Bei Bewerbungsfomularen, konfessionslos oder keine Religion, oder was hinschreiben?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

In Deutschland ist rechtlich geklärt, das keine Arbeitnehmer überhaupt nach deiner Religon fragen darf. Du brauchst also keine Angaben machen und solltest das auch nicht.

Lediglich die Kirchen haben ein Sonderarbeitsrecht und können sich Bewerber danach aussuchen, ob sie ihre Konfession haben oder nicht. Bei allen anderen Arbeitgebern wäre das Diskriminierung. Sogar wenn sie überhaupt nur nach deiner Religion fragen würden.

Ich bewerbe mich bei beruflichen Gymnasien die brauchen das halt, um die Religionsklassen zusammenzustellen... habe halt Bedenken, vllt sollte ich wirklich nichts hinschreiben, denn nehmen wir mal an, alle Bewerber sind evangelisch und dann komm ich, dann wird es denen ja zu blöd sein wegen mir einen Ethik Unterricht zu machen bzw. wegen einzelnen Leuten, wenn alle einer Konfession angehören...

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@Zitanna

Ich denke, da brauchst du dir keine Gedanken zu machen. Die Teilnahme am Religionsunterricht ist nicht abhängig von der Konfession die du hast. Du kannst ohne alle Schwierigkeiten auch als Atheist in den Religionsunterricht gehen, wenn du das möchtest.

Außerdem sinkt die Zahl der religiösen Schüler enorm. Gerade vorige Woche wurden da einige Statistiken von Landkreisen veröffentliche, nach denen der Anteil der nichtkonfessionellen Schüler selbst im Westen schon zwischen 40% und 60% liegt.

Wenn du z.B. evangelisch angibst, ohne das zu sein, fällt das früher oder später eh auf und du stehst als Lügner da.

Außerdem ist es doch nur von Vorteil, wenn auch Ethik angeboten wird. Egal ob du dann hin gehst, aber du hast auf jeden Fall die Möglichkeit es zu tun, wenn du möchtest.

Es spricht also alles dafür, wenn die Schule direkt danach fragt, wirklich das anzugeben, was du bist. Wenn sie nicht fragt, gib gar nichts an.

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@Zitanna

Völliger Quatsch. Sie machen nicht extra einen Ethik-Unterricht wegen dir, sondern extra einen Religionsunterricht wegen der Sektierer.

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@TeeEi

Das habe ich nicht gemeint, sondern dass sie dann lieber paar christliche nehmen anstatt für eine oder wenige Konfessionslose einen extra-Unterricht zu machen

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@Zitanna

Eine Schule, die die Schüler nach solchen Prinzipien aussucht, kannst du eh vergessen. Noch viel wichtiger ist aber, ob du hier einen Weg betrittst, der dich dahin führen wird, dich immer wieder nur anzupassen und das zu tun, von dem du vermutest, dass andere das von dir erwarten.

Das würde bedeuten, du gibst es völlig auf, du selbst zu sein.

Hier noch mal ein Mutmacher: http://www.rp-online.de/bergisches-land/hueckeswagen/nachrichten/religion-hat-in-schulen-an-bedeutung-verloren-1.3144317

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Schreibe einfach irgendwas hin. Ist eh egal. Du kannst dich ja auch geirrt haben. Ist nicht so wichtig. Im Norden schreibe eher evangelisch im Sueden katholisch. Musst bei Wiki gucken, ich welchen Bereich Deutschland, welche Glaubensrichtung am groessten ist. Oder schreib einfach gar nichts hin. Oder schreib einfach Gott rein. Ist doch witzig. Viele Gruesse

Wenn du konfessionslos bist, dann bekennst du dich zu keiner der herkömmlichen Religionen (Religion = Konfession = Bekenntnis).

Und in diesem Fall schreibst du einfach o.B. = ohne Bekenntnis. Das ist die gängige und allgemein verständliche Form.

Wenn du einen Strich machst, dann schließt jeder daraus, dass du entweder keiner Religion zugehörst oder dass du sie nicht angeben willst (und das könnte dir unter Umständen negativ ausgelegt werden).

Ich gehöre halt auch zur keiner Religion, das stimmt ja schon also wäre es ja richtig, wenn ich einfach einen Strich mache.

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@Zitanna

genauso gut ... o.B. oder Strich ... oder eine durchgerstrichene Null ... hat alles dieselbe Bedeutung: Nichts ... Keine ... etc.

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