Beschneidung bein Mann?

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11 Antworten

Hallo,

ich kann dich gut verstehen, zumal du dich mit dem Thema schon einige Jahre plagst. Ich kenne auch das Gefühl, dass diese ekligen Hautrisse immer unverhofft auftauchen und sich nicht eindeutig behandeln lassen.

Ich kenne diese Hautrisse und habe die Erfahrung gemacht, dass sie mir oft meine Zerrissenheit als Mann in Bezug auf Frauen spiegelten. Wenn mein Denken und Fühlen ganz klar auf meine Frau ausgerichtet war, heilten sie vorübergehend aus. Schau einfach mal, was sich bei dir gedanklich abspielt. Du bist Mensch mit deinen Stärken und Schwächen und das musst du nicht gleich bewerten.

Das Thema Beschneidung hatten wir hier auf GF ja schon einige Male und mir scheint, ganz so harmlos ist es doch nicht, weil die Beschneidung mit ihren Nebenwirkungen auch in die Psyche hineinwirkt.

Suche mal im Internet und informiere dich gründlich, denn es ist nicht nur eine kleine OP und danach ist alles gut.

Ich bin auch beschnitten und würde es nicht wieder anstreben.

Ich will dir weder zu- noch abraten, doch eure Lösung mit der sanften Massage durch deine Frau ist doch ganz gut. Wenn ihr beide damit leben könnt und deine Zerrissenheit zur Ruhe kommt, werden sich wieder neue Möglichkeiten ergeben.

Solltest du dich für eine Beschneidung entscheiden, dann sorge dafür, dass nur das Minimalste gemacht wird und die Vorhaut lediglich weiter wird. Da reicht schon ein Schnitt un der Unterseite, so dass sie wie ein weiter Mantel erhalten bleibt. Das vollständige Entfernen ist oft gar nicht nötig.

Ich wünsche dir eine gute Lösung, die deiner individuellen Problemstellung angepasst ist.

Dein Urologe weiss das alles und kann Dir auch sagen, ob es Sinn macht.

Aber nach Deiner Beschreibung könnte es schon sein. Falls die Ursache der Diabetes ist, solltest Du aber den Arzt darauf hinweisen, dass Du an dieser Stoffwechselstörung leidest. Vielleicht gibt es ganz andere Hintergründe.

Der Heilungsprozess dauert mindestens zwei Wochen, genau wie alle anderen Schnitt- oder Kratzwunden, und da Du Diabetes hast, kann es auch länger dauern. In der Zeit ist das Urinieren unangenehm und der GV fast unmöglich (wegen der Schmerzen).

Der Eingriff (abschneiden) wird unter lokaler Betäubung ambulant durchgeführt, danach kannst Du gleich nach Hause, Du bekommst Schmerztabletten und Instruktionen. wie Du weiter vorgehen sollst.

Also ,zunächst würde ich zum Urologen gehen und Deine Beschwerden beschreiben.Ich halte es für möglich,das eine spezielle Salbe Dein Problem lösen kann.Diabetes hat große Auswirkungen auf die Haut,den Stoffwechsel und vor allem die Nerven.Hier könnte eine sehr gute Zuckereinstellung,Dein Problem lindern.

Würdest Du hier keine Abhilfe kriegen,könnte eine Beschneidung notwendig sein. Schaue bitte mal in das Beschneidungsforum.

