Arten des Atheismus?

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8 Antworten

Humanistische Atheisten gehen vom freien Willen des Menschen aus und ein Gott würde diesen eher behindern. Der Mensch ist selbst in der Lage sich Regeln zu schaffen, die ein friedliches Miteinader ermöglichen und kann selbst Moral und Werte festlegen, wie z.B. die Menschenrechte. Dazu wird kein göttliches Wesen benötigt, das den Menschen diese Regeln auferlegt.

Praktischer Atheismus: Gott und die Frage nach ihm werden einfach ignoriert.

Methodischen Atheismus findest du in der Wissenschaft. Alle dort angewendeten Methoden müssen ohne Gott auskommen, weil Gott keine messbare Größe ist, und zwar völlig unabhängig davon, ob der Forscher nun gläubig ist, oder nicht, Deshalb ist es auch nicht ungewöhnlich, wenn auch sehr interessant, dass der Begründer der Urknalltheorie katholischer Priester war.

dompfeifer 25.11.2013, 07:44

.... und der Begründer der Evolutionslehre (Charles Darwin) Pfarrer war.

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esetzen wir das wort atheismus mit "nicht--fußballclub", denn beide beschreiben in der theorie das fehlen von religion, beziehungsweise fußball.

  1. was auch immer Humansisch bedeutet, ich denke du wolltest Humanistisch schreiben.ind em fall handelt es sich um nicht-fußballer die wol gleichzeitig auch für menschenrechte plädieren. der zusatz des nicht--fußballers ist aber nicht nötig un kann wegfallen

  2. Nicht-fußballen kann nicht aktiv gemacht werden, deswgeen ist der zusatz "praktisch" unnsinnig. beim atheismus gab es im mittelalter eine strömung "praktischer" atheisten, die enfach gesagt ahben, dass sie lieber sündigen an statt in den himmel zu kommen.

3.zum methodischen atheismus habe ich hier einen artkiel, der ganz gut beschreibt worum es geht: https://www.molthagen.de/content/view/392/ -> wo jemand nicht an fußball denkt, ist automatisch ein methodischer nicht-fußballer, weil fußball mit der methode, die er in dme mkment anwndet nichts zu tun hat. jeder der gerade Tee kocht ist ein methodischer nicht-fußballer.

Humanistischer Atheismus wird generell evolutionärer Humanismus genannt und bedeutet, dass man davon ausgeht, dass unsere Welt nicht von übernatürlichen Wesen beeinflusst wird. Gleichzeitig sagt er, dass die Menschenrechte überall und für jeden gelten, auch wenn sie leider häufig verletzt werden.

Der Praktische Atheist ist auch Agnostiker: Er sagt es gibt kein Indiz für Gott und darum ist die Frage überflüssig.

Beides schließt das andere nicht aus.

Obwohl ich ein Fan von Fachbegriffen bin, habe ich noch nie etwas von einem methodischen Atheismus gehört :)

Methodischer Atheismus ist in der Wissenschaft

Praktischer Atheismus ist das Ausüben des Nicht-Glaubens an Gott

und Humanischer Atheismus ist das emotionelle Gefühl dazu. Also steht dieser für den freien Willen des Menschen...

Allerdings ist es nicht wirklich effizient, die Arten zu trennen, da ein richtiger Atheist in der Regel alle drei Sorten in sich vereint. Und Atheismus auch keinerlei Religion ist, die man auslegen kann. Das heißt, dass kein Atheist dem anderen gleicht.

Und ich denke, dass es da noch ganz viele Abwandlungen zwischen Glauben und Nicht-Glauben gibt.

Wieviele Arten des Nichtrauchens kennst Du?

Atheismus ist nur die Nichtvornahmen eines Bekenntnisses zu einem Gott. Es ist kein Bekenntnis gegen einen Gott oder sonst was.

Atheismus hat keinen Inhalt, keine Struktur, keine Arten. Nun sind Atheisten meist auch Agnostiker oder Antitheisten. Diese haben da heraus sehr wohl verschiedenen Ausprägungen.

Aber Atheismus hat keine Dimension.

holodeck 17.11.2013, 16:59

Wieviele Arten des Nichtrauchens kennst Du?

