Argumente für den Atheismus

12 Antworten

Da auch geistig hochstehende Männer wie Th. Storm und G. Keller Atheisten waren, sollte man sich doch einmal fragen, ob die Gottesleugnung wirklich so absurd ist, zumal auch der Buddhismus eigentlich ein Atheismus ist. Zwischen Christentum und Atheismus besteht m.E. ein Missverständnis. Deshalb schimpfen oder lachen sie auch gerne übereinander. Die Christen glauben an den großen Anfang, und der ist nur durch das Wirken eines Schöpfergottes denkbar. Die Atheisten können von einem Anfang gar nicht ausgehen; andernfalls müssten sie behaupten, die grandiose Natur mit Einschluss aller hochkomplizierten Organismen (z.B. der Mensch, sein Gehirn, sein Auge) seien durch zufällig zusammengebackene Moleküle entstanden. Über solche Behauptungen lachen die Christen gerne. Nein, die Atheisten lehnen einen Anfang ab, sie sagen, alles war schon immer da, die Materie, das Leben, die Naturgesetze, seit Ewigkeiten war das schon so. Da müssten die Christen ihnen eigentlich Recht geben, denn auch nach ihrer Auffassung war Gott schon immer da, und er existiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Dann wäre es also egal, ob man Gott oder das Naturgesetz sagt: Das Naturgesetz müsste für die Atheisten der Gott sein. Letztlich wären die Atheisten also auch Gottgläubige, nur benutzen sie einen anderen Namen für Gott. - Diese Auffassung der Atheisten, dass die Naturgesetze, welche das Leben hervorgebracht haben und weiter hervorbringen, seit Ewigkeiten existieren, ist also gar nicht so unsinnig; desgleichen – genau besehen – auch ihre Behauptung, es gebe keinen Gott. Wie will man sich diesen Gott eigentlich vorstellen? Er gilt ja als Schöpfer des Universum. Jeder weiß, dass kein Mensch das Universum mit alle seinen Milchstraßen, Sonnen und Planeten begreifen kann, vor allem, wenn man gesagt bekommt, dass es 100 Milliarden Milchstraßen im Weltall gibt und in einer Milchstraße sollen 100 Milliarden Sonnen existieren. Da setzt bei jedem das Vermögen aus, diese Mega-Dimensionen auch nur annähernd zu „begreifen“. Und Gott, der das alles geschaffen hat, müsste ja noch größer als dieses „Mega- Universum“ sein. Einen solchen Gott zu „begreifen“, ist erst recht unmöglich. Man könnte, da eine Anschauung und Erkenntnis dieses Gottes von vornherein und absolut unmöglich ist, von Gott auch als von einem „Nichts“ sprechen. Gott ist, da für uns unbegreiflich, nicht erkennbar, nicht anschaubar, also auch – für unser Erkenntnisvermögen - nicht vorhanden. Insofern muss man den Atheisten also recht geben. Es gibt keinen Gott! - Die Atheisten finden sich mit diesem Faktum nun ab. Sie gehen allerdings noch einen Schritt weiter: Sie behaupten nicht nur, dass Gott für unser Erkenntnisvermögen nicht vorhanden ist, sondern dass er auch jenseits unseres Erkenntnisvermögens, also in den „Mega-Dimensionen“ über allen Milchstraßen und Sonnen, tatsächlich nicht vorhanden ist, dass er m.a.W. tatsächlich ein Nichts ist. Den Beweis hierfür können sie aber nicht antreten. Die Christen sind da natürlich anderer Meinung. Sie sagen: Gott ist zwar für uns, aus den genannten Gründen, nicht erkennbar, insofern also ist er ein „Nichts“; aber er ist auf jeden Fall jenseits aller Milchstraßensysteme vorhanden; mehr noch, er ist für den Menschen auch erreichbar, und zwar durch Jesus, Gottes Sohn. In Jesus ist das (uns eigentlich nicht erkennbare) Göttliche für uns Menschen sichtbar und „begreifbar“ geworden. Es tritt uns mit den göttlichen Prinzipien „Nächstenliebe“, „Mitmenschlichkeit“ entgegen. Da diese göttlichen Eigenschaften auf dieser Welt nichts gelten, musste der Repräsentant dieser „Göttlichkeit“, eben Jesus, den irdischen Gegebenheiten, als da wären: Macht, Gewalt, Hass, Verrat, Heimtücke etc. (zunächst) unterliegen. Durch die Kreuzigung und die Auferstehung hat Jesus aber das Irdische, von ihm Sünde genannt, als Märtyrer besiegt. Das ist die christliche Lehre. – Ich bekenne mich zwar zum Christentum, habe aber mit der Auferstehungslehre meine Schwierigkeiten. Es genügte doch, dass Jesus für die göttlichen Prinzipien „Nächstenliebe“, „Mitmenschlichkeit“, „tätiges Mitleid“ in den Tod gegangen ist und dass er damit, als Märtyrer, eine Verbindung zwischen dem Reich Gottes, wo diese Prinzipien gelten, und der dunklen irdischen Welt hergestellt hat. Die Auferstehung könnte man dann als Allegorie für diesen Triumph des Göttlichen über das verwerfliche Irdische ansehen. Und dass diese christlichen Lehren bis zum heutigen Tag ihre Kraft behalten haben, sollte auch einem Atheisten zu denken geben.