Eine Erwachsenenbeschneidung unterscheidet sich nicht wesentlich  von der von Kindern und Jugendlichen.Aber rechtlich,moralisch,vom empfinden ist es etwas anderes.Du entscheidest für Dich eigenverantwortlich und aufgekärt.Du berätst Dich mit einem Urologen,der grundsätzlich die Beschneidung nur medizinisch indiziert vornimmt,und im Besten Falle die Stile der Beschneidung erklären kann ,bzw.die chirurgischen Unterschiede kennt.In Frage kommt: Eine Triple Inzision,eine dreifache Einschneidung und Vernähung der Vorhautspitze.Dies wird vornehmlich bei Vorhautverengungen gewählt,die Vorhauterhaltend sein soll und ist.Dies käme dann für Dich in Frage,wenn die Risse sich nur auf der Vorhautspitze sich befinden würden.Ansonsten käme eine Teilbeschneidung in Frage,der Teil,der von den Rissen betroffen ist,würde entfernt.Kommt das nicht in Frage,weil Du eine lange Vorhaut hast,bzw,diese komplett betroffen ist,muß die dann komplett entfernt werden.Hier muß in jedem Falle darauf geachtet werden,das nicht zu hart und zu eng beschnitten wird,um ein Spannungsgefühl am Penisschaft ,bei der Versteifung zu vermeiden.Früher hat man dies absichtlich gemacht um Kindern die Onanie zu verleiden.

Also keine Bellbeschneidung,sondern per Skalpell.

Die erste Zeit wirst Du an der Eichel überempfindlich sein.Die Schleimhaut bildet sich zurück.Dann wirst Du unempfindlicher,die Eichel stumpft ab,wird braun,diese keratinisiert,bildet "Hornhaut".Dem kann man vorbeugen,in dem man die Eichel mit Salbe pflegt,und man mit Gleitgel Sex/ SB macht.

Die fehlenden Nervenenden der natürlichen Vorhaut können zu Mißempfindungen,Nacktheitsgefühl,vor allem aber Erektionsstörungen führen.Gerade ,weil Du ja die Natürlichkeit erlebst hast.Die Sensivität,auch die Gliedversteifung aufrecht zu erhalten,oder wieder zu bekommen,kann fehlen.

Als Erwachsener kannst Du wählen welche Betäubungsart du haben möchtest.Hier gibt es einen Unterschied zu Kindern.Diese werden unter Vollnarkose beschnitten.

Eine sexuelle Einschränkung kann man nicht unterstellen,diese ist aber möglich,was gern geleugnet wird.Das auch der Penis,die Vorhaut und das Empfinden der Männer unterschiedlich ist,die Beschneidungsstile sind es auch,Kunstfehler kommen vor,Verheilungsprobleme und Nachoperationen kommen dazu,kann ich Deine Befürchtung weder völlig entkräften,noch kann ich diese unterstellen.

Ich hoffe ich konnte Dir so helfen,das Du Schritt für Schritt vorgehst,Dich informierst und dann den für Dich persönlich richtigen Weg gehst.

Zu den Nebenwirkungen einer Diabetes gehören Durchblutungsstörungen, die auch die Vorhaut betreffen können. Da du vor der Diagnose vermutlich über einen längeren Zeitraum schon zu hohe Werte hattest, sind dies Zeichen der Krankheit. Auch die Entstehung von bakteriellen Entzündungen durch den zuckerhaltigen Urin wird gefördert. Des Weiteren kommt es bei Diabetikern regelmäßig zu Störungen in der Wundheilung, die dann die Regeneration von Verletzungen verlangsamen.

Ob es für deine Probleme noch nichtoperative Behandlungsmöglichkeiten gibt, weiß ich nicht, aufgrund der von dir geschilderten bereits eingetretenen Probleme befürchte ich aber mal, das es nur geringere Heilungschancen gibt. Da du Diabetiker bist und die Vorhautprobleme ggf. auf diabetesbedingte Durchblutungsstörungen zurückgehen, musst du dich nach der Beschneidung auf einen längeren Heilungsprozess einstellen. Welche OP-Methode möglich ist, musst du mit dem Arzt besprechen - er braucht auch die Information zu deinem Diabetes, binde daher auch den Diabetologen in die Behandlung ein.

