Arbeitslos und Miete zu hoch, was tun?

3 Antworten

Um es einfach auf den Punkt zu bringen: Deine Wohnung ist zu teuer. 

Schon vor der Kündigung war deine Miete mit 700 € bei 1.100 € Verdienst deutlich zu hoch. Die Miete sollte nicht mehr als 1/3 der monatlichen Einkünfte ausmachen. 

Ich weiss, dass dich das nicht weiter bringt. 

Vom Amt hast du nicht viel zu erwarten. Von dort kannst du ALG I oder evtl. Aufstockung auf ALG II erhalten. Das reicht aber noch lange nicht, um die Wohnung mit einer Miete von 700 € zu halten. 

Letztlich wird dir nichts anderes übrig bleiben, als entweder schnellstens wieder einen einigermaßen ordentlich bezahlten Job zu finden oder auszuziehen. 

Die Miete sollte ungefähr 1/3 des Nettogehalts nichts übersteigen. Aus unterschiedlichen Gründen kann es ja trotzdem vorkommen. Ehemaliger Mitbewohner, Freundin usw. wo es günstiger gewesen war aber man kurzfristig die Wohnung übernommen hat vielleicht auch um mit seine Freundin dort dann zusammen einzuziehen. 

Eine Kündigung wäre also der logische Fall oder halt ein neuer Job, aber selbst wenn man eine Kündigung der Wohnung ausschreibt ist man ja noch 3 Monate gezwungen die Miete zu bezahlen was man mit dem Arbeitslosengeld nicht tun könnte bzw. nur wenn man nicht essen und trinken muss und auch keine sonstigen Kosten hat. 

Darauf bezog sich meine eigentliche Frage. Werden z.b. Wenigstens die drei Monate bezahlt? Vielleicht auch in Form eines Darlehns etc.? 

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@Macurium

In der Regel nicht. 

Du machst einen entscheidenden Fehler. Am Monatsende geht alles gerade so auf. Was machst du, wenn mal unvorhergesehene Ausgaben anstehen? Was machst du, wenn die Waschmaschine oder der Kühlschrank den Geist aufgibt?

Für solche Fälle sollte man immer einen gewissen Betrag (2 Monatslöhne) irgendwo auf der hohen Kante haben, sozusagen als stille Notreserve. 

Ich sehe bei dir ein generelles Problem im sinnvollen Umgang mit Geld. 

Du musst dir immer bewusst sein, dass du, wenn du keine Reserven hast, mit denen du einen Notfall mal auffangen kannst, früher oder später auf die Nase fallen wirst. 

Deswegen sollte deine finanzielle Planung so aussehen, dass du rund 10% deines Einkommens in irgend einer Form auf die hohe Kante legst. Nur so kannst du unvorhergesehene Ausgaben auffangen. 

Auf die Hilfe des AA darfst du hier nicht zählen. Evtl. bekommst du ein Darlehen. Das bringt dich aber auch nicht wirklich weiter. Wenn du nicht ausziehst, läuft die hohe Miete weiter und du kannst den Kredit sicher nicht bedienen. Ziehst du aus, fallen erst mal Kosten durch den Umzug an. Das ist auch nicht wirklich toll. 

Wie gesagt: Die Miete sollte nicht mehr als 1/3 des Einkommens ausmachen und du solltest immer 10% des Einkommens auf die hohe Kante legen. Dann wirft dich so schnell nichts um.

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@Interesierter

Stimme dir bei allem vollkommen zu. Ich hab Erspartes, aber nur 600 Euro die mich höchstens einen Monat auffangen würden. Es war halt geplant mit meiner Freundin zusammen zu ziehen und sie würde mit in die Wohnung ziehen wenn sie eine passende Arbeit hier gefunden hat. Solange wollte ich dir Miete alleine stemmen. Nur hab ich nun zeitgleich Differenzen mit meinen Arbeitsgeber wo ich die Befürchtung habe evtl. eine Kündigung zu erhalten. Im Falle der Kündigung könnte ich problemlos zu meiner Freundin ziehen, aber 3 Monate müsste ich dir Miete ja noch zahlen. Evtl. auch nur ein Monat durch das Ersparte und der hinterlassene Kaution. 

Aktiv nach einen nachmieter der früher einzieht kann man ja auch suchen, aber möchte mich halt ungern darauf verlassen. Die Miete beträgt 630 Euro und mein Nettoverdient ist bei 1450 Euro. 

Problem ist wohl ich würde einfach wahnsinnig gerne die Wohnung haben, aber zeitgleich diese Sorge der Arbeitslosigkeit auch weil es ein Kleinbetrieb ist, wobei aber auch Angst habe keine so schöne Wohnung wieder zu finden. 


Alles oben war halt nur ein Beispiel weil ich eigentlich nur eine Antwort auf die eigentliche Frage wollte im Fall der Arbeitslosigkeit. 

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Was könnte man also tun außer die Wohnung zu kündigen? 

- Mit Zustimmung des Vermieters untervermieten.

- Wohngeld beantragen

- Antrag auf ergänzende Leistung ( Hartz IV), das würde, wenn es etwas gibt aber nur für 6 Monate möglich sein

Arbeit und suchen. Gibt immer irgendwo was.

Wahrscheinlich, aber war ja nicht die eigentliche Frage. Ist ja genauso als wann man fragen würde 1+1 ergibt? Und jemand antwortet benutze den Taschenrechner oder rufe in einer Universität an und frag einen Mathestudenten. Ich wollte nur wissen ob man trotzdem die Möglichkeit hat finanzielle Hilfe vom Amt zusätzlich zu erhalten und sei es nur bis zum Auszug aus der Wohnung. 

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Tut mir Leid, du hast recht....die Antwort hätte von mir nicht sein müssen....

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