2 Argumente:

1. Wieso muss ich meinen nicht Glauben an Gott begründen, du aber nicht deinen an all die anderen Götter. (sehr effektiv um diese nervigen Diskussionen zu umgehen)

2. Wenn Gott einen Einfluß auf die Welt hat, kann man ihn beweisen, wenn nicht ist er für diese Welt irrelevant. Rational kann man letzteren Grund nicht widerlegen, aber es gibt absolut keinen Grund an einen solchen Gott zu glauben.

Ich werfe hier noch ein paar Argumente rein die je nach Kontext benutzen kannst, Gläubige argumentieren immer ohne jegliche Logik, bzw. setzen Logik ausser Kraft, wenn es ihnen nicht passt, weil Gott.

Machen wir doch gleich mit der Logik weiter. Logik ist etwas allgegenwärtiges, es ist immer da. Aber Gott der Allwissende muss um Logik erfunden zu haben, nicht allwissend gewesen sein. Schockierend!

Meine Lieblingsfrage um jeden Gläubigen zu verunsichern: Warum gibt es mehrere Religionen? Warum unterscheiden sich alle, gar widersprechen sie sich? Aber wieso gibt es dann nur die eine Mathematik?

LG

Die Evoltion ist bewiesen, Die Religion nicht. Die "Wunder" sind bewiesenermassen keine Wunder z.B.Das angebliche blut in dieser Ampulle das dann plötzlich flüssig wird wenn man es dreht, ist ganz einfach chemisch zu erklären. Und die ganzen Prophezeiungen sind auch nich eingetroffen.

Ist der monotheistische Gott ein Atheist?

Wenn Gott davon ausgeht, dass niemand ihn erschaffen hat und er quasi aus dem Nichts entstanden ist, macht das Gott zum Atheist?

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Haben die Atheisten auch ein Feiertag?

Hallo,

ich würde gerne wissen bzw. kann mir ein Atheist unter erklären ob es bei dem Atheismus auch Feiertage gibt?

LG Euer Mais

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Arten des Atheismus?

Was bedeutet der

  1. Humansische Atheismus
  2. praktische Atheismus
  3. methodische Atheismus.

Mir ist bewusst das Atheisten nicht an Gott glauben, aber kann mir jemand die einzelnen Arten die ich aufgezählt habe erklären?

Danke

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Welche Argumente haben Gläubige für die Existenz eines Gottes?

Ich kann ja mal die Gegenargumente aufzählen, welche ich habe und können diese irgendwie widerlegt werden?
Contra:
-wenn Gott die Welt und auch das Universum erschaffen hat, wozu macht er sich dann die Mühe jeden einzelnen Planeten, Kometen, Sterne, Elemente, physischen Gesetze, usw. Zu erschaffen? Und wo kommt dieser Gott her? Hat ein weiterer Gott unseren Gott erschaffen und so weiter?
-Menschen sind ja perfekte Ebenbilder von Gott. Wie kann es dann sein dass die Menschen anfällig sind für Krankheiten? Hat Gott diese Krankheiten erschaffen und wir kämpfen mit unserer medizinischen Forschung gegen Gott? (Evolution von Lebewesen und Viren/Bakterien)
-der glaube ist eine altertümliche Art Wissenschaftliche Theorien aufzustellen (übernatürliche Theorien werden durch nathürliche Theorien/Fakten ersetzt):
Im alten Griechenland wurde Poseidon genutzt, um Erdbeben zu erklären. Heute weiß man, dass eine tektonische Plattenverschiebung Erdbeben auslöst.
-die Bibel behauptet, dass die Erde erst vor maximal 20.000 Jahren erschaffen wurde. Heute weiß man, dass sich die Erde vor ca. 4 Milliarden Jahren gebildet hat. Bewiesen durch evolutionäre Daten, Fossilien, Radiokarbondatierung und Eiskerne.
-Im Fall der Bibel wurden z.B. ganze Verse, Geschichten und Anekdoten zu irgendeinem Punkt verfälscht oder verändert. So enthalten z.B. Markus 9:29 und Johannes 7:53 bis 8:11 Passagen, die von einer anderen Quelle kopiert wurden. diese Tatsache demonstriert, dass die heilige Schrift nur ein Mischmasch aus kreativen Ideen verschiedener Personen ist, kein göttlich-inspiriertes Buch.
-In Wirklichkeit ist es nahezu unmöglich zu beweisen, dass etwas nicht existiert. Theoretisch könnte alles existieren. Damit der Glaube daran aber gerechtfertigt und unserer Aufmerksamkeit wert ist, muss es eindeutige Beweise für dessen Existenz geben. Ich schlage deshalb vor, dass ihr beweisen sollt, dass er existiert. Ansonsten macht es ja eigentlich keinen Sinn an ihn zu glauben oder allgemein in die Kirche zu gehen.

