Ausbildung zur Rettungssanitäterin was erwartet mich?

6 Antworten

In Deutschland ist "Rettungssanitäter" bis heute keine anerkannte Berufsausbildung sondern eine Qualifikation, die nach den Rettungsdienstgesetzen (RDG) der Bundesländer zur Wahrnehmung von bestimmten Aufgaben im Rettungsdienst befähigt. Rettungssanitäter/innen, werden bis heute anhand der "Grundsätze zur Ausbildung des Personals im Rettungsdienst (Rettungssanitäter/in)" des Bund- Länder- Ausschusses Rettungswesen vom 20.09.1977 ausgebildet, die in manchen Bundesländern zudem nach Landesrecht verankert sind. Nach diesen Ausbildungsgrundsätzen, umfasst die Qualifikation insgesamt mindestens 520 Stunden (circa dreieinhalb Monate in Vollzeitform) und besteht aus insgesamt vier Ausbildungsmodulen:

1.) Mindestens 160 Stunden Rettungssanitäter- Grundlehrgang (theoretische Inhalte und praktische Notfallübungen), der RSG, schließt meist mit einer schriftlichen und einer praktischen Zwischenprüfung zum Rettungs(dienst)helfer ab,

2.) 160 Stunden Ausbildung im Krankenhaus, Aufteilung in der Regel in 80 Stunden Anästhesieologie/OP und 80 Stunden Notfallaufnahme oder Intensivstation,

3.) 160 Stunden Ausbildung im Rettungsdienst an einer Lehrrettungswache, davon sollen nach Möglichkeit mindestens 80 Stunden an einer Lehrrettungswache mit einem Notarztstandort auf dem Gelände sein und zuletzt

4.) Mindestens 40 Stunden Rettungssanitäter- Abschluss-/Prüfungslehrgang mit schriftlicher, mündlicher und praktischer Abschlussprüfung zum/zur "Rettungssanitäter/in".

Rettungssanitäter/innen, assistieren in der Notfallrettung dem Notfallsanitäter oder im Moment noch Rettungsassistenten bei der Versorgung von Notfallpatientinnen und Notfallpatienten auf einem Rettungswagen, auch gibt es noch Bundesländer, in denen der RettSan auch das Notarzteinsatzfahrzeug fahren darf, in Hessen aber zum Beispiel mit der Einschränkung, dass er über eine mindestens zweijährige Berufserfahrung auf dem Rettungswagen verfügen muss. Desweiteren, betreuen Rettungssanitäter im qualifizierten Krankentransport eigenständig Patient/innen, die kein Notfall sind, aber dennoch aus gesundheitlichen Gründen einer medizinisch- fachlichen Betreuung und/oder der Ausstattung des Krankentransportwagens während des Transportes bedürfen.

Die Kosten für die Lehrgänge, dies sind für Grundlehrgang und Abschluss-/Prüfungslehrgang zusammen ungefähr 1.500 Euro, muss man selber bezahlen. Außerdem werden Leistende eines freiwilligen sozialen Jahres (FSJ) im Rettungsdienst in der Regel zum Rettungssanitäter qualifiziert, dass ist dann kostenlos, dafür, ist man im Anschluss an die Qualifizierung für die restliche FSJ Dauer für den Rettungsdienst tätig, ohne dafür einen Gehalt zu bekommen, man bekommt "nur" eine Art Taschengeld (wenige hundert Euro im Monat) anstelle eines "richtigen" Gehaltes. Für die Ausübung der Tätigkeit in der Notfallrettung, ist dann noch eine Fahrerlaubnis der Klasse C1 erforderlich, da moderne Rettungswagen mit dem "normalen" Führerschein der Klasse B nicht mehr gefahren werden dürfen. Anrechnungen von anderen medizinischen Ausbildung, sind ggf. über die nach Landesrecht zuständige Behörde möglich, jedoch ist immer das Praktikum im Rettungsdienst erforderlich und die Abschlussprüfung im Rahmen des Prüfungslehrganges zu bestehen, der Grundlehrgang, muss i.d.R. auch absolviert werden, da er doch Dinge beinhaltet, welche in rettungsdienstfremden Ausbildungen nicht vermittelt werden