Dann müsste es, wenn schon denn schon, ebenso heißen, "wieviele Arten des Atheistens" kennst Du. Sausili, Du fasst es nie - man kann nicht nicht bekennen. Dein nicht atheistender Atheist bleibt eine Fata Morgana ;-))

Ach so ... und .. mindestens zwei:

  • vorübergehend mit unbestimmter Dauer Nichtmehrrauchernichtraucher
  • jungfräulicher Nochnierauchernichtraucher
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Gronkor 11.12.2013, 12:47
@holodeck
  • Nichtrauchen des Rauchers zwischen zwei Zigaretten
  • Nichtrauchen des Rauchers im Schlaf.
  • Nichtrauchen von Tabak, jedoch Rauchen eines anderen Krauts
  • Nichtrauchen jeweils jedes beliebigen Krauts, beim Rauchen oder Nichtrauchen beliebiger anderer Kräuter.
  • Nicht aktiv Rauchen.
  • Nicht passiv Rauchen.

etc. pp.

Und die genannten Arten des Atheismus' unterscheiden sich definitiv, wie man auch den anderen Antworten hier entnehmen kann.

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realsausi2 11.12.2013, 16:14
@holodeck

Du fasst es nie - man kann nicht nicht bekennen.

Natürlich kann man das. Von den meisten Göttern, die Menschen ersonnen haben, habe ich keinerlei Kenntnis. Ihnen gegenüber bin ich als Atheist ebenso bekenntnislos wie gegenüber dem Gott der Bibel.

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realsausi2 11.12.2013, 16:17
@Gronkor

Ts, ts, ts,

vielleicht liegt es daran, daß ich keine mehr habe, daß mir das alles sehr an den Haaren herbeigezogen daherkommt.

Wir sind uns schon darüber einig, daß ein Raucher, der gerade ein Nickerchen macht, immer noch ein Raucher ist?

Aber gut... wie viele Arten von Nichtschwangersein kennst Du?

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Gronkor 13.12.2013, 23:35
@realsausi2

Was ist denn Dein Punkt?

Die drei Arten des Atheismus unterscheiden sich definitiv. Jemand kann doch z.B. eine religiöse Praxis haben und praktischer Theist sein und trotzdem als Naturwissenschaftler mit einem methodischen Atheismus vorgehen.

Sind wir uns denn einig, dass ein Raucher, der ein Nickerchen hält, gerade nicht raucht?

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pRiot 17.11.2013, 17:15

Dennoch können sich Nichtraucher gegen das Rauchen engagieren und ihre Einstellung im Sinne ihres Vorhabens (zB rauchverbot in Bars) konkretisieren. Diese Gruppe wäre eine bewusste Abgrenzung zu den Rauchern, die sich über diese Ablehnung -also ein Bekenntnis- auch definiert.

Allerdings hast du natürlich Recht(so schrieb ich dies ja auch), diese gruppe wäre in keinem Sinne eine repräsentation der Nicht-Raucher. Denn um zu diesen zu gehören, braucht es kein Formular. Nicht einmal eine bewusste Entscheidung.

...und holodeck sollte sich besser woanders austoben ...

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holodeck 17.11.2013, 18:33
@pRiot

Denn um zu diesen zu gehören, braucht es kein Formular. Nicht einmal eine bewusste Entscheidung

Sondern?
Einen Beobachter des ganzen Geschehens vielleicht? Einen, der die guten ins Töpfchen packt und die schlechten ins Kröpfchen?

Weshalb man ja auch weder nicht kommunizieren noch nicht bekennen kann. Als Nichtsolipsist ;-))))))))))))))))))))))))

Uuuuuh mann!
Das kann doch alles eigentlich nicht so schwer sein. Das ist simpelste Kommunikationstheorie für Anfänger.

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pRiot 17.11.2013, 21:22
@holodeck

what.the.hell.?

Kein Plan auf welcher Wolke du schwebst und es ist mir auch egal. Ich habe auch keine Nerven für so ein Gespräch gerade.

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holodeck 17.11.2013, 21:58
@pRiot

Als wenn Du jemals Nerven hättest ;-))
Ich muss mich übrigens korrigieren. Es hätte heißen sollen:

Weshalb man ja auch weder nicht nicht kommunizieren noch nicht nicht bekennen kann. Als Nichtsolipsist ;-))))))))))))))))))))))))


Watzlawick "Man kann nicht nicht kommunizieren"

• Sobald zwei Personen sich gegenseitig wahrnehmen können, kommunizieren diese miteinander, da jedes Verhalten kommunikativen Charakter hat.

