Bei Gefahr einem fremden Hund mit der Leine auf den Kopf schlagen. Darf man das?

14 Antworten

Ist meiner Meinung nach vollkommen legitim. Der fremde Hund war eine Gefahr, der Mann hat sich und seinen Hund beschützt. Wenn das Herrchen in Sichtweite wäre, dann ist es seine Verantwortung seinen aggressiven Hund im Zaum zu halten, und wenn nicht, dann ist die Gefahr umso größer, weil niemand den Hund einschätzen kann.

Ich liebe Tiere, aber wenn ein freilaufender Hund, der merklich aggressiv ist, auf mich zukommt, würde auch ich mich verteidigen – und wenn das in gesetzten Fall ein Stock oder auch eine Leine nehmen heißt. Tierbisse sind nicht ungefährlich (Infektionen) und man sollte die Beißkraft größerer Hunde unter keinen Umständen unterschätzen. Das will ich nicht in der Nähe von mir oder meinem Tier oder meiner Familie.

Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt...^^

Allerdings: Solange noch gar nichts passiert ist, hätte ich doch wohl zunächst andere Maßnahmen ergriffen.

Für solche Zwecke habe ich in der Tasche die berühmten Rüttlerdosen, eine kleine Flasche Wasser und auch Pfefferspray. Die Dosen und das Wasser habe ich schon einige Male erfolgreich zur Hunmdeabwehr eingesetzt, das Pfefferspray noch nie. In der Regel reicht es, wenn ich den fremden Hund scharf anspreche HAU AB! Zur Unterstreichung meiner Worte werfe ich dann dem anderen Hund eine der Dosen vor die Füße. Wer sich dann noch immer unangesprochen fühlt, erhält eine Dusche...^^

Was mir jedoch immer unbegreiflich sein wird: Was veranlasst andere Hundehalter dazu, ihre Hunde frei auf andere Hunde zulaufen zu lassen?!

Was veranlasst andere Hundehalter dazu, ihre Hunde frei auf andere Hunde zulaufen zu lassen?!

Eine Erklärung eines unvollkommenen Hundehalters:

Naja, bei mir ist das so: Wir leben hier in einem kleinen Dorf auf dem Land mit vielen Feldern drum herum. Da lasse ich natürlich meine Hunde frei laufen. Tja, und manchmal passiert es, dass ich/meine Hunde entweder die Hunde, die uns begegnen, kenne (90% der Fälle) oder tatsächlich auch manchmal von uns unbekannten Hunden überrascht werde (manchmal taucht ja jemand hinter eine "Gebüschkurve" auf) und ich die Hunde nicht rechtzeitig zurückrufen kann. Da meine Hunde aber friedfertige Gesellen sind (die Hündin hält sich außerdem von fremden Hunden grundsätzlich fern), läuft nur der Rüde Gefahr, von anderen Hunden verprügelt zu werden, wenn er unbedingt auf sie zulaufen muss. Mit diesem Restrisiko müssen ich und mein Hund halt leben...

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@rlstevenson

Ja, die berühmten "Gebüschkurven"...^^ Da ruft man die lieben Pelznasen halt ran... Mir ist es in fünf Jahren Hundehaltung bislang ein einziges Mal passiert, diese Vorsichtsmaßnahme außer Acht gelassen zu haben... So trafen drei intakte Rüden überrascht aufeinander, umkreisten sich steif und zogen sich dann angemessen zu ihren Haltern zurück. Glück gehabt!

Leider passiert es mir aber annähernd täglich, dass auf mich und meinen angeleinten Hund freilaufende Hunde zubrettern...^^ Inzwischen habe ich mich fast daran gewöhnt, könnte aber dennoch gut darauf verzichten!

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@Beutelkind

Oh, das kenne ich auch! Und meine war sehr selektiv verträglich. Ich musste dann echt anfangen Arschtritte an die Hunde zu verteilen, weil viele Freiläufer nicht mal gut genug erzogen sind um auf Zuruf zu ihrem Herrchen zurückzukehren. 

Eine sehr unangenehme Situation! Aber besser so und der Hund kommt zu uns nicht mehr, weil er weiß, dass ich ein fieser Mensch bin, als wenn ich eine handfeste Beißerei am start habe wo mindestens ein Hund mit Beschädigungs- wenn nicht sogar Tötungsabsicht an die ganze Sache herangeht....

Am besten kommt ja denn immer noch "Dann gehen Sie halt da, wo sonst keiner geht!" von Einsicht, dass man seinen Hund einfach mal anleint keine Spur - sehr schade.

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Nein darf man nicht, macht den angreifenden Hund nur aggressiver. Wird man von einem Hund dann gebissen, trägt man die ganze Verantwortung und den Schaden selber.

Im Grunde reagieren nur unerfahrene und überdrehte Hundehalter so.

Sichtkontakt unterbrechen und beide Hundehalter sollten ruhig aber schnell in entgegengesetzte Richtung weg gehen. Eigenen Hund von der Leine los machen.

Wenn von einer Gefahr von einem Tier auszugehen ist, dann kannst du das Tier sogar treten und im Zweifel sogar umbringen, wenn es gar nicht mehr anders geht.

