stück Land mieten und seine Körbe dort aufstellen und alle sind zufrieden

Wer hält denn heute noch Bienen in Körben? Weshalb soll man es dem Imker zumuten, alle paar Tage zu seinen Bienen in den Außenbereich zu fahren, wenn er die Bienenkästen auch in seinem Garten aufstellen kann?

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@Luftkutscher

@ jimpo Schwache Antwort, die von wenig Ahnung zeugt. "Irgendwo ein Stück Land mieten" - warum das denn? Mittlerweile gibt es flächenmäßig mehr Imker und Bienenvölker in der Stadt als auf dem land. Dort wird häufig industrielle Landwirtschaft betrieben, mit dem Anbau von Mais, Getreide und Zuckerrüben. In solchen Gebieten verhungern Bienen oder aber laufen Gefahr, in Kontakt mit Agrogiften zu kommen.

Ich selber halte 180 Bienenvölker, verteilt auf zehn Stände in Bonn und das gibt keine Probleme. Neben mir gibt es noch über hundert andere Imker mit weit über 1400 Bienenvölkern im Stadtgebiet und in anderen Großstädten sieht es ähnlich aus.

"und alle sind zufrieden" ist ein schöner Bleg für "Natur ja, aber bitte nicht bei mir. Bienen muß es um der Erhaltung der Artenvielfalt eigentlich überall geben, denn nur wo Bienen für die Bestäubung sorgen, gibt es auch Samen und Früchte.

Und wenn im Nachbargarten ganze drei Bienenvölker stehen, dann heißt das nicht, daß sich einen Garten weiter ALLE 90 - 150.000 Bienen aus diesen Völkern tummeln. Bienen befliegen ein Gebiet von 40 qkm. Von daher macht es überhaupt keinen Unterschied, ob Bienen in zehn oder hundert Meter Entfernung stehen.

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wenn es solche leute wie dein nachbar nicht geben würde, die den imker ausüben, würden wir verhungern, schade das es nicht mehr solche leute gibt, wie du schon sagst er ist "anwalt" und der weis was er tut, also ist-war deine frage unwichtig, mach dich mal schlau was >bienen< für eine bedeutung sie haben, denn ohne die, gibt es kein leben

verhungern? Dann würden wir aussterben. Überleg mal was Bienen noch tun ausser uns Honig zu liefern. Thema bestäubung und so. Schon Albert Einstein war fest der Meinung das der Menschheit nach dem Aussterben der Bienen nur vier Jahre bleiben bis auch sie ausstirbt. Vorstellen kann ich mri diese Einschätzung sehr gut, wobei ich vier Jahre schon etwas viel finde und maximal auf zwei Tippe

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@talladin

von honig habe ich nicht gesprochen ! etwas nachdenkvermögen hatte ich von dir erwartet, geschweige von 4j

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@talladin

naja, inzwischen wird ja vielfach geklont, statt besamt :-(

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Ja, darf er! Die Tierchen tun nix und den Honig magst ja auch, oder?Mitlerweile sind sogar die Städter d´raufgekommen und nutzen Balkon und Terrasse, Dachgärten zur Bienenzucht!

Ist grundsätzlich erlaubt. Da kannst du nichts gegen machen!

Kannst allerhöchstens mal beim ordnungsamt nachfragen!

Ja dass darf er.

Ich Imkere auch in einem Wohngebiet am Waldrand . Und hatte noch keine Probleme mit Nachbarn.

Ja das darf er:) ich finde es gut das es Menschen gibt die imkern Bienen tuen so viel für unsere Umwelt :)

Ja^^ da gebe ich dir recht. Aber es ist kein Problem dieses auch außerhalb einer geschlossenen Ortschaft zutun :)

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@na3xX

Aber auch innerhalb geschlossener Ortschaften gibt es Pflanzen, welche auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen sind.

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