Arbeitgeber zahlt ausstehenden Lohn nach Kündigung nicht?

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6 Antworten

Du wartest jetzt erst einmal noch ein/zwei Tage ab.
Ist Dein Lohn noch nicht auf dem Konto, rufst Du zuerst einmal in der Firma an und fragst nach.

Gibt man Dir keine Auskunft, mahnst Du den AG schriftlich ab. Du schreibst einen Brief und forderst den AG darin auf den Dir noch zustehenden Lohn bis zum ....(Frist von 7-10 Tagen setzen) zu überweisen. Dann schreibst Du dazu dass Du, sollte bis zum angegebenen Termin kein Zahlungseingang zu verzeichnen sein, Klage beim Arbeitsgericht einreichst.

Oft genügt das um zahlungsunwillige AG zum Umdenken zu bewegen.

Bezahlt der AG nicht, reicht ein Anwalt für Dich Klage ein, wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast oder Gewerkschaftsmitglied bist. Du kannst aber auch selbst zur Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts gehen und Klage einreichen. Bei der Klageformulierung wird Dir geholfen und das ist kostenlos. Ein Anwalt ist vorerst nicht vorgeschrieben.

 

 

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Kommentar von Interesierter
30.11.2016, 13:00

Der "gelbe Urlaub" ist doch mehr als offensichtlich.

Ich denke, der Arbeitgeber ist sauer. Nun ist abzuwarten, ob der AG doch noch zahlt oder ob er erst mal auf bockig macht und ebenso wie der Fragesteller, Spielchen spielt.

Ich kenne einige Arbeitgeber, die in solchen Fällen wie diesem hier, erst mal nicht zahlen, dann den Zugang der AU-Bescheinigung bestreiten und damit dem Arbeitnehmer erst mal richtig Ärger machen. Eine typische Retourkutsche eben.

Einem einigermaßen erfahrenen Personaler entlockst du mit der Androhung einer Klage nur ein müdes Lächeln. Der kann einen Verhandlungstermin locker ein halbes Jahr hinziehen. Er braucht dazu keinen Anwalt und ihm entstehen daraus noch nicht einmal Kosten.

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Nun, bei deiner Schilderung liegt der Verdacht nahe, dass du vom 16.11. bis 30.11. nicht wirklich krank warst.

Es ist doch schon etwas auffällig, wenn du genau am Tag nach dem Urlaub krank wirst und dann die noch ausstehenden zwei Wochen ausfällst.

Genauso wird das auch der Arbeitgeber sehen. Ich kann hier nur Vermutungen anstellen. Ich denke mal, er wird irgendwann behhaupten, er hätte von dir keine Krankmeldung erhalten. Im Streitfall müsstest du den Zugang der Krankmeldung beweisen. Eine e-mail oder ein Fax bringt dir da nicht viel. Entscheidend ist das Original.

Du kannst nun Klage erheben. Dabei solltest du aber beachten, dass du deinen Anwalt selber bezahlst, auch wenn du gewinnen solltest.

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Kommentar von MasterGrumpy
30.11.2016, 12:38

Den Verdacht kann ich nachvollziehen, jedoch ändert es nichts an der Tatsache das ich Krankgeschrieben bin und mir demnach mein Lohn zustünde. Zudem wurde dem AG das Original der AU (welche für den AG ist) per Post zugesendet, da kann ja keiner irgendwas Beweisen, wie soll ich auch den Inhalt eines Briefes beweisen?

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falls er wirklich nicht zahlt, musst du den ausstehenden lohn einklagen.

eventuell verzögert sich das ganze auch nur ein wenig da noch ausstehender urlaub oder überstunden etc. ausgerechnet werden müssen.

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Kommentar von Wapiti201264
30.11.2016, 11:34

01.07. - 30.11. = 5 Monate = Probezeit.

Meinst Du, da hatte der FS Anspruch auf Urlaub? Oder LFZ?

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der wird schon zahlen, aber diesmal zum 30. und dann wirst du es in 2 tagen auf deinem Konto haben

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Also soweit ich weiss, besteht innerhalb der ersten sechs Monate kein Anspruch auf a) Lohnfortzahlung bei Krankheit und b) Urlaub.

Daher wundert es mich, dass Du Urlaub bekommen hast (hast Du eine schriftliche Genehmigung?). Wenn, dann wohl nur, weil Dein AG davon ausging, dass Du weiter arbeitest.

Dann kam Deine Kündigung und die Krankmeldung, wenn Du das dann gegenrechnest mit dem nicht zustehenden Urlaub, wirst Du wohl nicht nur nichts mehr bekommen, sondern auch noch Schadenersatz leisten müssen.

Prüfe diesbezüglich, was in Deinem Arbeitsvertrag steht.

Es ist auch kein guter Stil, wenn man sich schon direkt im Anschluss an den Urlaub krank schreiben lässt, die Kündigung nicht selbst zu überbringen, sondern eine "Freundin" vorzuschicken.

Ich beschreibe jetzt mal nicht, was ich von Dir denken würde, wäre ich Dein AG gewesen.

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Kommentar von MasterGrumpy
30.11.2016, 11:39

Selbstverständlich wurde der Urlaub genehmigt vom AG und entsprechend unterzeichnet. Da mir 28 Tage Urlaub zustehen und ich 4 Monate gearbeitet habe bzw. den 5. durch den Urlaub und AU, stehen mir entsprechende Tage zu. Durch die AU bekomme ich den letzten Urlaubstag sogar wieder gutgeschrieben wodurch sich meines Wissens nach alles ausgleicht.

Bzgl. ggf. zuviel Urlaub habe ich mich bei meinem neuen Chef direkt informiert, welcher mir mitteilte das dies AG problem sei, wenn man in der Probezeit Urlaub gewährt (neuer AG ist Anwalt für Arbeitsrecht)

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Kommentar von Hexle2
30.11.2016, 11:57

Also soweit ich weiss, besteht innerhalb der ersten sechs Monate kein Anspruch auf a) Lohnfortzahlung bei Krankheit und b) Urlaub.

Du weißt also überhaupt nichts.

Jeder Arbeitnehmer hat nach dem Bundesurlaubsgesetz Anspruch auf bezahlten Urlaub. In den ersten sechs Monaten erwirbt er nach § 5 Bundesurlaubsgesetz für jeden vollen Monat des Beschäftigungsverhältnisses 1/12 des im Betrieb üblichen Jahresurlaubs.

Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ist im § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz geregelt und besagt im Absatz 3 dass dieser Anspruch nach vierwöchiger ununterbrochener Dauer des Arbeitsverhältnisses entsteht.

Jetzt würde mich mal interessieren, wo Du Deine "Weisheiten" her hast.

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Kommentar von Familiengerd
30.11.2016, 13:34

@ Wapiti201264:

Auch Du solltest - wie Interessierter - weniger spekulieren und Mutmaßungen über angebliche oder tatsächliche Beweggründe des Fragestellers anstellen!

Auch wenn man nach einem Urlaub krank wird, hat das nichts zu tun damit, ob es sich um "guten Stil" handelt! Weißt Du etwa, was es mit der Erkrankung konkret auf sich hat? Und woher willst Du wissen, dass der Fragesteller eine Freundin nur "vorgeschickt" hat?

Und die übrigen Aussagen zu Lohnfortzahlung, Urlaub, Schadenersatz sind schon einmal völliger Unsinn!

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Fordere ihn unter Fristsetzung noch ein letztes Mal dazu auf und wenn nix kommt, dann verklage ihn.

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