Die Entfernung der Vorhaut führt zwangsläufig zu einer Veränderung in deinen sexuellen Möglichkeiten. Auch hier wirkt der Diabetes problemverschärfend, denn allein aufgrund dessen kommt es zum Nervenschäden und es gibt ein höheres Risiko, dass es durch den Sensibilitätsverlusten der Eichel zu spürbaren Auswirkungen auf das sexuelle Empfinden kommt. Aufgrund der vorgenannten Aspekte hast du somit ein höheres Risiko der Entstehung von Komplikationen, aber diese sind trotzdem nur selten. Während normalerweise vielleicht einer von 10.000 Beschnittenen eine bestimmte Komplikation hat, liegt die Rate mit deinem Krankheitsbild bei vielleicht bei einem von 7.000 oder 5.000. Aber die Alternative wäre nur nichts zu machen, die bestehenden Probleme zu behalten und das Risiko zu haben dass es noch schlimmer wird.

Das alles musst du mit deinem Chirurgen und mit deinem Diabetologen besprechen, denn die können dir genauer sagen, mit welcher Wahrscheinlichkeit was eintritt. Bei einem operativen Eingriff besteht immer das Risiko von Komplikationen, dieses ist aber abzuwägen mit der Chance, wieder zu einen vielleicht etwas veränderten Sex zurück zu kommen. Diese Entscheidung kann dir letztendlich keiner abnehmen.

Aufgrund der wahrscheinlich schon bestehenden Durchblutungsstörungen und der diabetesbedingten Wundheilungsstörungen vermute ich mal, dass du die Beschneidung stationär machen lassen musst. Ob dass dann mit Vollnarkose oder lokaler Betäubung geht, hängt wahrscheinlich von deinem Allgemeinzustand und den schon manifestierten Nervenschäden ab. 

Nach der Beschneidung müsst ihr neue Techniken lernen und euch auf den Sensibilitätsverlust der Eichel einstellen, aber die Entzündungen und damit die Schmerzen sind dann weg. 

Dauert in der Regel nicht lange da im Grunde ja "Nur" der Hautlappen also die Vorhaut abgeschnitten wird.

Das kann man unter Vollbarkose machen oder auch unter örtlicher Betäubung.

Die Heilung dauert etwa 2-3 Wochen.
Nach 3 Wochen darf man in der Regel wieder Geschlechtsverkehr haben.
Nach zwei Tagen wieder duschen

Genaues erfährst du bzw ihr aber auch beim Urologen

Die Beschneidung hat keinen Einfluß auf die Erektionsfähigkeit. Anfänglich kann das sicherlich noch etwas ungewohnt sein, aber in der Regel hat es eben keinen EInfluß

Über die Kosten müßt ihr euch nur auch Gedanken machen, wobei ich denke das bei dir es als medizinisch begründet gelten kann und somit von der KK bezahlt wird.

Am besten ihr geht zu einem Urologen und lasst euch da beraten.

Hallo Ranky,

nach mehrmaligen Nachlesen meines Posts bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass ich noch etwas ergänzen sollte.

Ich weiß nicht, ob deine Vorhaut- bzw. Eichelentzündung bereits mit Salben von einem Urologen oder besser Hautarzt behandelt wurden, aber wenn nicht, erstmal probieren. Es stimmt das die Diabetes einen schlechten Einfluss auf die Wundheilung hat, verhindern tut sie diese aber nicht. Es ist auch richtig, dass der zuckerhaltigere Urin Entzündungen fördert, auslösen tut er diese aber nicht. Daher kann eine konventionelle Therapie das Problem lösen und ein gut eingestellter Zucker dessen Wiederauftritt verhindern.

Eine operative Behandlung wäre nach meiner Meinung aber dann angezeigt, wenn die Salben nicht wirken, die Entzündung trotz aller Maßnahmen immer wieder kommt oder die vielen Einrisse in die Vorhaut zur Entstehung einer Narbenphimose führen. Daher steht mein Post am Ende des Prozesses, den du entweder schon erreicht hast oder der bei erfolgreicher Salbentherapie nie erforderlich wird.

