Arzttermin nicht abgesagt, jetzt Rechnung und Drohung vom Arzt. Muss man nicht abgesagten Termin bezahlen?

... komplette Frage anzeigen

12 Antworten

Kommt drauf an.

Ist dem Arzt ein Schaden entstanden, den er beziffern könnte so bist du verpflichtet diesen zu ersetzen.

Hat er stattdessen vielleicht einen anderen Patienten behandeln können und evtl. mehr Geld an diesem verdient, ist kein Schaden entstanden und die Forderung läuft ins Leere.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also ich arbeite als ZFA und ja muss man bezahlen!  In dem Anamnesebogen den JEDER Patienten bei Erstbetreten einer Praxis ausfüllen muss steht es ganz unten als aller letzten draus, sowie meistens auch auf den Terminzetteln 30 euro sind da noch okay, bei einem längeren Termin bis zu 2 Std kann das ordentlich Geld kosten! Ist also richtig, es darf de Zahnarzt machen! Es gibt aber auch sehr viele ZA die garkeine Kosten in Rng stellen oder erst ab einer gr  Beh. Aber vor Gericht wegen 30 euro...ist halt leider so passiert jetzt weisst du das dieser Zahnarzt seine angesagten Termine in Rng. Stellt such dir doch einen anderen ZA vllt ist dieser Kulanter. Lg :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wie ich hier schon in einigen Kommentaren als Antwort geschrieben habe: Du musst grundsätzlich nichts zahlen, wenn du nicht im Vorfeld ausdrücklich schriftlich bestätigt hast zu erscheinen und über etwaigen Schadensersatz bei Nicht-Wahrnehmen informiert wurdest.

Leider sind 90% der Antworten hier einfach nur falsch. Mit einer Terminabsprache gehe ich keinerlei Verpflichtung ein, auch wirklich zu kommen. Die Terminabsprache ist ausschließlich eine Organisationshilfe des Arztes. Üblicherweise sind sowohl bei Allgemeinärzten u.ä. (ja, auch bei Zahnärzten) immer eine Laufkundschaft zugegen. Zudem hat man so oder so ein Wartezimmer. Dass also der Arzt keine anderen Patienten behandeln könnte, weil einer nicht kam, ist normalerweise Blödsinn.

Die Antwortet lautet also: Nur, wenn du schriftlich bestätigt hast, zum Termin zu erscheinen, dann kann der Arzt ggf. wirklich einen Schadensersatzanspruch begründen. Andernfalls nicht.

Dazu gibt es übrigens auch einige hundert nachlesbare Gerichtsurteile.

Anwaltsmeinung siehst du zum Thema hier: https://www.anwalt.de/rechtstipps/arzttermin-versaeumt-muss-der-patient-zahlen_071626.html

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von blacklist112
11.08.2016, 18:21

Stimmt nur leider nicht, was du schreibst.

Insbesondere beim Zahnarzt wird vor Behandlungen in der Regel ein Behandlungsvertrag vereinbart. Nimmt der Patient diesen Termin nicht wahr muss der Patient bei Nichterscheinen diesen bezahlen. Das Amtsgericht Nettetal etwa gestand einem Zahnarzt in einem solchen Fall ein Ausfallhonorar von knapp 1400 Euro zu (Az. 17 C 71/03).

1
Kommentar von franneck1989
11.08.2016, 20:25

@blacklist Lies dir mal das Urteil durch. Dort wurde genau eine solche schriftliche Vereinbarung geschlossen, die mepeisen erwähnt. Zudem ging es dort auch um eine konkrete Behandlung (Zahnersatz), und nicht bloß um einen normalen Termin. Insofern ist dein Kommentar völlig unpassend zum Thema.

2

Urteile hin, Urteile her. Das zeigt doch nur wie nach Gutdünken solche Entscheidungen getroffen werden.

Ich habe auch mal sowas unterschrieben und diesen Arzt nie mehr aufgesucht; fordern Sie ebenfalls einen solchen Nachweis vom Arzt und er wird dabei ganz schön verwundetert sein.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
ist es doch kein Grund 

Doch ist es, wenn der Arzt nachweist, ihm ist ein finanzieller Schaden entstanden.

Nun kannst Du dem Arzt unterstellen, er ist sich sicher die Patienten zahlen lieber, bevor sie sich auf einen Rechtsstreit einlassen und die Forderung daher unberechtigt ist.