Ich könnte noch weiter machen, aber weil das sonst etwas lang wird frage ich, welche Argumente habt ihr, die meine Argumente entkräften und den Glauben an Gott stärken? Versucht mich zu bekehren bitte.

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Wie können die verschiedenen Religionen das Theodizee-Problem lösen?

Ich bin überzeugter Agnostiker, d.h. ich bin weder Atheist noch Gläubiger, da man beides also sowohl eine Existenz noch eine Nicht-Existenz bewiesen kann. Ich persönlich schwanke aber eher zu Atheismus. Zu meiner Frage: wie können sowohl feste Gläubige aus jeder Religion aber auch Atheisten das "Theodizee-Problem" lösen. Dieses besagt: Warum gibt es Leid auf der Erde für Unschuldige? Wie zum Beispiel 2-Jährige Kinder in Syrien die durch Giftgas elendig sterben. Entweder ist Gott nicht allmächtig aber gütig, was für aber keinen Sinn macht, denn wie hätte er sonst die Welt erschaffen oder Gott ist allmächtig und könnte uns helfen, macht es aber nicht, weil er nicht gütig womit alle Religionen hinfällig wären. Also wie löst ihr das Problem ??

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Ist der Atheismus eine Weltanschauung / Philosophie?

In einer vorangehenden Diskussion wurde ich von zwei Atheisten scharf angegriffen, als ich die Meinung geäußert habe, der Atheismus sei eine Weltanschauung. Wohlgemerkt, ich bin absolut NICHT der Meinung, dass der Atheismus eine Religion ist.

Die beiden versuchten mir zu erklären, dass das Wort "Atheismus" nur "ohne Gott" bedeuten würde. Dies wäre die einzige Bedeutung des Wortes "Atheismus" und da gäbe es auch nichts zu ergänzen. Atheismus sei Gottlosigkeit, nicht mehr und nicht weniger.

Dieser These widersprach ich, denn es gehört zum Atheismus doch viel mehr, als nur die Existenz eines Gottes abzulehnen. Jeder Atheist lehnt doch auch alles andere Übernatürliche wie Magie, Geisterglauben, Zukunftsvorhersagen etc. ab. Außerdem empfiindet er Kulthandlungen und Gebete als unnütz, ja manche werden sogar ganz dastisch und bezeichnen sie als reine Zeitverschwendung. Und er ist überzeugt davon, dass alles wissenschaftlich erklärbar ist - auch wenn wir es nicht erklären können, bedeutet das nicht, dass es nicht irgendwann erklärbar sein wird. Das Fundament ihres Überzeugseins ist also die Wissenschaft. Diese Überzeugungen vertritt jeder Atheist, es ist also nicht zu leugnen, dass diese Überzeugungen einen verbindenden Charakter haben. Atheismus ist damit nichts Individuelles mehr.

Außerdem lässt sich Atheismus in meinen Augen sogar übersteigern und kann auch extremistische Züge annehmen: es gibt Atheisten, die alles Religiöse regelrecht hassen, Gläubige als Spinner und ihre heiligen Schriften provokant als Märchenbücher bezeichnen. Sie sind überzeugt, dass die Welt ohne irgendwelche Religionen besser dran wäre und man Religionen am besten alle sofort verbieten sollte.

Meine Frage richtet sich in erster Linie an Atheisten. Bevor ihr antwortet, ruft euch bitte noch einmal ins Gedächtnis, dass ich nicht behaupte, dass Atheismus eine Religion sei. Aber warum seid ihr davon überzeugt, dass Atheismus auch keine Weltanschauung oder keine Philosophie ist? Was sind denn in euren Augen die entscheidenden Unterschiede?

Noch etwas: Bei der Diskussion würde ich mich sehr freuen, wenn die Netiquette beachtet wird. Unsachliche und gar beleidigende Kommentare und Antworten werden gemeldet, und zwar egal, aus welcher Richtung sie kommen.

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