Bachelor,Meister und Techniker nun gleichgestellt?

10 Antworten

Um einen Master zu machen muss man zuerst immer den Bachelorabschluss haben. Einen Bachelor kann man an einer FH beginnen wenn man die Fachhochschulreife hat und an der Uni, wenn man die allgemeine Hochschulreife ("Abitur") hat.

Techniker ist erstmal nur ein Berufsfeld mit unterschiedlichen Berufszweigen (Mechatronik, Maschienenbautechnik, Maschienentechnik, Elektrotechnik...) und auch unterschiedlichen Karrierewege um dahin zu kommen. Diese variieren z.B. von Bundesland zu Bundesland. (Bildung ist Ländersache in Deutschland!).

In Deutschland sind die Voraussetzungen für die Zulassung zum Besuch einer Technikerschule (Fachschule, in Bayern Fachakademie) ein Schulabschluss einer allgemeinbildenden Schule mit mindestens Hauptschulabschluss (je nach Bundesland auch mindestens die mittlere Reife), ein Berufsschulabschluss, eine abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens 1 Jahr Berufspraxis erforderlich. Die Technikerschule dauert meist 2 Jahre wie duch richtig schreibst und man schließt sie als Staatlich geprüfter Techniker ab. (Nicht verwechseln mit "staatlich anerkannter Techniker")

Wer eine Technikerschule erfolgreich aschließt hat in einigen Bundesländern die Möglichkeit die Zulassung zum Studium an einer Uni zu erreichen. Meist ist hierzu eine Zusatzprüfung in Mathe erforderlich.

Wenn man diese Zulassung hat, kann es an der Uni mit dem Bachelorstudium losgehen.

Wo der staatlich geprüfte Techniker im Vergleich zum Meister einzuordnen ist weiß ich nicht genau. Vielleicht kann dies jemand ergänzen, der mehr Erfahrung mit Ausbildungsberufen hat!? Ich würde sagen, dass ein "Techniker" mehr Theoriewissen, ein Meiser mehr Praxiserfahrung hat.

Irgendwie ist es schon traurig, dass eine im Grunde einfache Problematik dermaßen zerredet wird. Die "Ausbildung" eines Bachelors und die eines Staatlich geprüften Technikers sind vom Grundsatz her ziemlich unterschiedlich. Einige Kommentare zum Techniker und Meister empfinde ich allerdings als sehr herabwürdigend, gibt es doch gerade an der beruflichen Basis viel zu wenig Fachkräfte ... Die Ausbildung zum Techniker ist meines Erachtens in Deutschland derart wenig anerkannt, dass man diese ganz "einfach" abschaffen sollte. Daraus folgt = Meister für die Produktion und zur Umsetzung der Ideengeber und der Bachelor als Bindeglied zwischen dem Master und dem Meister. Vielleicht sollte man dem Techniker einen einjährigen Vertiefungsstudiengang anbieten, damit er auf das Niveau eines Bachelors kommt (eine Projektarbeit ahnlich dem eines Diplomanten = dann würden nur die Besten auch tatsächlich diesen Titel erhalten und verdienen) ... ihn aber so einfach einem verbalen Upgrade zu unterziehen halte ich für problematisch, weil in der beruflichen Realität der Bachelor dann ohnehin immer den Vorzug erhalten würde. So, das ist mein Beitrag dazu ... trifft sicher nicht jeden Geschmack, aber zumindest vertrete ich diese Ansicht! :-)

Wenn ich mir die Kommentare hier so anschaue, muss ich feststellen das sie nur Theoretiker am Werk sind und niemand der jemals eine Schaufel in der Hand hatte. Dieses ganze Gehabe von ich bin besser wie du, oder du bist besser wie ich, ist nicht nur albern, herabwürdigend oder denunzierend, sondern letztendlich der größte Quatsch überhaupt. Ich selber ich selber bin Dachdeckermeister, zertifizierter Energieberater(HWK), Solarteur, Fachkraft für regenerative und ressourcenschonende Energietechnik sowie unabhängiger Sachverständiger für das Dachdeckerhandwerk und habe über 30 Jahre Berufserfahrung und gehe davon aus dass keiner der Schreiberlinge hier überhaupt eine Ahnung davon hat was bedeutet einen Handwerksbetrieb zu führen. Dies ist aber letzten Endes nachvollziehbar denn wer sich nicht mit einem Ausbildungsberuf im Handwerk beschäftigt hat, kann logischerweise nicht nachvollziehen welchen Aufwand, welche Fähigkeiten man benötigt, und mit welchen widrigen Umständen wir es tagtäglich zu tun haben. Kein Akademiker,Techniker, Bachelor oder sonstige Hochschulabsolvent mit Titel ist in der Lage dies nachzuvollziehen geschweige denn damit umzugehen. Daher sollte man grundsätzlich, egal um welches Berufsbild es sich handelt niemals unterschätzen, was man dafür tun muss um seinen Berufsstand zu vertreten zu erhalten und fachgerecht auszuüben. Die sollte sich eigentlich jeder merken, weil es grundsätzlich keiner ohne den anderen kann. Wir benötigen jeden Beruf und jedes Berufsbild in unserem täglichen Leben und werden nicht umhin kommen, den ein oder anderen zu kontaktieren um seine Leistungen in Anspruch zu nehmen. Dies sollte sich jeder der hier seine Kommentare ziemlich niveaulos schreibt unter die Nase halten.

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