Auszubildende schwänzt Berufschule

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Es ist schon richtig, dass nach Ablauf der Probezeit eine Kündigung nur dann möglich ist, wenn Gründe für eine fristlose außerordentliche Kündigung vorliegen. Dazu müsste schon etwas sehr gravierendes vorfallen (Diebstahl, Gewalt am Arbeitsplatz usw.)

Auf ein Schwänzen der Berufsschule könnte man auch mit einer Abmahnung reagieren.

Als Ausbilderin mit pädagogischen Kenntnissen weißt du, dass Auszubildende nicht nur fachlich lernen sondern auch mit den Regeln des Arbeitslebens bekannt gemacht werden sollen. Dazu gehören auch Sekundärtugenden wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit usw. Ein Lehrling ist erstmal ahnungslos und muss erstmal begreifen, dass es am Arbeitsplatz um etwas anderes geht als in der (allgemeinbildenden) Schule.

Ich würde raten die Auszubildende nicht zu kündigen sondern intensiver zu betreuen. Nach den Berufsschultagen sollte man als Ausbilder immer kurze Gespräche einplanen, in denen der Azubi vom aktuellen Stoff in der Berufsschule berichtet. In diesem Gespräch kann man als Ausbilder auch erkennen wo der Azubi Unterstützung braucht.

Neben dieser Hilfe sollte es aber auch eine Möglichkeit zur Rückmeldung der Fehlzeiten ind er Berufsschule geben. Eigentlich sollte die Auszubildenden ja in der Berufsschule schriftliche Entschuldigungen, die von der Ausbilderin abgestempelt und unterschrieben wurden zu ihren Fehlzeiten vorlegen. Sowohl Berufsschule als auch Ausbildungsbetrieb sollten an einem "heißen Draht" zwischen diesen beiden Instanzen interessiert sein. Läuft ein Azubi aus dem Ruder, sollte sofort mit ihm/ihr gesprochen werden.

Auch nach der Probezeit ist eine Küdigung noch möglich. Z.b. wenn Einsatz bei der Arbeit fehlt oder auch die Berufsschule geschwänzt wird. Allerdings halte ich es für fraglich, das sich an dem Verhalten noch was ändert wenn sie bereits zum Beginn der Ausbildung die Berufsschule schwänzt. Ein klärendes Gespräch mit letzter Verwarnung und wenns nicht fruchtet, kündigen. Nach der Probezeit wirds umständlicher, aber keineswegs unmögich.

Auszubildende haben einen ziemlich hohen Kündigungsschutz. Nach der Probezeit ist es echt schwer, einen Azubi kündigen zu können. Es stimmt also, dass man ihr besser jetzt als später kündigt, wenn sie so unzuverlässig ist.

Was mich wundert: Unsere Berufsschule hat nur Fehlzeiten akzeptiert, bei denen eine AU oder aber eine Bescheinigung vom Ausbildungsbetrieb vorgelegt wurde. Ansonsten wurde der Betrieb über die Fehlzeiten informiert. Aber das macht wahrscheinlich jede Berufsschule anders.

Dann hatte meine Chefin doch recht. Ich habe das in der Ausbildereignungsprüfung allerdings anders gelernt :/ Was ist mit der Berufsschulpflicht?

Die Berufsschule hätte sich längst melden müssen, aber die haben gedacht, dass sie ihre Ausbildung abgebrochen hat..

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@dieKathrin1986

Das ist dann wohl ein Kommunikationsfehler zwischen Euch und der Berufsschule. Sowas ist menschlich und kann vorkommen. Sicherlich hätte die Schule Euch darauf ansprechen müssen. Keine Ahnung, warum das passiert ist.

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(2) Zur Abschlussprüfung ist auch zuzulassen, wer nachweist, dass er mindestens das Eineinhalbfache der Zeit, die als Ausbildungszeit vorgeschrieben ist, in dem Beruf tätig gewesen ist, in dem die Prüfung abgelegt werden soll. Als Zeiten der Berufstätigkeit gelten auch Ausbildungszeiten in einem anderen, einschlägigen Ausbildungsberuf. Vom Nachweis der Mindestzeit nach Satz 1 kann ganz oder teilweise abgesehen werden, wenn durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft gemacht wird, dass der Bewerber oder die Bewerberin die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigt. Ausländische Bildungsabschlüsse und Zeiten der Berufstätigkeit im Ausland sind dabei zu berücksichtigen.

 

Was bedeutet das "Vom Nachweis der Mindestzeit nach Satz 1 kann ganz oder teilweise abgesehen werden"? Ist es eine Ausnahme für die Regelung der Eineinhalbfachen Zeit der Ausbildungszeit? Oder sagt es was anderes aus?

 

Vielen Dank.

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