Man muss schon sagen: Wenn man sein Tier nicht im Griff hat, dann sollte man es auch nicht frei herum laufen lassen.

Der Besitzer des fremden Hundes hätte sehr weit gestanden, erzählte die Frau. So weit, dass er kaum zu sehen war

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@FrauXX

Ist ja trotzdem das Problem vom Hundebesitzer. Den Hund frei herum laufen zu lassen ist nicht ohne Verantwortung. Wenn der Hund dabei einen Passanten angreift, kann der Passant den sogar verletzen und umbringen um sich zu schützen.

Das ist immer so eine Sache mit den ganzen Hundebesitzern. Denken ihr Köter hätte alle Rechte der Welt und sie auch. Das ist aber nicht so. Viele vergessen dabei die Verantwortung.

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@verreisterNutzer

Das ist immer so eine Sache mit den ganzen Hundebesitzern. Denken ihr Köter hätte alle Rechte der Welt und sie auch.

Du kannst natürlich von Vorsatz ausgehen. Aber manchmal schafft es ein Hund auch, sich dem Zugriff des Besitzers zu entziehen, auch wenn der Besitzer ursprünglich mit einem guten Gehorsam gerechnet hat. Außerdem können auch Halsband und/oder Leine Defekte aufweisen, die zu einem ungewollten Freilauf führen können.

Man kann übrigens ruhig auch davon ausgehen, dass ein Hundebesitzer, wenn sich sein Hund nicht benehmen kann und er selbst (aus welchem Grund auch immer) am Eingreifen gehindert wird, einverstanden ist, wenn sein Hund von anderen zurechtgewiesen/gezüchtigt wird. Ich z.B. hätte damit überhaupt kein Problem.

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@rlstevenson

Finde ich gut wenn du erlaubst, dass ich auch deinen Hund züchten darf. Leider ist das aber nicht der Regelfall. In keinster Weise. Oft schimpfen die Hundebesitzer dann, wie man ihren zarten zähnefleischenden Hund doch nur hauen könnte... ;)

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@verreisterNutzer

Solche Zeitgenossen sind leider unbelehrbar. Mein Hund ist kein Welpe und kein Junghund mehr und hat genügend Lebenserfahrung, um zu wissen: Wenn ich naiv auf andere zulaufe, kann ich auch Dresche beziehen. Bis jetzt hat er jedoch nur einmal von einem fremden Schäferhund Prügel bezogen, seitdem ist er auch vorsichtiger geworden.

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@rlstevenson

@ rIstevenson:
Stimmt, Leinen können reißen, dies geschieht öfter als man denkt!

Ich hatte mal so ein Erlebnis mit einer Dame, die drei unterschiedlich große Hunde an drei Leinen führte. Einer von denen war so im Alter vom Meinigen und als ich die Vier kommen sah, dachte ich, es sei wohl klug den Weg frei zu machen...

Ich ging in Sichtweite ins Gebüsch, platzierte den Meinigen hinter mir ins Sitz und stellte - einer Eingebung folgend - noch mein Bein quer vor dem Hund an einen Baum. Genauf auf unserer Höhe sprang der andere Jungspund ins Geschirr, die Leine riss und das "Kerlchen" stürzte einer Furie gleich auf uns zu, blieb vor uns stehen und knurrte fletschend...^^
Mein Hund war auch mehr als erregt und ich gottfroh, mein Bein vor ihm aufgebaut zu haben!

Bei einer anderen Gelegenheit riss uns die Leine gerade in dem Moment, in welchem der Meinige eine Rotte Wildschweine entdeckt hatte. Ich bölkte ihm ein PLATZ in den Rücken und er platzte tatsächlich! Da war er ungefähr im gleichen Alter und ich sehr stolz... :)

Ich gerate ins Schwafeln, sorry!
Wollte eigentlich nur bestätigen, dass Leinen auch mal reißen können! :)

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So sehe ich das auch 👍

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Ich weiß....ich hatte zwar selbst noch nie einen Hund, aber meine Schwester. Einen Chihuahua. Sie hat ihn leider so verhätschelt und verwöhnt, er hat ständig nach anderen geschnappt. Sie gab die Schuld IMMER den anderen, nie ihrem Hund. Ich aber sah die Schuld nur bei ihr, weil sie alles verharmlost hat!

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@FrauXX

Kleine Hunde werden leider oft nicht richtig erzogen. Allerdings muss man sehr aufpassen, wenn man einen Chihuahua abwehrt, das kann leicht zum Tod des Tieres führen. Trotzdem muss sich niemand beißen lassen.

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Auch wenn ein Hund die Zähne zeigt, bedeutet das nicht, dass er sie auch einsetzt. Drohungen sind nur dann gefährlich, wenn man die Situation nicht entschärfen kann.

Einen Hund lesen können ist das Wichtigste vor ab. In fast allen Fällen, wo ein Hund auf einer Wiese frei läuft, geht der Besitzer davon aus, dass sein Hund keine Gefährdung für Andere darstellt. Ausnahmen bestätigen die Regel......

Sollte die Situation aus dem Ruder geraten, darfst Du mit allen Mitteln Deine Familie beschützen, was alle, die nicht vor Angst erstarren auch tun werden....

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