Aristoteles: "Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft?

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7 Antworten

Leider habe ich bei allen Zitaten keine Quelle gefunden. Ich glaube nicht, dass Aristoteles das so gesagt hat. Der Begriff "Gesellschaft", wie wir ihn heute für eine moderne "Großgesellschaft" benutzen, konnte Aristoteles gar nicht gegenwärtig sein. Das Größte, das er kannte, war Athen, die Polis mit ca. 40.000 Einwohnern, Sklaven mitgerechnet. Selbst wenn er das Wort Toleranz erwähnt hat, galt das nicht für alle Menschen, sondern nur für seine Schicht der "freien Athener" und vor allem der Aristokratie, sprich des Adels. Sein großer Meister - Platon - hatte in seinem politischen Nachlass "Der Staat" einen diktatorischen Ständestaat als Muster hinterlassen, wo wenige Aristokraten lenken (vor allem philosophisch ausgebildet), eine Miltärklasse als Soldaten ihren Kopf hinhalten und die meisten die Drecksarbeit machen. Wo ist denn da Platz für "Toleranz"?

Wozu ein so unpassendes Zitat, wenn etwas anderes im Schilde ist. Da könntest Du besser Nietzsche zitieren, dem unser ganzes "Gutmenschentum" gegen den Strich gegangen ist. Alle realitätsferne Träumerei, egal welcher Coleur, ist einer sich weiterentwickelnden Gesellschaft schädlich. Allerdings gibt es in den Gesellschaftswissenschaften keine unumstrittene, allein richtige Theorie, weder in der Politologie, in der Soziologie und schon gar nicht in der Wirtschaftswissenschaft. Man beachte nur, wie uneinig sich die Fachleute in Bezug auf Griechenland sind. Daran haben nicht nur die "roten" und "grünen" mitgestrickt, die Weigerung zur Einrichtung des EURO auf die Wirtschaftsfachleute zu hören, begann bereits mit Kohl, der war bekanntlich "schwarz" und wollte sich auf Teufel komm raut ein Lebensdenkmal setzen.

Die Sozis hatten danach nicht den Mut, die ganze EUROsache auszusetzen, bis ordentliche Voraussetzungen geschaffen waren und haben vor allem den Südstaaten Bilanzfälschungen durchgehen lassen, ohne die Griechenland erst gar nicht in EUROLAND gekommen wäre. Da hat jeder seine Leichen im Keller.

Mir würde schon reichen, dass einige Phantasten nur einen stinknormalen Hausfrauenverstand hätten. Dann wüssten sie, dass man auf Dauer nicht mehr ausgeben kann, als in den Beutel kommt. Aber, wenn man den Unterschied zwischen Milliarden und Millionen nicht kennt (Piraten), dann gibt man locker Milliarden aus, wo man nur Millionen hat. Mir altem Dackel kann das egal sein. Für die Jungen wäre es besser, genauer nachzurechnen, denn sie werden alle Forderungen bezahlen müssen. Viel Spaß.

Ich habe nicht nach Belegstellen gesucht, aber mir kamen zwei Deiner Überlegungen auch in den Sinn. 1. Selbst wenn das (unwahrscheinlicher Weise) von Aristoteles stammen sollte, konnte er nicht unsere moderne Massengesellschaft im Sinn gehabt haben, und 2. dachte ich mir ebenso, dass da einige Zitate aus der Ecke des werten Friedrich wesentlich treffender sind...

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Dieser Hypothese stimme ich zu, weil der Toleranzbegriff nur Passivität bedeutet. Außerdem ist Toleranz nicht eindeutig.

 Es gibt hier die Bandbreite von der Ignoranz bis zur Akzeptanz.

Wenn ein Staat immer alles erduldet, hat er keinen Einfluss mehr auf seine Widersacher.

"Das dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie stimmen." Leonardo da Vinci

Aber unabhängig davon, ob Aristoteles den Betriff "Toleranz" (lat. tolerare, ertragen) jemals verwendet hat, so möge man diesen erst einmal richtig verstehen. Toleranz bedeutet doch nichts anderes, als - um des lieben Friedens willen - freiwillig etwas zu dulden, also "eine Last zu tragen", was man eigentlich gar nicht möchte.

In der aktuellen Propaganda wird "Toleranz" jedoch als politischer Kampfbegriff missbraucht, der selektiv eingesetzt wird, um vom politischen Gegner etwas zu fordern oder diesen zu bekämpfen.

Diejenigen, die eine derartige "Toleranz" einfordern, sind selbst in höchstem Maße intolerant und greifen zu Mitteln, die teilweise weit über verbale Angriffe hinausgehen, bis hin zu Ausgrenzung, massive Zerstörungswut, Gewaltanwendung und Morddrohungen.

Finden sie auch, dass in dieser Gesellschaft etwas grundlegend nicht stimmt?

Man bekommt viele Berichte über Missstände mit und wenn ich mir Fragen stelle wie: "Ist diese Gesellschaft gut wie sie ist?", "Sieht so eine intelligent strukturierte Gesellschaft aus?", "Entwickelt sich diese Gesellschaft in die richtige Richtung?" oder ähnliches.

Ich würde diese Fragen mit "Nein" beantworten, zwar ist nicht alles schlecht und es stecken auch gute Ideen darin, aber alles in allem ist diese Gesellschaft nicht gerade das gelbe vom Ei und die Entwicklung erscheint mir tendenziell auch eher negativ.

Wenn ich mich zb. im Internet umschaue, erscheint es mir so, dass der Großteil der Gesellschaft mit der allgemeinen Situation unzufrieden ist. Also nehme ich an, dass die Mehrheit der Personen diesbezüglich nicht gerade zuversichtlich in die Zukunft blickt und meine Ansicht irgendwie teilt, dass in der Gesellschaft etwas grundlegend nicht stimmt.

Liegt es an mir und ich fasse das falsch auf oder ist es mittlerweile die Standardperspektive der Leute, dass diese Gesellschaft kaputt ist?

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