Ich wünsche dir gute Besserung und hoffe, dass ein für dich weniger einschneidender Verlauf möglich ist.

Ich möchte neben den bisherigen guten Tipps noch auf etwas anderes hinweisen: Dein eigentliches Problem ist der Diabetes, der ja die beschriebenen Probleme zur Folge hat. Es wäre daher sinnvoll, den Diabetes ursächlich zu behandeln, dann verschwinden auch die Folgeprobleme. Das macht auch deshalb Sinn, um die Risiken für andere Krankheiten wie Krebs zu senken.

Du Tabletten, die du nimmst, wirken rein symptomatisch, sie ändern nichts an der Krankheit, sondern lassen dich mit der Krankheit leben.

Der Diabetes ist eine ernährungsbedingte Zivilisationskrankheit, er wird also durch langjährige, generationsübergeifende Ernährungsfehler verursacht. Das ist vor allem der Verzehr von raffinierten Kohlenhydraten (Fabrikzucker, Auszugsmehl), raffinierten Fetten (Margarine, raffinierte Öle) und ein zu geringer Frischkostanteil. Diese Ernährungsfehler muss man konsequent abstellen, um einen Diabetes ursächlich zu behandeln. Schau mal hier: http://www.dr-schnitzer.de/bhz001.htm

Buchtip: "Diabetes und seine biologische Behandlung" von M.O.Bruker

Bitte ändere aber nichts an deiner Ernährung, ohne es vorher mit deinem Arzt zu besprechen, weil das natürlich Einfluß auf die Medikamente haben kann. Diabetes ist keine einfache Erkrankung, die Behandlung gehört immer in ärztliche Hände. Nur sollte sich der Arzt auch in den Ursachen auskennen und nicht nur in der symptomatischen Therapie.

LouPing 30.06.2017, 11:23

Hey joangf

um die Risiken für andere Krankheiten wie Krebs zu senken.

Frage: 

Wie kommst du darauf das Diabetes das Risiko für Krebserkrankungen erhöht? 

Man nahm das tatsächlich mal beim Prankreaskazinom an-die Vermutung konnte aber wiederlegt werden! 

Das Pankreaskarzinom kann im Frühstadium zu Diabetes führen-der Diabetes selber ist nicht ursächlich für den Krebs. Deshalb auch die Empfehlung bei Typ2 Diabetes vorsorglich die Bauchspeicheldrüse zu checken. 

Für welche Krebserkrankungen siehst du den Diabetes als Ursache und welche Studien belegen das? 

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joangf 30.06.2017, 12:08
@LouPing

Das Pankreaskarzinom kann im Frühstadium zu Diabetes führen-der Diabetes selber ist nicht ursächlich für den Krebs.

Natürlich nicht, das hat auch niemand behauptet. Ich sprach von einem erhöhten Risiko.

Für welche Krebserkrankungen siehst du den Diabetes als Ursache und welche Studien belegen das?

Siehe beispielsweise hier: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=42012

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Ist auf jeden Fall zu empfehlen. Die Phimose-OP dauert nur wenige Minuten und wird in Lokalnarkose durchgeführt, auch ambulant. Danach sollte aber dein Penis einige Wochen "in Ruhe gelassen" werden. Dann sinkt auch die Empfindlichkeit der freiliegenden Eichel. 

Ob es sexuelle Einschränkungen gibt? Ja, die Eichel steht dan sozusagen nicht mehr geschützt da und wird "abgehärtet" man spürt weniger und so eregbar wie früher wird sie auch nicht mehr sein aber dank dee abhärtung kann man länger durchhalten. Zudem ist es viel HYGIENISCHER. Ja, der Eingriff ist in paar Stunden fertig die Heilung geht paar Wochen.

Das solltest du mit einem Arzt besprechen. Der kann dir genau Auskunft geben.

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