• Verhalten hat kein Gegenteil: Man kann sich nicht nicht verhalten.

Die Welt, die biologische und die soziale, ist weitaus vielschichtiger, als Du es Dir vorzustellen vermagst ;-))

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DeutscherIdiot 18.11.2013, 16:24
@holodeck

Weshalb man ja auch weder nicht kommunizieren noch nicht bekennen kann

Das mit dem Kommunizieren ist allgemein bekannt. Wo findet sich das mit dem Nicht-Bekennen? Es folgt nämlich durchaus nicht eines aus dem anderen; der Satz "Man kann nicht nicht kommunizieren" bedeutet nämlich nicht "Man kommuniziert automatisch alles".

Ansonsten ist der ganze Rekurs zu Watzlawick und zur Kommunikationstheorie verfehlt. Die Frage, um die es hier geht, lautet ganz einfach: Ist ein Atheist jemand, der sich selbst als Atheisten sieht und kommuniziert, Atheist zu sein, oder schon jemand, der sich selbst nicht als Gläubigen oder Agnostiker sieht und keines von beiden kommuniziert?

Das von dir erwähnte hat hierzu keinen Zusammenhang.

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holodeck 18.11.2013, 18:49
@DeutscherIdiot

Die Frage, um die es hier geht, lautet ganz einfach: Ist ein Atheist jemand, der sich selbst als Atheisten sieht und kommuniziert, Atheist zu sein, oder schon jemand, der sich selbst nicht als Gläubigen oder Agnostiker sieht und keines von beiden kommuniziert?

Auch das noch? LS?

Die Frage - um das mal klarzustellen - lautete

Was bedeutet der

  • Humansische Atheismus
  • praktische Atheismus
  • methodische Atheismus

Dazu gibt es eine eindeutige Antwort. Orientiere Dich besser an Dummie anstatt an unausgegorenen Phantasien.

und keines von beiden kommuniziert?

Da haben wir es wieder - Kontextblind. Ein schweres Los, ich weiß.

Also, wir haben 12 Gläubige und 13 Atheisten in einem Raum. Jetzt läuten die Kirchenglocken und 12 Gläubige rennen raus in die Kirche. 13 Atheisten verharren ebenso wort- wie regungslos auf der Stelle. Haben sie jetzt atheist oder nicht? Nu?

Alaaf ...

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DeutscherIdiot 18.11.2013, 18:56
@holodeck

Sie sind Atheisten. Aber sie haben sich nur als solche gezeigt durch das Nutzen der negativen Freiheitsrechten. Und genau das, und nichts anderes, hat realsausi2 geschrieben: Um Atheist zu sein muss man nicht von positiver Freiheit irgendeiner Art Gebrauch machen.

Und ganz allein um diese Frage ging es: Ist ein Atheist jemand, der nur von negativer, oder auch von positiver Freiheit Gebrauch macht? Im Sinne von W. macht das keinen Unterschied insofern, als dass er immer handelt. Aber wie gesagt: Es ging um positive und negative Freiheit. W. hat hier nichts verloren.

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holodeck 18.11.2013, 19:03
@DeutscherIdiot

Nein. Es geht nicht um positive und negative Freiheit. Nur in Deinem Kopf.

Ansonsten: Es ist eine aktive Entscheidung, stehenzubleiben. Man verhält sich zu "Glockenläuten" aktiv gar nicht. Die Entscheidung ist immer eine in Deinem Sinne positive. Sie kann nie negativ sein.

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LSSBB 20.11.2013, 15:20
@holodeck

Es ist eine aktive Entscheidung, stehenzubleiben.>

Stimmt!

Aber sie werden auch nicht automatisch zu "Theisten", wenn sie sich das Glockengeläut gleich mal in der Kirche persönlich anschauen wollen, also mit rausrennen. Man kann auch beim Rennen nicht an Gott glauben :-)

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holodeck 20.11.2013, 22:34
@LSSBB

Natürlich nicht. Darum geht es ja aber auch gar nicht! Es geht darum, was die Atheisten durch ihr aktives "nicht-verhalten Verhalten" im Kontext kommunizieren. Man kann sich nicht nicht verhalten; insofern kann man auch nicht nicht bekennen in einem gesellschaftlichen sozialen Kontext, der den Theismus kennt.

