Bestellung per Vorkasse ist ein Kaufvertrag zustande gekommen - muss ich zahlen?

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8 Antworten

Der Kaufvertrag wird durch Abgabe von zwei übereinstimmenden Willenserklärungen geschlossen. In deinem Fall ist das geschehen.

Bei einem Fernabsatzgeschäft steht dir ein Widerrufsrecht von 2 Wochen zu. Diese Frist beginnt aber frühestens mit der ordnungsgemäßen Belehrung über Widerrufs- und Rückgaberecht. Das heisst im Klartext: Hat dich der Verkäufer nicht umfassend über deine Rechte informiert, kannst du auch heute noch einfach vom Vertrag zurücktreten. Schau mal hier: http://www.internetrecht-rostock.de/Snewsh/fernabsg.htm

Kam der Verkäufer seinen Informationspflichten nach, wirst du die Rechnung bezahlen müssen. Ob die Anwaltsrechnung von dir zu übernehmen ist, ist fraglich. Generell kann die Anwaltsrechnung nur im Rahmen eines Verzugsschadens geltend gemacht werden. Dazu müsste Zahlungsverzug deinerseits vorliegen. Durch die angeführte Mahnung dürfte hier Verzug vorliegen.

Alles in Allem ist das eine recht komplizierte Sache. Wir wissen nun nicht, um welche Beträge es sich handelt und ob es sich überhaupt lohnen würde, zu streiten.

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Kommentar von tonilaroni
16.11.2015, 12:59

es handelt sich um eine individuelle anfertigung (poster) - Foto hochgeladen - Ware wurde abe rnicht geliefert

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Wenn du etwas bestellst entsteht ein Kaufvertrag. Auf die Durchführung dessen kann der Verkäufer bestehen, was er ja jetzt bei dir macht.

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Eine Bestellung per Vorkasse ist sehr wohl ein Vertrag. Zum Widerruf gibt es Fristen, die Du hättest einhalten müssen. Ja, nun wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als zu zahlen. Wenn das zum Gerichtsvollzieher geht oder gar vor Gericht, wird es viel teurer für Dich. Und das nächste Mal überlege genau, was Du bestellst.

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Kommentar von mepeisen
16.11.2015, 13:25

Es gibt doch bereits eine Klage. Das ist schon vor Gericht....

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Ein Vertrag ist zustande gekommen. Je nach Art des Kaufgegenstands kannst du aber sehr wohl noch widerrufen. Anwaltskosten sind als Verzugsschaden zu ersetzen, sofern du wirksam in Verzug gesetzt wurdest und sie zum Eintreiben der Forderung nötig waren.


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Kommentar von Interesierter
16.11.2015, 12:54

Ich hätte hier als Erstes mal die Informationen des Verkäufers über das dem Käufer zustehende Widerrufs- und Rücktrittsrecht unter die Lupe genommen, denn ohne ordnungsgemäße Belehrung beginnt die 2-Wochen-Frist nicht zu laufen.

Was meinst du mit "Je nach Art des Kaufgegenstands"?

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Wenn Du etwas bestellst, solltest Du das dann auch zahlen. Wozu bestellst Du, wenn Du es dann nicht willst? Hättest dann sofort stornieren müssen.

Abwarten und einfach nichts machen, ist ja auch nicht grad die feine Art und kostet Dich natürlich dann auch mehr, zumindest die Mahngebühren kommen dazu.

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Inkassobüro war nicht vorgeschaltet ?

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Der Kaufvertrag kam zustande. Du musst zahlen.

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Eine Bestellung ist eine eindeutige Willenserklärung und begründet einen Vertrag. Die Zahlungsbedingungen sind hierbei untergeordnet. Ob Vorkasse, Nachnahme oder Zahlungsziel nach Lieferung spielt keine Rolle.

Der Vertrag ist zustandegekommen. Der Lieferant klagt zu Recht.

Dumm gelaufen für Dich.

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