Die richtige Berufsausbildung im Rettungsdienst, ist seit 2014 "Notfallsanitäter/in". Die Ausbildung dauert in Vollzeitform drei Jahre, in Teilzeitform höchstens fünf Jahre, sie besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht an staatlich anerkannten Schulen (1.920 Stunden) und einer praktischen Ausbildung in verschiedenen Fachabteilungen eines geeigneten Krankenhauses (720 Stunden) und im Rettungsdienst an genehmigten Lehrrettungswachen (1.960 Stunden) und schließt am Ende des dritten Ausbildungsjahres mit einer staatlichen Prüfung bestehend aus mehreren schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfungen ab. Eine Anrechnung von anderen Ausbildungen, ist theoretisch möglich, wird jedoch von den zuständigen Behörden in der Praxis nur sehr "zurückhaltend" vorgenommen, weil durch die Anrechnung die Erreichung der umfangreichen Ausbildungszielbestimmungen in Paragraph 4 des Notfallsanitätergesetzes nicht gefährdet werden darf. Zu den Aufgaben einer Notfallsanitäterin oder eines Notfallsanitäters gehört es auch, wenn ein lebensbedrohlicher Zustand vorliegt oder wesentliche Folgeschäden zu erwarten sind, bis zum Beginn einer (not-)ärztlichen Versorgung eigenverantwortlich, in der Ausbildung erlernten und beherrschte invasive medizinische Maßnahmen, zum Beispiel Medikamentengaben, durchzuführen. Die Rettungsdienste bevorzugen eindeutig Bewerber/innen, die bereits als Rettungssanitäter/in Berufserfahrung im Rettungsdienst gesammelt haben.

Mfg.

Hey deine Einstellung finde Ich Spitze !

Kannst einmal googeln und eventuell mit so einem Rettungssanitäter, die sitzen oft in Notdienstzentralen des DRK oder Malteser Kontakt aufnehmen

Viel Erfolg wünsche Ich Dir.

https://www.praktischarzt.de/medizinische-berufe/rettungssanitaeter/

https://www.medi-karriere.de/job-external/rettungssanit%C3%A4ter-in-t%C3%BCbingen-allgemeinmedizin--a150d52a6ca9bee751963c02de792b77/

https://www.medi-karriere.de/rettungssanitaeter-jobs/

Rettungsanitäter ist schon nur eine knapp 3 monatige "Ausbildung". Da verkürzt sich nichts. Zudem ist es nur eine Qualifikation und keine anerkannte Berufsausbildung.

Woher ich das weiß:Beruf – Seit über 10 Jahren RA/NFS beim DRK

OK wusste ich nicht aber danke dafür :)

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@Annagaspar

Wenn du hauptamtlich im Rettungsdienst arbeiten möchtest und die nötigen Vorraussetzungen mitbringst, solltest du dich mit dem Berufsbild Notfallsanitäter beschäftigen. Das wäre ein vollwertige 3jährige Ausbildung.

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Rettungssanitäter ist ein äußerst anstrengender Job.

Ausbildung in dem Sinn gibt es da nicht.

Unterhalte dich am Besten mal mit einem Rettungssanitäter, der wird dir gerne erzählen was er so zu tun hat.

Schichtdienste , Bereitschaftsdienste und schlimme Anblicke bei Unfällen und und und .

Zu deinen Fragen.

Nein, diese wirkt sich nicht auf die Ausbildung aus und du kannst nicht verkürzen

Was dich erwartet:

Du bekommst eine Ausbildung im Rettungswesen und lernst dort in Not geratenen Patienten schnell und effektiv Hilfe zu geben.

Allerdings sind deine Möglichkeiten beschränkt, denn du bist dann NUR Sanitäter.

Darüberhinaus gibt es noch den Rettungsassistenten und danach den Notfallsanitäter.

https://www.ausbildung.de/berufe/rettungssanitaeter/

https://asb.de/unsere-angebote/asb-rettungsdienst-katastrophenschutz/notfallausbildung/rettungssanitaeter

https://www.drk-rettungsschule-sh.de/rettungssanitaeterin/rettungssanitaeterin/ausbildung-zumzur-rettungssanitaeterin.html

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

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