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Zu erwähnen wäre auch das atheisten im regelfall ziemlich antireligiös eingestellt sind

Oxycominum 17.11.2013, 13:50

nein. die fallen bloß mehr auf.

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pRiot 17.11.2013, 17:10
@Oxycominum

ja. so ist es. Die Mehrheit der nicht-Gläubigen sprechen kaum oder gar nicht über diese Themen.

-aus meiner Sicht ist das schade, aber das kann ja jeder halten wie ein Dachdecker.

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DeutscherIdiot 18.11.2013, 17:19

Das ist ungefähr so plausibel wie zu behaupten, als Bayern würde Dialekt sprechen, in Lederhosen herumlaufen und ständig Bier trinken.

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Egal, wieviel du lernst, denk immer dran: um Atheist zu sein gibt es kein Bekenntnis, kein Fragebogen. Du bist schlicht Atheist, wenn du nicht religiös bist und an keine Götter glaubst. Wie du nicht-Alkoholiker bist, wenn du kein Alkohol trinkst. Egal, warum du keinen Alkohol trinkst, oder wie du es begründest, oder ob du es überhaupt begründest, weswegen du keinen Alkohol trinkst. "Atheismus" ist erstmal nur eine sprachliche Abgrenzung vom "Theismus" und weiter nichts.

Fantho 17.11.2013, 23:14

Atheismus kann ebenso mit einer Religion in Verbindung gebracht werden, wenn diese keinen Gott in ihrem Glauben hat....

Gruß Fantho

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Fantho 18.11.2013, 20:32
@pRiot

Das ist korrekt. Im eigentlichen Sinn ist der Buddhismius mehr eine philosophische Weltanschauung, denn eine Religion, auch wenn sie zumeist als solche betrachtet wird...

Was die etymologische Definition betrifft: Religion kann auch mit Gewissenhaftigkeit, Sorgfalt in Verbindung gebracht werden. Sorgfalt in der Einhaltuung gewisser Riten, Regeln usw., was im Buddhismus ja auch gegeben ist....

Andere wiederum ersetzen diesen Begriff mit 'Rückkehr zu Gott'....

Gruß Fantho

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Zu 1. Du meinst vermutlich humanistischen Atheismus. Damit wird häufig der Atheismus bzw. die Religionskritik Feuerbachs bezeichnet. Auch der Existenzialismus Sartres wird häufig damit in Verbindung gebracht.

Diese Denker sind der Meinung, dass die Existenz eines Gottes die Freiheit des Menschen in unnötiger Form einschränken würde, und verneinen sie daher. Das ist ihr Argument gegen Gott: Wenn es ihn gäbe, er wäre eine Einschränkung der menschlichen Freiheit.

Zu 2. Praktischer Atheismus bezeichnet schlicht und einfach einen Lebensstil, in dem Religion und Glaube keine Rolle spielen. Ein solcher wird auch z.B. von Deisten, Agnostikern oder Pantheisten zumeist gepflegt.

Zu 3. Methodischer Atheismus ist eine Methode der Naturwissenschaft. Genau wie der ontologische Naturalismus, also die Nichtexistenz von Übernatürlichem, wird zur Erleichterung der Forschung in der wissenschaftlichen Arbeit auch die Nichtexistenz eines Gottes angenommen.

Wobei diese Kategorien eher ungewöhnlich sind; am häufigsten werden Atheisten einfach unterteilt in schwache Atheisten, die nicht annehmen, dass es einen Gott gibt(der Geburtszustand des Menschen) und in starke Atheisten oder Antitheisten, die die Existenz eines Gottes bewusst verneinen.

Fantho 17.11.2013, 23:24

Ein solcher wird auch z.B. von [....] Pantheisten zumeist gepflegt.

Das solltest Du mir mal bitte näher erläutern, im Hinblick auf den Hinduismus......

Zu allem anderen von Dir Geschriebenem ist nichts einzuwenden....

Gruß Fantho

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DeutscherIdiot 18.11.2013, 16:00
@Fantho

Der Hinduismus ist kein Pantheismus. Ansonsten leben auch Pantheisten ohne die Orientierung an einer Religion oder das praktizieren religiöser Zeremonien. Die Kriterien für praktischen Atheismus sind damit erfüllt.

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Fantho 18.11.2013, 20:18
@DeutscherIdiot

Sorry, Sorry, ich hatte dabei den Polytheismus im Kopf. Du hast natürlich recht!

Gruß Fantho

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