Oder Du willst es "genau" wissen, was aber die Kosten unter Umständen deutlich in die Höhe treiben kann ...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sei froh, dass es nur 30 Euro sind. Manche Ärzte verlangen dafür bis zu 80 Euro. Diese Vorgehensweise ist völlig normal und richtig so, denn er hätte in der Zeit andere Patienten behandeln können und hat somit eine Einbuße erlitten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von mepeisen
11.08.2016, 17:29

Völlig normal bedeutet nicht, dass es erlaubt ist.

0
Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von blacklist112
11.08.2016, 18:34

Dann nimm mal dieses Urteil. Da hat der Patient auch den Termin nicht wahrgenommen:

Das Amtsgericht Nettetal etwa gestand einem Zahnarzt in einem solchen Fall (Termin nicht wahrgenommen) ein Ausfallhonorar von knapp 1400 Euro zu (Az. 17 C 71/03).

0

Wenn du nicht zum Termin erscheinst, hat der Zahnarzt einen Verdienstausfall. Denn der nächste Patient kommt erst zu seinem persönlichen späteren Termin. Zahle und behalte Termine auch bei "Umzügen" im Blickfeld.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von mepeisen
11.08.2016, 17:29

Welchen Verdienstausfall? Terminabsprachen begründen keinen endgültigen Vertrag, dort unbedingt erscheinen zu müssen. Sie dienen nur der Organisationshilfe.

Gerichte lehnen den Anspruch des Arztes ab. Gibt es genug Urteile dazu.

0

Das ist allerdings meistens nur bei Zahnärzten so. Dafür musst du aber im Vorfeld (meist bei deinem ersten Besuch in dieser Praxis) etwas unterschrieben haben, dass du darüber informiert wurdest, dass sie dir einen nicht eingehaltenen Termin in Rechnung stellen für den Fall, dass der Termin nicht kurzfristig von einem anderen Patienten genutzt werden konnte

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von mepeisen
11.08.2016, 17:33

Aber auch nur dann, wenn man wirklich so etwas unterschrieben hat. Kenne ich übrigens gar nicht vom Zahnarzt. Ich rufe dort an, er sagt mir, wann er Zeit hätte und ich komme dann vorbei. Da habe ich weder verbindlich zugesagt zu kommen noch mich verpflichtet, irgendeine Art von Schadensersatz bei Nicht-Wahrnehmen zu zahlen.

Entscheidend ist, was vertraglich vereinbart war. Denn wenn man nichts unterschreibt bzw. vereinbart, gilt die Terminabsprache nur als Organisationshilfe für den Arzt, nicht als vertragliche Vereinbarung, zwingend dann auch zu erscheinen.

1

Ein nicht abgesagter Termin muss bezahlt werden. Das ist so üblich. Sei froh, dass der Zahnarzt dir nur 30 Euro berechnet.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von mepeisen
11.08.2016, 17:28

Stimmt nur leider nicht, was du schreibst. Die Terminabsprache bei Ärzten dient üblicherweise lediglich der Organisationshilfe. Einen Zahlungsanspruch gibt es gegenüber dem Arzt nicht.

1

Das ist ein Dienstvertrag den du einhalten musst.

Dh er kann von dir die 30€ verlangen.

Du kannst dagegen aber klagen.
Es ist dann unwahrscheinlich, dass er vor Gericht gehen wird.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Omikron6
11.08.2016, 15:03

Er wird schon vor Gericht gehe können. Da er Recht bekommen wird, muss der Patient auch noch die Prozesskosten des Arztes tragen.

0
Kommentar von mepeisen
11.08.2016, 17:35

Das ist ein Dienstvertrag den du einhalten musst.

Nö.

Lies mal bitte https://www.anwalt.de/rechtstipps/arzttermin-versaeumt-muss-der-patient-zahlen\_071626.html

Entscheidend ist, ob es wirklich eine schriftliche Vereinbarung gibt, zu erscheinen inkl. Ankündigung eines Schadensersatzes, falls man nicht erscheint. Bei Laufkundschaft bzw. Terminabsprache am Telefon ohne diese Vereinbarung gibt es keinen Anspruch des Arztes.

Und ein Gang vor Gericht ändert daran exakt 0.

0

Er hätte in dem Zeitraum einen anderen Patienten behandeln können und Geld verdienen können. Sei froh das es nur 30€ sind ;)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von mepeisen
11.08.2016, 17:31

Darauf kommt es nicht an, dass er andere Patienten behandeln könnte. Üblicherweise hat ein Zahnarzt auch genug Laufkundschaft und üblicherweise hat man auch dort immer Wartezeiten.

Die Terminabsprache ist eine reine Organisationshilfe und einen Anspruch auf Erscheinen gibt es nicht

0

Was möchtest Du wissen?