AU zu spät abgegeben, kein Lohn?

10 Antworten

Solange die Bescheinigngen nicht im Betrieb sind, kann der Betrieb den Lohn einbehalten, weil du unentschuldigt fehlst. Sobald die Bescheinigungen nachgereicht werden, muss der Lohn aber (nach-) gezahlt werden.

Der Betrieb hätte natürlich nachfragen können. Er hätte dir auch eine Abmahnung erteilen können. Mit einer Nachfrage hätte der Betrieb sich vielleicht auch eine zweifache Lohnabrechnung ersparen können.

Aber es macht keinen Sinn, wenn du den schwarzen Peter jetzt beim Betrieb suchst. Vermutlich hat man einfach nicht damit gerechnet, dass du die Bescheinigungen zuhause sammelst.

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Natürlich bin ich selber schuld. Mir geht's es wirklich nur drum ob der Betrieb mir bescheid geben müsste bei nicht bezahlen des Lohns. Vielen Dank für die tolle und hilfreiche Antwort. Ich wünsche noch einen schönen Abend

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@PanevalxD

Von "müssen" kann man rein rechtlich gesehen nicht reden. Wobei es sehr hilfreich gewesen wäre. Nachdem du dich mehrmals telefonisch abgemeldet hast, hätte ich erwartet, dass man dich mal darauf anspricht.

Dir auch einen schönen Abend.

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man kann seine ärztlichen Atteste zu Hause nicht sammeln und irgendwann bei seinem Arbeitgeber abliefern - diese müssen spätestens am 3. Tag nach der Krankschreibung beim Arbeitgeber vorliegen - und auch nicht erst dann per Post dann versenden.

Das sind nunmal allgemein gültige arbeitsrechtlich Vorschriften, bei denen die persönlichen Ansichten keine Rolle spielen.

Per Post - als Einschreiben mit Rückschein- kommen diese Unterlagen zu 100 % an
und Du bekommst von der Post eine gerantierte Bestätigung.

Aufgrund der nicht fristgerechten eingereichten Krankmeldung, hätte Dein Arbeitgeber Dir auch kündigen können.

Nun kannst Du nur noch mit Deinem Arbeitgeber sprechen - Dich für dieses Versäumnis - entschuldigen und hoffen, dass er wenigstens einen Teil des Lohnes nachzahlt - oder komplett und dafür leistest Du unbezahlte Überstunden.

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Dein langer Tadel ist im Endeffelt sinnlos. Der Betrieb darf zwar vorläufig den Lohn einbehalten, er darf auch eine Abmahnung schreiben. Aber wenn die Bescheinigungen dann da sind, muss der Lohn bezahlt werden.

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@PeterSchu

Es geht hier nicht um Tadel, sondern um nüchterne Bewertung für diese Problem Das wichtigste für den Azubi dürfte die normale und konfliktfreie
Weiterbeschäftigung sein - und eine arbeitsrechtliche Auseinandersetzung mit seinem Ausbilder und Arbeitgeber sollte nicht unbedingt angestrebt werden.

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@Liger

Wir sind uns ja wohl einig, dass er falsch gehandelt hat. Umso mehr kann man doch von einem Betrieb erwarten, dass man gerade einen Azubi zunächst nachdringlich auf seinen Fehler aufmerksam macht. Einfach den Lohn einzubehalten ist rechtlich zwar in Ordnung, aber es dient eben auch nicht dazu, "eine konfliktfreie Weiterbeschäftigung zu gewährleisten".

Und das Zurückbehalten des Lohns ist eindeutig nur zulässig, solange die Bescheinigungen fehlen. Danach muss der Lohn gezahlt werden und es ist falsch, wenn du das anders schilderst. Auch deine Idee mit unbezahlten Überstunden ist daneben. Das ist eben meine nüchterne Bewertung.

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Azubi kündigen unwahrscheinlich für so etwas!

Ermahnung/Abmahnung, ja!

AG müssen damit rechnen, dass Azubis Fehler machen und sich auch mal nicht korrekt verhalten.

Sind halt Azubis, die was lernen sollen.

Die genießen einen besonderen Schutz.

Azubis müssen schon klauen oder ähnliches, damit man diese ohne weiteres kündigen kann/darf.

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Ich persönlich hätte einen Azubi darauf hingewiesen, wenn ich Ausbilder wäre.

Insbesodere dann, wenn der Azubi noch frisch im Berufsleben steht.

Allerdings hast Du keinen Anspruch darauf, dass man Dich "vorwarnt". Insbesondere von Azubis in fortgeschrittenen Lehrjahren erwarte ich, dass die ihre Verpflichtungen auf die Reihe bekommen oder im Zweifel nachfragen.

So was ist vertraglich geregelt. Ich bin sicher, dass in Deinem Vertrag eine Klausel zum Einreichen von AUs drinsteht.

Rein theoretisch kann Dich ein Arbeitgeber ja auch mal unbezahlt freistellen. So lange keine Original-AU vorliegt, bist Du offiziell nicht krank sondern einfach nicht anwesend.

Man hat Dich nicht abgemahnt, Deine Abwesenheit wurde also nicht als unentschuldigtes Fehlen gewertet.

Evtl. hat man Dir auch aus erzieherischen Gründen erst mal den Lohn einbehalten. Damit Du es in Zukunft richtig machst.

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"...hat man Dir auch aus erzieherischen Gründen erst mal den Lohn einbehalten."

Naja, auch für "erzieherische Gründe" muss es eine Rechtsgrundlage geben. Und die ist im Entgeltfortzahlungsgesetz eindeutig gegeben, unabhängig davon ob Azubi oder nicht. Der Lohn darf einbehalten werden, solange die Bescheinigung nicht vorliegt. Bei späterer Vorlage muss er aber nachgezahlt werden.

"Ich persönlich hätte einen Azubi darauf hingewiesen, wenn ich Ausbilder wäre."

Das ist eine sehr vernünftige Einstellung, die ich in der Fragestellung vom Betrieb vermisst habe. Der Betrieb würde damit nicht nur dem Azubi die notwendigen Regularien vermitteln, sondern sich selbst auch Arbeit sparen. Es dürfte der Personalabteilung nämlich sicher keinen Spaß machen den Lohnabzug erst herauszurechnen und im nächsten Monat eine Nachzahlung einzuarbeiten.

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