Arbeitsamt zieht deinen ganzen Lohn ab.?

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8 Antworten

Bei 1000 € Zuverdienst zum Arbeitslosengeld hat er auf jeden Fall 280,00 € mehr in der Tasche. Das ist viel Geld wenn man ansonsten von der Unterstützung lebt

Da kann aber etwas nicht stimmen, denn er bekommt bei Krankheit Lohnfortzahlung und danach Krankengeld und da kann ja kein Lohn abgezogen werden. Und wenn es jetzt denn Lohn gibt, fällt ja das Krankengeld weg, oder? Und wenn der Lohn zu gering ist, gibt es eben Aufstockung, aber nichts vom Arbeitsamt, sondern vom Jobcenter der Gemeinde der Stadt. Viel Glück.

Ich kenne mich da leider nicht so aus, ich frag mal meinen Vater. Danke für deine Antwort!

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Wenn dein Vater und somit ihr auch,Leistungen vom Jobcenter bekommt,also ALG - 2 oder besser bekannt als Hartz - lV,dann wird das Erwerbseinkommen nach Abzug von Freibeträgen,nach § 11 b SGB - ll,auf euren Bedarf angerechnet,eure Leistungen also gekürzt !

Ihr habt aber dann mehr Geld zur Verfügung,wie viel,kommt auf das Brutto / Nettoeinkommen an,was dann erzielt wird.

Bei einem alleinerziehenden,der angenommen 1500 € Brutto und 1130 € Netto verdient,würde der Freibetrag bei min.330 € liegen,dieser würde dann von den 1130 € Netto abgezogen,ergibt das anrechenbare Nettoeinkommen,das dann auf euren Bedarf angerechnet würde.

Ihr würdet dann in diesem Fall ca.800 € weniger Leistungen bekommen,aber im Endeffekt min.diese 330 € mehr als jetzt haben.

Also hätten wir im Endeffekt jeden Monat mehr Geld in der Tasche als wenn er nicht arbeiten gehen würde.

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@crazyking23

Genau so ist es. Ihr braucht also weniger öffentliche Unterstützung.

Nebenbei führt das dazu, dass Kinder von Arbeitslosen sehen, dass sich Arbeit mehr lohnt, als keine Arbeit.

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@crazyking23

So sieht es aus und jeder der in der Familie lebt und min.15 Jahre alt ist,für den gelten auch diese Freibeträge nach dem § 11 b SGB - ll,es kann also jeder arbeiten und wenn es nur das austragen von Zeitungen ist und man 100 € pro Monat bekommt,denn die sind pro Person,die einer Erwerbstätigkeit nachgeht,sowieso frei,das ist der Grundfreibetrag !

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Arbeitslosengeld ist eine Lohnersatzleistung.

Man bekommt dies also nicht zusätzlich zum Lohn, sondern statt Lohn. Wenn der Lohn zu niedrig ist bekommt man ergänzend eine Aufstockung.

Richtig ist, dass der größte Teil des Lohns aufs Arbeitslosengeld angerechnet wird. Daher sollte er (und jeder andere auch) sich einen Job suchen, mit dem er seinen Lebensunterhalt komplett bestreiten kann und nicht mehr auf Sozialleistungen angewiesen ist. Ein Mini- oder Teilzeitjob ist keine sinnvolle Lösung.

Was soll denn das Arbeitsamt abziehen ...

Er bekommt wohl eher Alg2 ... das Geld vom Staat aus Steuermitteln ....

wenn er arbeiten geht ist er nicht mehr in voller Höhe bedürftig ... weil er ja selber was verdient und bekommt dann logischerweise weniger ...

es wird also nichts abgezogen .. es wird weniger draufgezahlt ...

Meine Frage war ja eher, ob wir dann im Endeffekt mehr Geld in der Tasche hätten als wenn er nicht arbeiten gehen würde.

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Wenn dein Vater wieder arbeiten ginge, bekäme er doch das Geld nicht mehr vom Amt sondern vom Arbeitgeber (gesetzt dem Fall er wäre nicht ein "Aufstocker", wenn es das nach dem Mindestlohn überhaupt noch gibt).

Was sollte das Amt dann abziehen?

Ein Alleinstehender mit zwei Kindern bekäme selbst beim Mindestlohn noch aufstockend Grundsicherung.

172 Stunden pro Monat ergeben mit 8,50 1.462,oo € BRUTTO

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Ab 450 Euro Verdienst im Monat zieht das jobcenter etwas ab. Wieviel genau weiß ich allerdings nicht.

falsch

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@Georg63

Ab 450 Euro werden doch die Leistungen gekürzt und nicht mehr der volle Betrag ausgezahlt, oder bin ich jetzt doof??

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@Bolly88

Falsch sind die 450€ im ALG2-Bezug. Alles über 100€ wird angerechnet.

Bei z.B. 450€ wären 100€ frei und vom Rest 20%. Bei höheren Beträgen gibt es auch noch eine Staffelung.

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