Bestes Futter für Arthrose Pferd?

4 Antworten

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Unsere beiden Pferde brachten beide Arthrosen mit zu uns und nasskalt mögen ihre Gelenke gar nicht. Was bei uns geholfen hat:

  1. Barhufumstellung, damit keine solchen Schläge mehr auf die Gelenke kommen. Würde ich eh bei jedem Pferd machen, aber hier hat man die Besserung eben auch deutlich gemerkt.
  2. Aktivstallhaltung, dass sich bewegt wird. Der Opa sitzt auch lieber im Sessel, hat dann aber echte Schwierigkeiten zu gehen, d.h. selbst Offenstallhaltung, bei der aber die Futterstationen direkt bei Wasser und Ruheraum liegen, reizt nicht zum Gehen. Das Aktivstallprinzip (und auch Paddock Trails und was es so gibt) bauen drauf, alles möglichst weit voneinander zu entfernen (so gut es eben mit den Bauvorschriften, dem vorhandenen Gelände etc. geht), damit die Pferde einen Anreiz haben zu gehen.
  3. Hagebutten füttern. Die enthalten Galaktolipide, die tatsächlich die Synovia Produktion fördern und nicht so kritisch für den Magen sind wie manches andere. Die einzige Nebenwirkung da ist der Zucker und den reduziere ich allgemein in ihrer Nahrung so gut wie möglich, es gibt also keine Äpfel, Karotten, Industriekraftfutter oder ähnliches zuckerhaltige, dann wird das schon gehen, was in den Hagebutten ist.

Ansonsten gibt es für unsere Pferde nichts außer Heu, ganzen Hafer nach Bedarf und Mineral, letzteres ergänzt mit Sonnenblumenkernen, weil bei beiden der Zinkstoffwechsel mit SBK einfach sichtlich besser läuft. Stroh ist für sie im Stall zugänglich, der eine mag es gerne, der andere gar nicht. Interessanterweise frisst grade der Schwerfuttrige gerne Stroh, der ein bisschen mehr Heu fressen könnte, aber gut, wenn sie so entscheiden, wird's ihnen so passen. Weidegras haben sie immer dann, wenn die Weiden offen sind. Da lasse ich ihnen uneingeschränkt Zugang, denn sie vertragen es und laufen dann auch wieder deutlich mehr.

Danke für deine Antwort! :) Barhufer ist er jetzt auch. Das mit dem Aktivstall ist so eine Sache, denn ich kann ihn nicht in einen anderen Stall stellen da er leider blind ist. Bei blinden Pferden sollte man den Stall ja nicht wechseln da sie sich in ihrer gewohnten Umgebung besser zurecht finden. Hagebutten füttern werde ich aufjedenfall auch ausprobieren! Liebe Grüße

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@PravLisa

Es spircht nichts dagegen, ein blindes Pferd umzustellen. ist wie jedem anderen Pferd auch, es braucht zeit. Bei einem blinden Pferd mehr als bei sehende Pferde. Aber was soll dagegen sprechen? Gib ihm dann Zeit, nehme alles in kleine SChritte an und wenn du ihm die umgebung zeigst - Futterplätze/Trinken/etc... dann spricht absolut nichts dagegen. Klar solltest du ihn nicht einfach in die Herde schmeißen und ihn überlassen ^^ Aber alles klein anfangen, ein Platz nach dem anderen Zeigen.

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@PravLisa

Ich habe auch schon Eingliederungen blinder Pferde in Herden mitbekommen. Die wissen sich erstaunlich gut zu helfen. Pferde sind mit ihren anderen Sinnen eh aufmerksamer als wir, die wir uns schon sehr auf die Sehfähigkeit verlassen. Mir persönlich wäre es die Zeit wert, dass sich das Tier mehr bewegt - und auch die Kratzer, die es möglicherweise dabei hat, weil es wieder irgendwas nicht trifft, wie ein sehendes Pferd und wo dagegen rennt oder weil es die Mimik des anderen Pferdes nicht rechtzeitig korrekt wahrgenommen hat.

Beim "ausprobieren" der Hagebuttenfütterung braucht es, wie bei allen Futterzusätzen, einen langen Atem. Du wirst also nicht sofort eine Wirkung merken, sondern es wird ein Prozess sein, der so schleichend verläuft, dass Dir die Wirkung gar nicht bewusst ist, Du nur im Rückblick feststellst, letztes Jahr war's in Summe doch deutlich schlechter. Allerdings wirkt auch das, wie alles, was in den Stoffwechsel eingreift, nur bei entsprechender Bewegung.

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über das Futter kannst du nicht wirklich etwas gegen die Arthrose tun, nicht immer Hilft alles und kommt auch auf das Tier drauf an, ob es mit dem Futter was anfangen kann. Das einzige was wirklich Hilft ist Bewegung - Offenstallhaltung/Paddockbox/Aktivstallhaltung. Ist am besten, sprich wo das tier sich auch Nachts und Tagsüber gut bewegen kann.

Beim Futter gibt es z.B. MSM das gut für die Gelenke und Sehnen ist, doch dies Vertragen zum teil einige Pferde nicht so gut und können Kotwasser bilden. Viele füttern Teufelskralle als kur (z.B. die Pellets von Loesdau sollten relativ gut sein), sollte man aber wenn nur ab und an bzw. als Kur geben für Kurze Zeit. Nicht für die Dauerfütterung geeignet, da es Magen und Darmschleimhäute dann angreift. Dann gibt es noch Mobifor ultra, viele meinen 2x im Jahr als Kur. Es gibt aber auch noch Ingwer, Hagebutten, Glucosamine, Equimotion, Arnica c 200, Magnokollagen , traumeel bei einem Schub, Muschelextrat, Metacam, equimotion von nutri labs und vieles mehr. Alles hilft bei einigen Pferden gut, aber jedes PFerd ist unterschiedlich.

Wichtig ist somit aber einen Tierarzt zu Rate ziehen, der dein Tier kennt. Weiß wie weit die Atrhose vortgeschritten ist und dir bei der Fütterungsaushwal helfen kann. Es gibt auch einige Tierheilpraktiker, die du auch zu Rate ziehen kannst.

Danke für deine Antwort.

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ich denke du meinst Muschelpulver (von der neuseeländischen Grünlippmuschel) statt Muschelkalk?

Die sind gerade im "Trend" aber kauf dir statt muschelpulver lieber ein produkt mit chrondroitin und glucosamin- das ist nämlich der wirksame Bestandteil davon (ok, zusätzlich hat Muschelpulver noch gesunde Antioxidantien aber das hilft weniger). Muschelpulver enthält vergleichsweise sehr sehr wenig von diesen Wirkstoffen und künstlich hergestellt sind sie zudem günstiger.

Teufelskralle ist ein Schmerzmittel und Entzündungshemmer, welcher kurweise gegeben wird, also nicht durchgängig. Teufelskralle kannst du zb bei Loesdau pur kaufen. Man muss aufpassen, dass es nicht auf den Magen schlägt. Außerdem muss man sich bewusst sein, dass ein Schmerzmittel ja keine Heilung verschafft sondern einfach nur den Schmerz lindert.

LG

Danke für deine Antwort. Ja, mir ist bewusst das Arthrose irreversibel ist und ich mit der Teufelskralle nur den Schmerz lindern kann.

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Ich kann dir das Magnoarthro von Iwest empfehlen, ist aber nicht billig. Bei Teufelskralle aufpassen, das geht auf den Magen u. empfindliche Pferde können da Probleme bekommen.

Woher ich das weiß:Beruf – Pferdewirtschaftsmeister

Lieben Dank! :)

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